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Architektur studieren

Wo kann man in Deutschland Architektur studieren?

Architektur ist nicht nur in der Praxis ein facettenreiches Berufsfeld. Bereits das Studium gibt durch seine generalistische Struktur Einblicke in viele verschiedene Fachgebiete. Das Fach wird in Deutschland an Universitäten und Fachhochschulen flächendeckend gelehrt. Architektur studieren ist in jedem Bundesland möglich. In Großstädten wie München, Berlin, Hamburg oder Köln ebenso wie in kleineren Städten wie Münster, Weimar, Bremen und Würzburg wird eine gute Ausbildung der Architektur angeboten.

Was unterscheidet ein Architekturstudium an der Fachhochschule von dem an einer Hochschule oder Universität?

Die Lehrinhalte der Studienstrukturen variieren. Doch so pauschal wie in anderen Studiengängen lässt sich der Unterschied zwischen Architektur studieren an einer Hochschule, die als theoretisch bezeichnet wird, und Architektur studieren an einer Fachhochschule, welcher man praxisorientiertes Lehren nachsagt, nicht festlegen. Die Struktur des Lehrpersonals machen hier den größten Unterschied aus. So ist es an einer Hochschule oder Universität üblich, dass Professor*innen die Aufgabe stellen und wissenschaftliche Hilfskräfte die Studierenden während des Semesters begleiten. An einer Fachhochschule hingegen werden die Arbeiten durchgehend von den Professor*Innen in Form von regelmäßigen Korrekturtreffen betreut. Der essenzielle Unterschied im Architekturstudium findet sich auf inhaltlicher Ebene: Einige Hochschulen, wie beispielsweise die RWTH Aachen, legen ihren Fokus auf die technische Komponente, während an anderen Hochschulen, wie beispielsweise der Universität der Künste in Berlin, der gestalterische Ansatz intensiviert wird. Während des Architekturstudiums lernt man neben den gestalterischen Grundlagen und der projektbezogenen Ausführung auch weitere Kenntnisse, die den Berufsalltag von Architekten ausmachen. Den Studierenden wird durch differenzierte Lernmethoden Basiswissen in gestalterischen, technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Fächern vermittelt.

Wer darf sich Architekt*in nennen?

Nach 6 Semestern Regelstudienzeit wird das Grundstudium variierend je nach Schwerpunkt der Hochschule mit dem Bachelor of Arts, -Science oder -Engineering abgeschlossen. Damit man jedoch selbstständig als Architekt agieren kann, ist das Absolvieren des 4-semestrigen Masters notwendig. Auch hier divergiert die Bezeichnung je nach Schwerpunkt der Hochschule zwischen Master of Arts, -Science und -Engineering. Hochschulen wie beispielsweise die HS Bochum bieten den berufsfähigen Abschluss sogar nach 8 Semestern Regelstudienzeit an. Wer das Architekturstudium erfolgreich abgeschlossen hat, muss Mitglied einer Architektenkammer in einem deutschen Bundesland sein, um sich „Architekt/in“ nennen zu dürfen. Hierfür sind neben dem Fachstudium weitere Vorraussetzungen zu erfüllen: Man muss nach abgeschlossenem Studium eine praktische Tätigkeit von mindestens 2 Jahren vorweisen, in der alle relevanten Arbeitsfelder abgedeckt werden, sowie eine gewisse Anzahl an berufsfördernden Fort- und Weiterbildungen besucht haben. Je nach Bundesland können die Voraussetzungen für den Eintritt in die Architektenkammer unterschiedlich ausfallen.

Welche zusätzlichen Ausbildungen gibt es für Architekten?

Schon während des Architekturstudiums gibt es die Möglichkeit, sich durch Wahlfächer weiterzubilden. Unabhängig von der Hochschule bieten viele externe Institute neben dem Studium Fort- und Weiterbildungen zum Beispiel zu Brandschutz, Schall- und Wärmeschutz, Baurecht und Technologie an. Und auch als fertiger Architekt ist der Besuch verschiedener Fort- und Weiterbildungen durch eine von der jeweiligen Architektenkammer festgelegte Mindestanzahl an Weiterbildungen fest in das Berufsleben integriert.

Berufsbild eines Architekten

Was macht ein*e Architekt*in?

Der Architekt oder die Architektin beschäftigt sich im Arbeitsalltag mit der Gestaltung und Planung verschiedener Bauprojekte. Meist im Hochbau tätig, realisiert er oder sie Wohn- und Bürogebäude, öffentliche Bauten wie Kindergärten, Schulen oder Rathäuser und viele andere Bauvorhaben. Neben dem Entwurf und der detaillierten Gebäudeplanung befasst er oder sie sich mit der wirtschaftlichen, rechtlichen und technischen Planung eines Bauprojekts. Im Beruf der Architekt*innen kommen Neubauten, aber auch Sanierungen, Umbauten und Renovierungen vor. Das Berufsbild des Architekten hat sich deutlich gewandelt. Im Unterschied zu früher werden meist nur noch Skizzen und Ideen per Handzeichnungen dargestellt. In der konkreten Entwurfs- und Planungsphase wird das Projekt zeichnerisch mithilfe von CAD-Programmen am Computer bearbeitet. Viele Architekten verbringen den Großteil ihres Berufsalltags planend vor dem PC. Regelmäßige Teambesprechungen, Ideenworkshops, gemeinsames Brainstorming und Termine mit Bauherren im Büro oder auf der Baustelle gehören ebenfalls zum Beruf eines Architekten.

Welche Möglichkeiten bietet der Beruf?

Ein abgeschlossenes Architekturstudium ermöglicht neben dem klassischen Beruf des Architekten weitere Optionen: Projektentwicklung, öffentlicher Dienst oder Bauleitung sind nur einige der möglichen Tätigkeitsfelder. Als Projektentwickler*in betreut man das Bauprojekt von der ersten Idee bis zum Verkauf der Immobilie. Auch die Arbeit im öffentlichen Dienst oder im Bauamt einer Kommune ist ein Berufsweg, den Architekten einschlagen können. Wer als Bauleiter arbeiten möchte, findet seinen Hauptarbeitsplatz direkt auf der Baustelle. Während Bauleiter die Bauphase und Koordinierung der einzelnen Gewerke vor Ort betreuen, kümmern sich Projektleiter während der Planungsphase um die Strukturierung innerhalb des Büros. Sie koordinieren die Zusammenarbeit der beteiligten Architekten und beauftragen die Fachplaner. Innerhalb des klassischen Berufs eines Architekten gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Spezialisierung. Bei Fort- und Weiterbildungen können sich Architekten zusätzliches Wissen in verschiedenen Themenbereichen aneignen. Das macht sie mit der bestandenen Prüfung in der Hand zu Brandschutz-Spezialisten, Bausachverständigen oder Gebäudegutachtern. Oft spezialisiert sich nicht nur ein einzelner Architekt, sondern ein gesamtes Architekturbüro auf ein Gebiet. Es gibt Architekturbüros, die sich auf denkmalgeschützte Gebäude oder auf städtebauliche Entwürfe spezialisiert haben. Manche Architekturbüros sind durch ihre rege Teilnahme an Wettbewerben bekannt.

Welche beruflichen Alternativen hat ein*e Architekt*in?

Nicht jeder, der ein abgeschlossenes Architekturstudium nachweisen kann, ist für den klassischen Beruf des Architekten gemacht. Für diejenigen, die sich gern mit dem Inhalt des Fachs Architektur auseinandersetzen, denen der Berufsalltag eines Architekten aber nicht zusagt, gibt es alternative Berufswege. Mit ihrem Fachwissen können Architekten auch in Redaktionen verschiedener Architekturmagazine oder Fachzeitschriften gehen. Zugleich findet sich das Berufsbild eines Architekten auf akademischer Ebene wieder. Architekten, die den akademischen Berufszweig wählen, können an Fachhochschulen und Universitäten lehren oder in die Forschung gehen. Viele Lehrende verbinden den traditionellen Architekturberuf mit einer Professur oder einem Lehrauftrag an einer Fakultät und beteiligen sich dadurch an der Ausbildung und Entwicklung der Studierenden. Das die Ausbildung zum Architekturberuf auch in ganz anderen Bereichen hilfreich ist, zeigt die Portraitreihe Baunetz-Grenzgänger, die jährlich als Baunetzwoche erscheint.

Praktikum in einem Architekturbüro

Warum ein Praktikum im Architekturbüro machen?

Wer Architektur studiert, lernt während des Studiums viel über das Gestalten und Konstruieren eines theoretischen Projekts. Auch technische, rechtliche und wirtschaftliche Abläufe des Architekturberufs werden den Studierenden näher gebracht. Doch um selbstständig als Architekt*in arbeiten zu können, ist es wichtig, schon während des Studiums praktische Erfahrungen durch verschiedene Praktika zu sammeln. Während eines Praktikums im Architekturbüro lernt man Tätigkeiten kennen, die den Architektenberuf ausmachen.

Was bietet ein Praktikum im Architekturbüro?

Der Architektenberuf ist vielseitiger als man denkt. Praktika in unterschiedlichen Bereichen bieten hier eine berufliche Orientierungshilfe. Neben der konventionellen Arbeit einer Architektin, gibt es Architekturbüros die sich auf Städtebau, Denkmalpflege oder Industriebau konzentrieren. Wer während eines Praktikums im Studium Erfahrung sammelt, kann das passende Aufgabenfeld finden. Positive Erlebnisse sind dabei genauso wichtig wie negative, um die eigenen Fähigkeiten besser einzuschätzen. Jede Art von Praktikum ist hilfreich für den späteren Berufsweg als Architekt oder Architektin. Auch im weiteren Studienverlauf kann das Gelernte gut eingebracht und angewendet werden. Nicht zuletzt wirkt sich ein Praktikum im Architekturbüro im Lebenslauf positiv aus. Potenzielle Arbeitgeber bekommen so einen Eindruck von den Erfahrungen des Bewerbers oder der Bewerberin über das Architekturstudium hinaus.

Wie lässt sich das passende Praktikum im Architekturbüro finden?

Das Praktikum in einem Architekturbüro sollte mit einiger Vorlaufzeit geplant werden, denn besonders in großen Büros sind oft frühzeitig alle Praktikanten-Stellen besetzt. Wer ein kleines Büro bevorzugt, hat bessere Chancen: Viele Büros suchen kurzfristig Praktikant*innen, wenn grade ein neues Projekt beginnt. Es ist ratsam, sich zunächst zu überlegen, in welchem praktischen Bereich man Erfahrungen sammeln möchte. Gibt es schon vertiefte Interessen aus dem Studium oder möchte man einen ganz neuen Bereich kennenlernen? Wer durch ein Praktikum in den Berufsalltag eines klassischen Architekten schnuppern möchte, ist in einem mittelständischen Unternehmen in der Nähe genauso gut untergebracht, wie in einem großen, international tätigen Büro. Praktikant*innen bekommen in kleineren Architekturbüros sogar oft einen besseren Überblick und dürfen selbstständiger arbeiten. Auch über den Ort und die Dauer sollte man sich vor Beginn des Praktikums Gedanken machen. Fremde Städte und besonders Großstädte bedeuten oft zusätzliche Kosten für Wohnung und Bahntickets. Dauer und Art des Praktikums entscheiden darüber, ob und wie viel Praktikumsvergütung gezahlt wird. Grundsätzlich gilt: Ein Pflichtpraktikum, also von der Hochschule vorgeschrieben, muss von den Unternehmen nicht vergütet werden. Freiwillige Praktika müssen nur dann vergütet werden, wenn die Dauer von drei Monaten überschritten wird. In diesem Fall ist der Arbeitgeber verpflichtet, auch rückwirkend, den gesetzlichen Mindestlohn zu zahlen. Da viele kleine und mittelständische Unternehmen sich das nicht leisten können, beschränkt sich die Praktikumsdauer oftmals auf drei Monate.

Arbeiten im Architekturbüro

Welche Arten von Architekturbüros gibt es?

Mit einem Studienabschluss in Architektur eröffnen sich viele Möglichkeiten für den Berufsweg. Besonders die Architekturbüros, die Hochbauplanung anbieten, weisen eine große Vielfalt auf. Es lassen sich sowohl strukturelle als auch inhaltliche Unterschiede erkennen. Es gibt Architekturbüros, die mit wenigen Mitarbeitern erfolgreich am Markt agieren. Es gibt aber auch viele große Architekturbüros, die mit mehreren Standorten international agieren. Auf inhaltlicher Ebene variieren die Schwerpunkte der Büros: Die Schwerpunkte reichen von Städtebau über Denkmalpflege, Innen- und Landschaftsarchitektur bis hin zu Nachhaltigkeit. Architekturbüros haben die Aufgabe, den Raum, in dem sich der Mensch bewegt, zu verändern und zu gestalten. Dabei gibt es divergente Ansätze der Arbeitsstrukturen, die sich in Form von Wettbewerbsorientierung, Rahmenverträgen mit öffentlichen Trägern sowie privaten und öffentlichen Aufträgen äußern. Ein abgeschlossenes Architekturstudium bedeutet allerdings nicht zwangsweise die Arbeit in einem Architekturbüro: Stellen in einer Bauverwaltung, in Bauunternehmen oder bei Wohnungsbaugesellschaften sind Alternativen zum klassischen Architektenberuf.

Welche Aufgaben fallen im Architekturbüro an?

Die Aufgaben in einem Architekturbüro sind vielfältig: Als Architekt übernimmt man gestalterische, planerische, wirtschaftliche und rechtliche Aufgaben, die das Bauprojekt betreffen. Entsprechend von 9 Leistungsphasen wird vertraglich festgelegt, welche Phasen des Bauvorhabens das Architekturbüro betreut. Aufgeteilt sind diese wie folgt: Grundlagenermittlung (Leistungsphase 1) und Vorplanung (Leistungsphase 2) behandeln alle zu klärenden Rahmenbedingung vor der Entwurfsplanung (Leistungsphase 3). Nachdem der Entwurf mit allen involvierten Parteien abgestimmt ist, beginnt die Genehmigungsphase (Leistungsphase 4), in welcher die Architekten alle nötigen Unterlagen beim zuständigen Bauamt einreichen. Die detaillierte Ausarbeitung des Projekts in der Ausführungsplanung (Leistungsphase 5) dient als Grundlage für die Vorbereitung der Vergabe (Leistungsphase 6). Auf die ermittelten nötigen Mengen an Baumaterial und Leistungen folgt die Mitwirkung bei der Vergabe (Leistungsphase 7). In dieser Phase überprüft der Architekt die Angebote der Fachplaner und berechnet die zu erwartenden Kosten. Anschließend übernimmt er oder sie die Projektüberwachung (Leistungsphase 8) in der Bauphase des Objekts. Die Phase der Objektbetreuung und Dokumentation (Leistungsphase 9) greift nach Fertigstellung des Gebäudes.

Wie läuft eine Bewerbung bei einem Architekturbüro ab?

Die vielen verschiedenen Büros mit unterschiedlichen Schwerpunkten stellen besonders Absolventen vor schwierige Entscheidungen bei der Wahl des passenden Architekturbüros. Wer sich in einem Architekturbüro bewirbt, sollte sich mit den Themenschwerpunkten und der Struktur des Büros befasst haben und identifizieren können. Die Bewerbung erfolgt dann mit Anschreiben, Lebenslaufs und, ganz wichtig mit dem Portfolio: Darin enthalten ist eine Auswahl von Projekten, die der oder die Bewerberin während des Studiums, des Praktikums oder in einem anderen Büro bearbeitet hat. Das Portfolio zeigt in Plänen und Visualisierungen gestalterische und technische Ansätze. Im Bewerbungsgespräch gibt es in der Regel die Möglichkeit, einzelne Projekte näher zu erläutern, Fragen zu stellen und einen persönlichen Eindruck zu hinterlassen.

Gehalt eines Architekten

Wie hoch ist das Gehalt nach dem Architekturstudium?

Mit einem abgeschlossenen Studium beginnt das Berufsleben der Architekt*in. Während der Vorbereitung auf die Bewerbung und der Suche nach einem passenden Büro stellt sich die Gehaltsfrage. Spätestens beim Bewerbungsgespräch erwarten potenzielle Arbeitgeber eine Gehaltsvorstellung. Doch wie viel verdienen Absolventen in der Architekturbranche eigentlich? Berufsanfänger in der Architekturbranche gehören nicht zu den gut bezahlten Absolventen in Deutschland: Das Einstiegsgehalt eines ausgebildeten Architekten bewegt sich zwischen ca. 34.000 Euro und 50.000 Euro brutto jährlich. Das tatsächliche Gehalt ist jedoch abhängig von vielen verschiedenen Faktoren. So nimmt die bereits gesammelte Berufserfahrung in Form von studentischen Nebenjobs, Praktika und Auslandsaufenthalten Einfluss auf die Bezahlung.

Wie wirkt sich der Standort auf das Gehalt von Architekt*innen aus?

Aber auch der Arbeitsort wirkt sich auf das Gehalt eines Architekten aus: In den alten Bundesländern liegt das Bruttoeinkommen für Architekten und Architektinnen durchschnittlich höher als in den neuen Bundesländern Deutschlands. In einem konkreten Gehaltsvergleich verdient man in Stuttgart, München und Frankfurt am Main mit einem durchschnittlichen Monatsgehalt von 3800 bis 3900 Euro am meisten als Architekt mit Berufserfahrung. In Köln, Hamburg und Düsseldorf verdient man durchschnittlich 3400 bis 3600 Euro monatlich. In Städten wie Berlin, Leipzig und Dresden liegt das Gehalt durchschnittlich zwischen 2700 bis 3000 Euro pro Monat.

Gibt es eine Tarifpflicht für Architekt*innen?

Für angestellte Architekten und Architektinnen gibt es in Deutschland nur eine verbindliche Tarifpflicht, wenn das Architekturbüro Mitglied eines Arbeitgeberverbandes ist. Da das auf sehr wenige Büros zutrifft, kann der Arbeitgeber das Einkommen meist von der zu erwartenden und tatsächlichen Arbeitsleistung des Arbeitnehmers abhängig machen. Unterstützend dazu veröffentlicht der Arbeitgeberverband deutscher Architekten jährlich eine unverbindliche Gehaltstarifempfehlung zur Orientierung. Genaue Informationen zum Gehalt und Einstiegsgehalt von Architekten findet man beispielsweise auf den Plattformen www.gehalt.de oder www.gehaltsvergleich.com.

Welchen Mehrverdienst hat ein*e Projektleiter*in?

Hat ein Architekt oder eine Architektin bereits Berufserfahrung gesammelt, kann er oder sie als Projektleiter*in in einem Architekturbüro arbeiten. Projektleiter sind erste Ansprechpartner für alle mitarbeitenden Architekten sowie die beteiligten Fachplaner. Sie koordinieren das Bauprojekt während der einzelnen Leistungsphasen. Da ein Projektleiter viel Verantwortung trägt, wird er oder sie dementsprechend vergütet. Ebenfalls abhängig von der Region lässt sich pauschal ein Mehrverdienst von mindestens 10% gegenüber anderen Architekten vernehmen.

Wie unterscheidet sich die Bezahlung von selbständigen und angestellten Architekt*innen?

Auffällig in der Architekturbranche ist die hohe Anzahl an Freiberuflern. Etwa die Hälfte aller Architekt*innen in Deutschland sind selbstständig. Grund dafür ist die schwankende Auftragslage in der Bauwirtschaft. Besonders für kleine Architekturbüros sind festangestellte Mitarbeiter*innen mit hohen Risiken verbunden. Selbstständige Architekten führen oft eigene, meist klein dimensionierte Architekturbüros oder werden von größeren Architekturbüros projektbezogen engagiert. Beide Möglichkeiten – ob selbstständig oder angestellt – haben ihre Vor- und Nachteile. Angestellte Architekten haben durch das festgelegte Gehalt eine finanzielle Absicherung, auch wenn weniger Arbeit zu erledigen ist. Zudem haben sie vertraglich geregelte Urlaubstage und werden auch im Krankheitsfall von ihrem Arbeitgeber bezahlt. Genauso festgelegt sind allerdings auch die Arbeitszeit und die zu bearbeitenden Projekte, die oftmals vom Arbeitgeber bestimmt werden. Selbstständige Architekten können und müssen sich selbst um die Bauprojekte bemühen. Da nicht immer gleich viele Aufträge zu realisieren sind, ist mit monatlichen Gehaltsschwankungen zu rechnen. Dafür arbeiten selbstständige Architekten ortsunabhängig und können sich ihre Arbeitszeit frei einteilen, solange sie sich an die abgesprochenen Fristen mit dem Auftraggeber halten.