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16.03.2012

Skulpturale Großform

Anderhalten gewinnen Wettbewerb in Kassel


Gartenschuppen statt White Cube – Kein minimalistischer Ausstellungsraum, sondern der Neubau eines Gartenbetriebshof war Entwurfsgegenstand des nichtoffenen Realisierungswettbewerbs für einen Neubau in Kassels Museumlandschaft.  Anderhalten Architekten (Berlin) konnten sich in der Documenta-Stadt gegen insgesamt 23 Konkurrenten durchsetzen:

  • 1. Preis (15.000 Euro): Anderhalten Architekten, Berlin
  • 2. Preis 
(10.000 Euro): Atelier 30 Architekten GmbH, 

Kassel
  • Anerkennung
 (2.500 Euro): atelier st - Gesellschaft von Architekten mbH, 

Leipzig
  • Anerkennung (2.500 Euro): Tore Pape - POOL 2 Architekten

, Kassel

Der Siegerentwurf habe auf plausible Weise die komplexen Funktionsabläufe des neuen Gartenbetriebshofs in eine„ skulpturale Großform“ übersetzt, so die Jury. Die bisherige Unterbringung der Großgeräte zur Pflege des Bergparks Wilhelmshöhe– im Marstall auf dem Schloss-Plateau–, konnte den Ansprüchen eines modernen Gartenbetriebs nicht mehr gerecht werden.
Derzeit wird für das Gartendenkmal mit den Wasserkünsten ein Welterbe-Antrag vorbereitet. Bei Bewilligung läge der Neubau in der sogenannten „Pufferzone“. Der Entwurf  musste daher erhöhten Anforderungen im Hinblick auf die Gestaltung und Einbindung in ihr Umfeld gerecht werden.
Die Ästhetik des Baukörpers und seiner Verträglichkeit für das landschaftliche Ensemble, sowie seine Funktionalität waren die Hauptgesichtspunkte bei der Bewertung der eingereichten Arbeiten. Alle Kriterien seien von dem prämierten Entwurf hervorragend erfüllt worden, so der Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel Bernd Küster.  Denkmalpflege-Experten lobten besonders den sensiblen Umgang mit der anspruchsvollen landschaftlichen und topographischen Situation.

Der Leitgedanke des Entwurfs ist die natürliche Einbindung des Neubaus in die Topographie des Bergparks. Während der südliche Gebäudeabschnitt in den Hangverlauf eintaucht, bildet der nördliche Bereich einen „markanten Kopf“ hin zur Ochsenallee, erklärt das Preisgericht über das aus vorfabrizierten Holzrahmen zu errichtende Gebäude. Sämtliche erdberührende Bauteile sollen aus Ortbeton gegossen, die Vorhangfassade mit strukturierten Stahlbetonfertigteilen verkleidet werden. Die gesamte Dachfläche soll als Fortsetzung der angrenzenden Parkfläche begrünt werden.

Die entgültige Entscheidung für den auszuführenden Entwurf unter den Preisträgern fällt erst nach dem anstehenden Verhandlungsverfahren. Der Baubeginn für das 4,9 Millionen Euro teure Vorhaben wird für Herbst 2013 angestrebt, mit der Fertigstellung wird zum Frühjahr/Sommer 2015 gerechnet.

Die Wettbewerbsergebnisse sind vom 17. März bis zum 1. April 2012 im Museum Schloss Wilhelmshöhe zu sehen.


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Zu den Architektenprofilen:

Anderhalten Architekten
atelier st


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