Offenheit heißt, Ideen teilen und Raum für Neues schaffen. Unter diesem Leitgedanken schafft die Open – Design Week Frankfurt RheinMain eine offene Plattform für Gestalter:innen, Forschende und Experimentierende aus der Region und aus dem internationalen Kontext. Von Studios und Konferenzen über Ausstellungen bis hin zu jungem Design: Wer teilnimmt, bringt eigene Ideen ein, tritt in den Austausch und rückt seine Arbeit in den Fokus der WDC 2026. Wir begleiten die Teilnehmenden aktiv und sorgen für Aufmerksamkeit bei Publikum, Fachwelt und Medien.
Text: World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026
Das Rheinische Revier ist heterogen, spannungsvoll und hochpolitisch. Mitten in der größten Landschaftsbaustelle Europas und Anthropozänlandschaft der Superlative treffen Strukturwandel, Energiewende, Flächen- und Nutzungsdruck und Klimakrise auf unterschiedliche Politiken von Bund, Land und Kommune. Vor allem aber ist das Rheinische Revier eine Region, in der Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebens- und Vorstellungswelten zwischen urban und rural, Stadt und Land aufeinandertreffen. Sie ist Heimat, Alltag, Ausflugsziel, Verhandlungssache, Sehnsuchtsort und Konfliktgegenstand gleichermaßen.
Rund 70 Institutionen, Initiativen und Einzelpersonen gestalten das Programm mit Beiträgen zu Themen von Gerechtigkeit, Kunst und Kultur, Bauwende und Architektur, Tourismus‑ und Dorfentwicklung, Bürger*innenenergien und zum Strukturwandel in ganz unterschiedlichen Formaten wie Workshops, Teilhabeangebote, Vorträge, Ausstellungen, Diskurse, Exkursionen, Konzerten und Filmscreenings. Die tu! begreift sich als Plattform und Resonanzraum, um genau das zu tun – sich kennenzulernen, zuzuhören und miteinander zu debattieren. Kommt vorbei, erlebt, erzählt und macht mit!
Um an Workshops, Vorträgen und Diskussionen teilzunehmen, empfiehlt es sich, frühzeitig am Veranstaltungsort zu sein. Für einige Exkursionen, Workshops oder Mitmachaktionen hingegen ist eine Anmeldung erforderlich, bzw. gewünscht.
Text: FH Aachen, tu! Hambach
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Aktionstage „tu! Hambach 2026“
Zentraler Veranstaltungsort: Kita in Bürgewald, Ellener Straße 26, 52399 Merzenich
Bauwende Sachsen engagiert sich dafür, dass die Baubranche zu einem klimaneutralen und nachhaltigen Wirtschaftszweig umgestaltet wird. Wir wollen alte und neue Lösungsansätze für zukunftsfähiges Bauwesen starkmachen. Unser Projekt unterstützt dabei, sich schnell und einfach einen sachsenweiten Überblick zu verschaffen und zu vernetzen. Um in großer Runde persönlich mit euch in den Austausch zu kommen, richten wir jährlich das Bauwende-Camp an Orten aus, die sich in besonderer Weise mit Bauwende-Themen befassen.
In der dritten Runde unseres Camps geht es dafür vom 12. bis 14. Juni 2026 zum auflebenden KulturOrt Heymannbaude nach Kleinhennersdorf bei Bad Schandau in die Sächsischen Schweiz. Freut euch neben einem tollen Fachprogramm unter anderem auf ein gemeinsames Netzwerk-Wandern im Elbsandsteingebirge am Sonntag!
Wir bieten euch jede Menge neuen fachlichen Input und viel Raum für Vernetzung. Wir möchten mit euch diskutieren, reparieren und ausprobieren! Auf dass wir die Bauwende regional weiter voranbringen und uns für konsequent nachhaltige Bau- und Planungspraxis gemeinsam engagieren.
Die Veranstaltung ist kostenpflichtig. Eine Anmeldung bis 29.05.2026 ist erforderlich.
Der Heinze ArchitekturAWARD 2026 bietet Architektur- und Planungsbüros sowie dem Nachwuchs eine prominente Bühne ihre herausragenden Projekte einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Der Leitgedanke bleibt die „Bauwende“: Prämiert werden Projekte, die ökologische, ökonomische und soziokulturelle Standards setzen. Dabei steht die Vermeidung von Emissionen ebenso im Vordergrund wie der innovative Umgang mit dem Bestand und der Einsatz kreislauffähiger Materialien.
Teilnahmeberechtigt sind Architektur- und Planungsbüros mit Sitz in Europa (Länderliste unter heinze.de/wettbewerbsbedingungen) sowie Studierende. Studien- und Seminargruppen von Architekturfakultäten können Entwürfe und Konzepte aus allen Bereichen des Wohnungs- und Nichtwohnbaus einreichen. Fertiggestellte Hochbauprojekte aller Typologien, deren Realisierung nicht länger als fünf Jahre zurückliegt, sind zugelassen. Von Wohn- und Bildungsbauten bis hin zu innovativen Sonderbauten in der Kategorie „Out of the box“ deckt der Wettbewerb ein großes Spektrum der Architektur ab.
Der Wettbewerb findet seinen Höhepunkt in der feierlichen Preisverleihung am 18. November 2026 im Rahmen des Klimafestivals von Heinze und BauNetz. Bis zum 15. Juni 2026 können Architektur- und Planungsbüros wie auch Studierende ein oder mehrere Projekte einreichen. Das Gesamtpreisgeld beträgt 40.000 Euro.
Teilnahmebedingungen
Wohn- und Nichtwohnbauten der letzten fünf Jahre sind zugelassen. Dazu zählen sowohl Neu- als auch Modernisierungs- und Sanierungsbauten. Jedes Projekt ist innerhalb einer der folgenden Kategorien einzureichen:
Wohnungsbauten
Industrie- und Gewerbebauten
Büro- und Verwaltungsbauten
Betriebsgebäude
Außenanlagen, Verkehrsbauten
Bildungsbauten
Bauten im Sozial- und Gesundheitswesen
Kultur-, Veranstaltungs- und Sportbauten
Sonderbauten
Wirtschaftsbauten
Die Teilnahmegebühr beträgt einmalig 350 Euro zzgl. MwSt. je Einreichung für Architektur- und Planungsbüros – ab der zweiten Wettbewerbseinreichung im selben Jahr reduziert sie sich um 50 % auf nur 175 Euro. Für Studierende ist die Teilnahme kostenlos.
Teilnahmeberechtigt
Architekt:innen, Innenarchitekt:innen, Ingenieur:innen/Fachplaner:innen sowie Studierende mit Sitz in Europa* können teilnehmen.
Die European Action Week ist ein europaweites und dezentrales Format, das Initiativen, Organisationen und engagierte Einzelpersonen zusammenbringt, um gemeinsam die sozial gerechte und nachhaltige Transformation unserer gebauten Umwelt und Gesellschaft voranzutreiben.
Der Open Call richtet sich an alle Interessierten – unabhängig von Größe, Erfahrung oder Organisationsform. Gesucht werden Beiträge, die sich mit der sozial-ökologischen Transformation der gebauten Umwelt, inklusiven Stadt- und Raumentwicklungen sowie bezahlbaren und fairen Lebens-, Wohn- und Bauformen auseinandersetzen.
Besonders willkommen sind niedrigschwellige Formate, die Menschen vor Ort einbeziehen, Dialog ermöglichen und gemeinsames Lernen fördern. Sowohl etablierte Akteur*innen als auch neue Initiativen sind ausdrücklich eingeladen, sich zu beteiligen und eigene Ideen einzubringen.
Am Faden der Linie. Künstlerische Positionen zu nachhaltiger Baukultur
Ausstellung in Dresden
Eine Ausstellung des ZfBK – Zentrum für Baukultur Sachsen in Kooperation mit der TU Dresden und dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR).
Die Ausstellung zeigt Positionen der Künstler:innen Frank Lippold, Luise Ritter und Luzia Rux. Sie arbeiten mit Motiven aus der Architektur, des Bauens und der Stadtplanung. In der gemeinsam entwickelten Schau werden große Holzschnitte gezeigt, Zeichnungen, eine raumbildende Installation und Zeichnungen auf Glas. Die Künstler:innen verbindet das grafische Durcharbeiten der Phänomene des Raums und der Linie und die In-Wert-Setzung einfacher, ‚armer‘ Materialien.
Text: ZfBK – Zentrum für Baukultur Sachsen
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Ausstellung
ZfBK im Kulturpalast, Schloßstraße 2, 01067 Dresden
Spielplätze sind mehr als Geräteflächen. Als gestaltete Räume können sie Quartiere prägen, soziale Begegnung ermöglichen und Stadtentwicklung aktiv mitgestalten. Dieses Potenzial rückt das Symposium „Spiel macht Stadt“ am 16. Juni 2026 (10–17 Uhr) in den Fokus. Veranstaltungsort ist die Wissenswerkstadt Bielefeld. Veranstaltet wird das Symposium von Baukultur NRW und dem Landschaftsarchitekturbüro Die Planergruppe. Ziel ist es, Spielorte als eigenständigen Stadtbaustein neu zu denken und Kinder sowie Jugendliche stärker in Planungsprozesse einzubeziehen.
Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Spielplätze trotz ihrer 200-jährigen Entwicklungsgeschichte häufig funktional gedacht und mit standardisierten Geräten möbliert werden. Das Symposium plädiert dafür, Spielorte als soziale Räume zu verstehen – offen, quartiersprägend und vielfältig nutzbar. Neben klassischen Spielplätzen rücken auch urbane Freiräume und bespielbare Stadtmöbel in den Blick.
Das Programm umfasst Impulsvorträge und Diskussionen aus Stadtplanung, Politologie, Architektursoziologie, Medizin, Pädagogik, Kunst und Planungspraxis. Begleitend werden studentische Arbeiten aus Seminaren an der FH Dortmund (Fachbereich Design) und ab der TH OWL in Höxter (Fachbereich Landschaftsarchitektur) in einer Ausstellung präsentiert.
Text: Baukultur Nordrhein-Westfalen
Die Veranstaltung wird von der Architektenkammer NRW und der Architektenkammer Niedersachsen als Fortbildung anerkannt.
Die Vortragsreihe Profile der Architektur lädt Gastrednerinnen und Gastredner aus der Architektur und anverwandten Disziplinen zum Gespräch und Austausch ein. In Werk- und Projektvorträgen sollen Ein- und Ausblicke gewährt sowie Standpunkte, Herangehensweisen und Erfahrungen ausgelotet und diskutiert werden. Die Vortragsreihe ist offen für alle Interessierten. Immer mittwochs um 17:30 Uhr in Raum A029 (RheinMoselCampus). Alle Vorträge finden in Präsenz statt und werden nicht digital übertragen. Die Fachschaft Architektur hat ihre Bar vor, während und nach den Vorträgen geöffnet, dafür ein herzliches Dankeschön.
Die Architekturausbildung eröffnet viele Wege und Möglichkeiten für die spätere Berufspraxis als Architektin und Architekt. Wir haben fünf Absolventinnen und Absolventen unseres Fachbereichs zurück an unsere Hochschule eingeladen. Ob mit dem eigenen Büro selbständig, angestellt, im öffentlichen Dienst, im In- oder im Ausland tätig – wir wollen wissen, welchen beruflichen Weg sie seit dem Abschluss ihres Studiums an der Hochschule Koblenz gegangen sind. Wo und wie arbeiten und wirken sie heute? Welche Chancen, Herausforderungen und Überraschungen sind ihnen bis hierher begegnet? Warum sind die heute dort, wo sie sind – und welche Pläne haben sie für ihre weitere berufliche Zukunft?
Als Mitglied der Architektenkammer Rheinland-Pfalz können Sie eine Teilnahmebescheinigung für den Besuch dieser Veranstaltung erhalten. Pro Vortrag werden 2 US anerkannt. Für die Präsenzveranstaltungen ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.
Konferenz für Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in München
Digitale Prozesse, KI-gestützte Lösungen und innovative Technologien verändern die Baubranche. Das Ziel der KONKRET: Gemeinsam finden wir heraus, wie das Baumanagement in dieser neuen Realität aussieht.
In diesem Jahr lädt Capmo bereits zum 4. Mal zum zentralen Branchenevent nach München ein. Im Mittelpunkt stehen keine abstrakten Visionen, sondern anwendbare Lösungen für den Baualltag. Entscheider und Fachkräfte aus der Bau- und Immobilienbranche kommen zusammen, um über echte Erfolgsgeschichten direkt von der Baustelle zu sprechen, sich mit Branchenkollegen und -kolleginnen auszutauschen und Einblicke in digitale Tools und Trends zu erhalten, die die Branche nachhaltig verändern werden.
Text: Capmo
Konferenz
Design Offices Macherei, Weihenstephaner Str. 12, 81673 München
Bei Eagles of Architecture steht die Idee des „(Zu-)Hauses“ im Zentrum ihrer Arbeit, nicht als bloße bauliche Struktur, sondern als Gefühl von Zugehörigkeit. Das Büro entwirft Räume, die Leben aufnehmen und in denen Architektur zu einem Zuhause werden kann.
Der Entwurfsprozess bewegt sich zwischen Zeichnung, Modell und gebautem Raum, zwischen Denken und Machen. Modelle sind dabei ein wesentliches Instrument der Auseinandersetzung. In kleineren Maßstäben (1:200 bis 1:50) untersuchen sie räumliche Beziehungen und Konzepte. Im Maßstab 1:10 rückt der menschliche Körper in den Mittelpunkt. Materialität, Detail und Berührung machen Architektur unmittelbar erfahrbar und intim.
Das Modell wird zugleich zu einem gemeinsamen Raum des Dialogs, der Gespräche, Reflexion und Interpretation ermöglicht. Bei auau präsentiert Eagles of Architecture aktuelle Projekte anhand dieser 1:10 Modelle, in denen jeder Entwurf als gebaute Realität untersucht wird. Sie zeigen, wie Räume bewohnt werden können und wie aus einem Haus ein Zuhause entsteht.
Text: auau – Raum für Architektur
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Ausstellung „Baby, I'm home“
auau – Raum für Architektur, Brunnenhofstr. 2, 22767 Hamburg
Kurt Schwitters (1887, Hannover – 1948, Kendal, UK) zählt zu den einflussreichsten und eigenwilligsten Protagonisten der künstlerischen Avantgarde der Zwischenkriegszeit und besitzt bis heute eine beeindruckende Aktualität. Schwitters. Grenzgänger der Avantgarde ist die erste umfassende museale Ausstellung zu seinem Werk in der Schweiz seit über 20 Jahren. Sie zeichnet die Vielfalt seines Œuvres über alle Schaffensphasen hinweg nach – von ikonischen Merzbildern, Assemblagen und Collagen über den begehbaren Nachbau des Hannoveraner Merzbaus bis hin zu weniger bekannten Porträts, Landschaften und Skulpturen aus dem Exil.
Ergänzend zeigt das Zentrum Paul Klee Beispiele seines grafischen und literarischen Schaffens und seiner publizistischen Aktivitäten. Die Ausstellung zeigt ihn als radikalen Erneuerer und Grenzgänger zwischen den avantgardistischen Strömungen seiner Zeit, der mit einer unverwechselbaren Synthese aus Kunst, Architektur, Design und Literatur Generationen von Kunstschaffenden prägte.
Text: Zentrum Paul Klee
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Ausstellung „Schwitters. Grenzgänger der Avantgarde“
Zentrum Paul Klee, Monument im Fruchtland 3, 3006 Bern, Schweiz
Wer hat ein Recht auf Stadt? ›dérive. Horizont Stadt‹ lädt zum Streifzug durch Wissenschaft, Kunst und Aktivismus. Seit 2000 widmet sich dérive multiperspektivisch und in vielfältigen Formaten der Erkundung und Vermittlung des Topos ›Stadt‹. Den Horizont allen Tuns bildet das ›Recht auf Stadt‹ und die ›urbane Gesellschaft‹ (Henri Lefebvre) als Vision einer emanzipatorischen Gesellschaftsordnung, in der urbaner Raum kollektiv gestaltet, vielfältig angeeignet und für Begegnung, Differenz und Teilhabe geöffnet ist.
Aus Neugier und Liebe zur Stadt gegründet, hat sich dérive zu einem internationalen Netzwerk engagierter Stadtforscher:innen, Planer:innen, Künstler:innen und Aktivist:innen entwickelt, deren Arbeiten zu Stadt, Raum und Gesellschaft in dérive – Zeitschrift für Stadtforschung, in Radio dérive, bei urbanize! Int. Festival für urbane Erkundungen, sowie in zahlreichen weiteren Projekten präsentiert und diskutiert werden.
Die Ausstellung im Architekturzentrum Wien feiert die 100 Ausgaben der Zeitschrift und gibt entlang zentraler Themen wie der Wohnungsfrage, dem Stadtraum als öffentlichem Raum oder Stadt und Demokratie Einblicke in die theoretische und praktische Auseinandersetzung von dérive mit dem urbanen Raum als gesellschaftlichem Raum.
Text: dérive - Verein für Stadtforschung
Eröffnung, 18.00 Uhr
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Ausstellung „dérive. Horizont Stadt“
Architekturzentrum Wien, Museumsplatz 1, 1070 Wien
Gebäude bestehen aus Bauteilen mit unterschiedlichen Lebensdauern, die Pflege, Austausch und Anpassung erfordern. Historische Beispiele wie Spolien – wiederverwendete Bauteile aus älteren Bauwerken – zeigen, dass Weiter- und Wiederverwenden in der Architektur eine lange Tradition haben. Gleichzeitig hat die Bauproduktion seit dem 19. Jahrhundert zu einem enormen Ressourcenverbrauch geführt. Vor diesem Hintergrund stellt die Reihe zentrale Fragen: Wie gehen wir heute mit Alterung, Obsoleszenz und Abfall um? Welche Potenziale liegen im Erhalt und in der Weiterverwendung bestehender Strukturen?
Seit 2009 bietet der „architectural tuesday“ eine Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis und Öffentlichkeit. Auch in diesem Semester diskutieren Expertinnen und Experten aus Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung sowie verwandten Disziplinen aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen.
Den Auftakt macht am Dienstag, 5. Mai 2026, der Historiker PD Dr. Roman Köster von der Universität der Bundeswehr München. In seinem Vortrag „Abfall, Recycling und Urbanisierung seit dem 19. Jahrhundert“ beleuchtet er historische und theoretische Perspektiven auf den Umgang mit Ressourcen. Ausgangspunkt ist sein aktuelles Buch „Müll – Eine schmutzige Geschichte der Menschheit“.
Text: Technische Hochschule Köln
PD Dr. Roman Köster (Historiker, Universität der Bundeswehr München)
„Abfall, Recycling und Urbanisierung seit dem 19. Jahrhundert“
Conrad Risch & Jonathan Schmalöer (Architekten, Baukreisel, Köln)
„Was schon da ist“
Prof. Susann Vécsey (Architektin, Vécsey*Schmidt, Basel / ETH Zürich)
„Zeitgefühl“
Bram Aerts (Architekt, ATAMA, Gent)
„Transformative actions“ (engl.)
Jeweils um 19 Uhr im Karl-Schüssler-Saal der TH Köln
Architektur entsteht selten im Alleingang. Die Ausstellung Tribute. Architecture as a Form of Dialogue des Florentiner Büros Archea Associati / Marco Casamonti macht dies zum Ausgangspunkt: Elf internationale Projekte – darunter das in die toskanischen Hügel eingebettete Weingut Antinori nel Chianti Classico, das Air Albania Stadium in Tirana und die spektakuläre Kiss Bridge im vietnamesischen Phú Quốc – werden nicht aus der Perspektive des Architekturbüros erzählt, sondern aus jener der Bauherrschaft.
Kuratiert vom Luca Molinari Studio, rückt die Schau bei Aedes sie ins Zentrum – als gleichwertige Partner im Entwurfsprozess, die Anforderungen formulieren, Entscheidungen mitprägen und die Projekte inhaltlich mitgestalten. Zu sehen sind raumgreifende Filminterviews mit Bauherr:innen aus Europa und Asien sowie Modelle, die die „erzählten“ Projekte räumlich erfahrbar machen.
Die Ausstellung verbindet zwei Präsentationsebenen: eine filmische Installation mit Video-Interviews, aufgezeichnet in Europa und Asien und produziert mit Unterstützung von Pietro Savorelli e Associati, sowie Modelle der gezeigten Projekte, die zentral im Raum positioniert sind.
In Zeiten der Transformation wird die Architektur zunehmend von rationalen Rahmenbedingungen geprägt: begrenzte Budgets, die Verwendung bestehenden Bestands sowie nachvollziehbare Anforderungen an Nachhaltigkeit, Effizienz und eine angemessene Materialwahl bestimmen immer stärker den Entwurfsprozess. Dies führt zu einer spürbaren Verschiebung der Prioritäten innerhalb der Planung.
Dennoch gelingt es einzelnen Akteur:innen, auch unter diesen pragmatischen Vorzeichen Räume von poetischer Qualität und atmosphärischer Dichte zu schaffen. Im Zentrum unseres Interesses steht in diesem Semester das architektonische Wirken in genau diesem Spannungsfeld – zwischen rationaler, pragmatischer Problemlösung und der Entstehung anmutiger, poetischer Räume.
Die internationale Vortragsreihe des Fachbereichs Architektur präsentiert Vorträge von ausgewählten Referent*innen, sowohl von Architekt*innen aus der Praxis als auch der Theorie und der Lehre. Die Vorträge stellen eine wertvolle Ergänzung zur täglichen Lehre dar und vermitteln den Studierenden des Fachbereichs sowohl Erfahrungen aus der Praxis als auch Einsicht in die relevanten internationalen Diskurse in Architektur und Städtebau und aktuelle Forschungsergebnisse aus diesen Disziplinen.
Kuratiert vom FG Entwerfen und Baukonstruktion, Professur Kinzelbach. Unterstützt durch den BDA Bochum. Grafik von BANK / Graphic Design Today.
Text: Hochschule Bochum
Förstberg Ling, Malmö
„Between the obvious and the unexpected“, Björn Förstberg und Mikael Ling
Die Heinze ArchitekTOUR geht 2026 in die nächste Runde und lädt Architekt:innen, Planer:innen sowie Bauverantwortliche erneut zu einer der führenden Branchenveranstaltungen für Architektur und Bau ein. Unter dem Leitmotiv „PROJECTS’26“ präsentiert das Event über 240 realisierte Referenzprojekte und innovative Produktlösungen – kompakt, praxisnah und inspirierend.
In sieben deutschen Städten sowie einer Stadt in der Schweiz verbindet die ArchitekTOUR Ausstellung, Fortbildung und Networking zu einem interdisziplinären Erlebnis. Neben kuratierten Projektpräsentationen erwartet die Besucher:innen ein dialogorientiertes Bühnenprogramm mit Impulsvorträgen, Best Practices und fachlichem Austausch auf Augenhöhe. Hersteller zeigen konkrete Anwendungen und Lösungen direkt am Objekt – Architektur wird so greifbar und erlebbar.
Ein besonderer Fokus liegt auf regionalen Projekten sowie dem persönlichen Austausch zwischen Planung, Industrie und Ausführung. Vor Ort prämieren die Besucher:innen zudem die besten Projekte und Herstellerreferenzen.
Frankfurt
Kap Europa, Kongresshaus der Messe Frankfurt, Osloer Str. 5, 60327 Frankfurt am Main
Städte sind nie fertig gebaut, sie sind … in Arbeit. Ganz besonders trifft dieser Satz auch auf Linz zu. Nicht nur, dass sich die Landeshauptstadt im stetigen Wandel befindet, sie gilt auch seit jeher als eine Stadt der Arbeit. Arbeit und Stadt waren lange Zeit eng miteinander verbunden. Heute steht beides vor großen Herausforderungen.
Das Studio Städtebau der Kunstuniversität Linz richtet den Blick auf das Viertel rund um den Bulgariplatz. Unter dem fiktiven Namen „Linz Central“ wird damit ein lokales Fallbeispiel für die kontinuierliche Transformation der Stadt verhandelt. Die „arbeitende“ Ausstellung im afo macht Werkzeuge aus Stadtplanung und Architektur direkt erlebbar. Durch Aktivitäten von Studierenden vor Ort entsteht ein Dialog mit der Stadtöffentlichkeit, der neue Perspektiven eröffnet und Zusammenhänge sichtbar macht.
Kuratiert von Therese Eberl, Stefan Groh, Paige Michutka, Jakob Pesendorfer und Markus Vogl, Studio Städtebau, Institut für Architektur, Kunstuniversität Linz
Text: afo architekturforum oberösterreich
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Ausstellung „Linz ... in Arbeit“
afo architekturforum oberösterreich, Herbert-Bayer-Platz 1, 4020 Linz
Der Peter-Joseph-Lenné-Preis des Landes Berlin ist der weltweit größte Ideenwettbewerb für den Nachwuchs der Garten- und Landschaftsarchitektur, Freiraumplanung und Stadtentwicklung, der in den genannten Fachgebieten ausgebildet wird oder bereits beruflich tätig ist.
In diesem Jahr stehen drei spannende Aufgaben im Mittelpunkt: die Weiterentwicklung eines bedeutenden Freiraumprojekts in Berlin, die Gestaltung eines naturnahen Flussraums in Freiburg im Breisgau und die Transformation eines ehemaligen Güterbahnhofs in Prag. Gesucht werden Konzepte, die ökologische, soziale und gestalterische Aspekte verbinden und neue Perspektiven für urbane und ländliche Freiräume eröffnen.
Aufgabe A: Berlin – Tilla-Durieux-Park – Freiraum im Klimawandel
Der Peter-Joseph-Lenné-Preis wird je Aufgabe mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro prämiert. Weitere besonders gute Entwürfe werden mit einer Peter-Joseph-Lenné-Anerkennung gewürdigt. Hierfür kann das Preisgericht in den drei Kategorien Prämien in Höhe von insgesamt bis zu 10.000 Euro vergeben. Für Arbeiten, die besonders qualitätsvolle Beiträge zur Pflanzenverwendung aufweisen, wird die Karl-Foerster-Anerkennung durch die Karl-Foerster-Stiftung mit insgesamt 1.500 Euro vergeben.
Text: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (gekürzt)
2025 bearbeitete der erste Teil der Ausstellung ›Sorgende Stadt‹ die Frage, wie der große Leerstand im Einkaufszentrum ›Marktplatz Center‹ am Alice-Salomon-Platz als ein kommunal organisiertes Bildungs- und Sorgezentrum umgenutzt werden könnte. Die Ausstellung gab Anstöße für ein Umdenken, weg von klimaschädlichen oder profitorientierten Raumnutzungen, hin zu einer gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung.
Nun schaut der zweite Teil der Ausstellung auf das Engagement von acht Arbeiter_innen- und Anwohner_inneninitiativen in Marseille und Berlin, die sich intensiv um ihre Stadt kümmern. Die Initiativen setzen sich für ein Umdenken zugunsten einer gerechten Stadt ein, welches durch Druck von der Straße als auch durch Selbstermächtigung und Aneignung erfolgen soll. Ihr Engagement ist konstruktiv und kooperativ angelegt. Dazu gehört ihre Zusammenarbeit mit Betriebsräten, Hochschulen, Künstler_innen, Politiker_innen, Rechtsberater_innen und Verwaltungsvertreter_innen.
Mit Beiträgen über ›L‘Après M‹ (Marseille) von Salma Alaabed, Jérôme Mard & Laura Wagner, Benoît Guillaume & Julien Brygo; ›Lieferando Workers Collective‹ und ›Migrant Worker & Student Canteen‹ (Berlin); Anwohner_initiativen ›Bowlingbahn fr5 muss bleiben!‹, ›Bürgerbeirat Zukunft Tal-Center‹, ›Helene-Weigel-Platz‹, ›Marzahn-Ost‹, ›Schulneubau Auerbacher Ring‹ (Berlin) mit ASH-Seminar ›Soziale Arbeit als urbane Praxis‹ und ASH-Medienwerkstatt. Kuratiert von Eva Hertzsch, Adam Page & Andrea Plöger.
Text: Alice Salomon Hochschule Berlin
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Ausstellung „Sorgende Stadt. Teil 2“
nGbK-Pavillon „Klassenzimmer der Zukunft“, Alice-Salomon-Platz 5, 12627 Berlin
In den kommenden Jahrzehnten rechnet die Stadt Zürich mit einem Bevölkerungswachstum von rund 25 Prozent – das entspricht etwa 100 000 zusätzlichen Einwohner:innen. Neben der Bereitstellung von Wohnraum betrifft diese Entwicklung auch gemeinschaftliche Dienstleistungen, öffentliche Einrichtungen, Mobilität und Erholungsflächen. Gleichzeitig verändern sich Wohnformen und Mobilitätspraktiken, der Klimawandel erfordert neue planerische Antworten, und Grünräume gewinnen weiter an Bedeutung. Stadtentwicklung muss unter diesen Bedingungen zunehmend ganzheitlich gedacht werden.
Wie lässt sich Zürich weiter verdichten, ohne an städtischer Qualität zu verlieren? Und wie können jene öffentlichen Angebote, die die Stadt prägen und lebenswert machen, langfristig gesichert werden?
«Dialoge zur Verdichtung / Dialogues on Densification» untersucht Szenarien, die sich diesen Fragen widmen. Die Ausstellung blickt auf die historische Entwicklung der Stadt und zeigt, wie sich Zürich auf Grundlage robuster städtebaulicher Regelwerke und Codes entwickeln konnte. Zugleich fragt sie, inwiefern diese bestehenden Instrumente heute einer Neubewertung bedürfen, und sucht nach gestalterischen Ansätzen, mit denen Verdichtungsprozesse qualitativ gesteuert werden können.
Thematisch gegliedert behandelt die Ausstellung die Bereiche Wohnen, öffentlicher Raum und Mobilität, öffentliche Bauten, Gewerbe- und Arbeitsnutzungen sowie das bauliche Erbe. Film, grossmassstäbliche physische Modelle, Archivmaterialien, Zeichnungen, Fotografien und digitale Rundgänge vermitteln unterschiedliche Perspektiven auf ein dichteres und zugleich nachhaltiges Zürich.
Text: ZAZ Bellerive - Zentrum Architektur Zürich
Ausstellungseröffnung, 19 Uhr
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Ausstellung
Ort: Zentrum Architektur Zürich, Höschgasse 3, 8008 Zürich, Schweiz