Schneller als die Polizei erlaubt
Müller Reimann gewinnen Wettbewerb für Innenministerium in Berlin
Die „Berliner Zeitung“ wusste es heute als erste und als einzige: Der Architektenwettbewerb für das Bundesinnenministerium ist entschieden. Gewinner sind Müller Reimann Architekten aus Berlin, die am 31. Oktober 2007 ihr Projekt dem Bauherrn präsentierten. Das Büro hatte bereits den Erweiterungsbau des Auswärtigen Amts gebaut.
Das neue Gebäude wird auf dem 31.000 Quadratmeter großen bundeseigenen Grundstück auf dem Moabiter Werder gegenüber dem Bundeskanzleramt entstehen und zukünftig allen Mitarbeitern des Innenministeriums Platz bieten. Diese sind bisher auf drei Standorte in Berlin verteilt, für die monatlich rund eine halbe Million Euro Mietkosten anfallen.
Der Entwurf von Müller Reimannn sieht einen abgetreppten Baukörper vor, der zwischen vier und sechs Geschosse hoch und mit Naturstein verkleidet werden soll. Das oberste Geschoss ist dem Minister und seinem engsten Stab vorbehalten. Es schließt zwei Innenhöfe ein, von denen einer für Veranstaltungen genutzt werden kann und zu diesem Zweck eine Überdachung erhält. Um den erhöhten Sicherheitsanforderungen zu entsprechen, wird das Gebäude von der Straße leicht zurückgesetzt.
Die geschätzten Kosten für den Neubau belaufen sich auf rund 175 Millionen Euro, eine ursprünglich vorgesehene Tiefgarage hat sich der Minister gespart.
Weder bei den Architekten, noch beim Bauherrn waren Abbildungen des Entwurfs zu bekommen. Die Entwurfszeichnungen der Preisträger im Wettbewerb für das neue Innenministerium sowie die Entwürfe der weiteren Wettbewerbsteilnehmer werden vielmehr erstmals am 19. November 2007 im Kronprinzenpalais Unter den Linden in Berlin der Presse vorgestellt. Die Ausstellung wird um 20 Uhr eröffnet.
Weniger schön das Berlin an prominenter Stelle wahrscheinlich wieder mal nichts wagt...
Die Durchführung der 2. Phase des Wettbewerbs war von der Zustimmung des Hauhaltsausschusses des Deutschen Bundestages abhängig, der weitere Abklärungen zur Wirtschaftlichkeit des Bauvorhabens und zu möglichen alternativen Standorten erbeten hatte. Nach umfangreichen Abklärungen wurde am 9. Mai 2007 die Durchführung der 2. Phase des Wettbewerbes freigegeben. Die Realisierung des Neubaus steht allerdings weiterhin unter dem Vorbehalt der haushaltsrechtlichen Anerkennung.
wer war da nur wieder im preisgericht?
ich dachte die nach-stimmann ära hätte begonnen?
warum traut sich denn nur keiner?