Noch einer für den Scheich
Foster gewinnt Wettbewerb für Nationalmuseum in Abu Dhabi
Foster und Partners sind die Gewinner des internationalen Ideenwettbewerbs für das Sheikh Zayed National Museum auf der Insel Saadiyat in Abu Dhabi. Damit reihen sie sich in die Riege bekannter Architekten ein, nach deren Entwürfen hier eines der weltweit größten zusammenhängenden Kulturgebiete entstehen soll.
Nach einem siebenmonatigen, anonymen Wettbewerbsverfahren waren vier Teams eingeladen worden, in einer zweiten Wettbewerbsphase ihre Konzepte weiterzuentwickeln. Das Konzept, mit dem Foster und Partner gewannen, sieht neben dem Museum ein Ausbildungszentrum, ein Theater, Geschäfte, ein Café und einen Dienstleistungsbereich vor.
Bei der Präsentation seines Konzepts sagte Lord Norman Foster: „Das Projekt ist mehr als ein Museum, es ist ein nationales Monument für Werte, die Kontemplation und Wissensaufnahme fördern werden."
Die Baukosten für den Saadiyat Island Cultural District, in dem neben dem Nationalmuseum von Foster das Guggenheim Abu Dhabi-Museum von Frank Gehry, der Louvre Abu Dhabi von Jean Nouvel, ein maritimes Museum von Tadao Ando und ein Performing Arts Center von Zaha Hadid stehen sollen (siehe BauNetz-Meldung vom 1. Februar 2007 und BauNetz-Meldung vom 25. April 2007), werden momentan auf 27 Milliarden Dollar geschätzt.
Von Foster ist die dunkelblaue Stelle im Meer im Mittelvordergrund: Architektur auf Tauchstation - gefeit gegen Tsunamis und Hurricanes...!
gehry und hadid sind ja nicht zu verfehlen, das independence-day ufo kommt meines wissens von nouvel. bei ando bin ich mir nicht sicher, aber der lord scheint sich, ganz englisches understatement (sic!), anscheinend in die zweite reihe verzogen zu haben... kann mir mal jemand sagen was jetzt von foster ist ??
Was noch dramatischer ist: die Architekten versuchen, hoffentlich wenigestens bewusst, mit der Schöpfung zu konkurrieren und vernachlässigen eine elementare architektonische Tugend: größere Zusammenhänge zu berücksichtigen. Stattdessen feiert sich ihr eigener genialer Kosmos und sieht dabei, in diesem Fall, leider eher bemitleidenswert aus.