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05.05.1998
Riesige Holzmuscheln
Renzo Pianos Kulturzentrum in Neukaledonien eröffnet
Das Centre Culturel Tjibaou (C.C.T.) im Neukaledonischen Nouméa ist nach knapp zweijähriger Bauzeit am 4. Mai 1998 mit einer feierlichen Zeremonie eröffnet worden. In dem von Renzo Piano entworfenen Kulturzentrum sind auf fast 7.000 Quadratmetern Räume für eine Dauerausstellung, multifunktionale Räume für Performances und eine Multimedia-Bibliothek untergebracht. Renzo Piano, Gewinner des diesjährigen Pritzker-Preises, war 1991 siegreich aus einen internationalen Wettbewerb hervorgegangen.
Das Zentrum soll sowohl ein Ort zur Pflege der kanakischen Identität der Ureinwohner als auch kultureller Treffpunkt sein. Es liegt in einem acht Hektar großen tropischen Garten am Meer und besteht aus drei „Dörfern“. Seine Bauten sind durch einen Landschaftspfad verbunden, der den Besucher durch die Mythen der Einheimischen führt. Pianos Vorbild für die zehn muschelförmigen, bis zu 28 Meter hohen Holzkonstruktionen sind die traditionellen Kanaken-Behausungen.
Sowohl die Baukosten für das C.C.T. in Höhe von rund 320 Millionen Francs als auch die künftigen Betriebskosten werden von Frankreich finanziert, das Neukaledonien 1853 besetzt hatte und noch immer als Département verwaltet. Die kanakische Bevölkerung Neukaledoniens wertet das Projekt als wichtiges Zeichen der Versöhnung mit Frankreich.
Die Eröffnung für Besucher findet am 16. Juni 1998 statt.






