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http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen_Wettbewerb_fuer_Nam-June-Paik-Museum_entschieden_14511.html

02.09.2003

Berlinerin baut in Südkorea

Wettbewerb für Nam-June-Paik-Museum entschieden


Die Wettbewerbsjury für das neue Nam-June-Paik-Museum in Südkorea tagte vom 25. bis 29. August 2003. Der einstufige Ideenwettbewerb war international ausgeschrieben worden. Aus den 439 Einsendungen wurden nun sechs Preisträger ermittelt:

  • 1. Preis (20.000 US-Dollar): Kirsten Schemel (Berlin)

  • 2. Preis (12.000 US-Dollar): Kyu Sung Woo (Cambridge/USA)

  • 3. Preis (8.000 US-Dollar): Noriaki Okabe (Tokio)
Lobende Erwähnungen (je 2.000 US-Dollar) gingen an:
  • Schneider+Sendelbach Architekten (Braunschweig)

  • Diego Suarez (UK) und

  • Hannelore Deubzer (Deutschland)
Das nach dem berühmten koreanischen Videokünstler benannte Museum soll neben dem Kyonggi-Museum in Yong-In gebaut werden und neben Räumen für Dauer- und Wechselausstellungen auch eine Bibliothek, Archive und einen Freiluftbereich umfassen. Die Provinz Kyonggi hat 58 Werke des Künstlers gekauft. Dazu gehören „Three elements“ und „TV Fish“ ebenso wie „TV Clock“ und „Elephant Cart“. In dem Museum wird eine Replik des „Broom Studios“ von Paik in New York mit seinen Werkzeugen und Materialien aufgebaut.
Paik hatte nach seinem Studium der Musik in Japan in Deutschland Philosophie studiert. Seit 1963 arbeitet der Fluxus-Künstler mit Video. Paik hat für das Museum eine Plakette gestaltet und bat darum, einen über dreihundert Quadratmeter großen Bereich für ein zukünftiges Kunstwerk freizuhalten.
Die Berliner Architektin Kirsten Schemel beschreibt ihren siegreichen Entwurf so: „Weil der faszinierendste Aspekt an Paiks Arbeit der immerwährende Fortschritt und eine fortwährende evolutionäre Erfindung ist, soll diese latente Offenheit und ständiger Wandel auch die Basis der Entwurfsidee bilden. Wir wollen keinen Raum bauen, sondern im Raum bauen. Wir sehen das Museum nicht als Objekt, sondern als Instrument, das Kuratoren, Besucher und Künstler kreativ nutzen können. Das Gebäude sollte deshalb möglichst offen und fließend sein. Das Gebäude soll selbst wie eine Landschaft und damit Teil des umgebenden Parks wirken. Das Museum basiert auf einem Raster. Die erste Ebene ist der Betonboden, der sich der Topographie anpasst und eine freie Erschließung erlaubt. Eine zweite Ebene ist das flache gerasterte Stahldach. Das Museum entsteht zwische diesen beiden Ebenen. Jegliche Farbigkeit soll alleine von den Kunstwerken ausgehen."


Zum Thema:

www.njpmuseum.org
www.k-s-architekten.de


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