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20.05.1998

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Architektonisches Erbe für die Zukunft

Expo Lissabon wird eröffnet


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Am 21. Mai 1998 findet in Lissabon die offizielle Eröffnungszeremonie der Expo 98 statt. Einen Tag später ist die Weltausstellung mit dem Thema „Die Ozeane - ein Erbe für die Zukunft“ dann auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Bis zum 30. September 1998 stellen sich über 145 Staaten und internationale Organisationen auf 61 Hektar Ausstellungsfläche zur Schau. Fünf große Themenpavillons (Ozeanarium, Meereswissenschaft, Portugal, Utopie und Zukunft) und zwei Hallenkomplexe mit den Ständen der Teilnehmerstaaten sollen 15 Millionen Besucher anlocken. Ein Großteil der Bauten soll nach der Ausstellung vor Ort weitergenutzt werden, andere sind so gebaut, daß sie später demontiert und verkauft werden können.
• Der Publikumsmagnet der Expo wird sicherlich das Ozeanarium des amerikanischen Architekten Peter Chermayeff sein (siehe Bild). Im größten Aquarium Europas wurden die Weltmeere in verkleinertem Maßstab nachgebaut; dem Besucher wird der Eindruck vermittelt, auf dem Meeresgrund zu stehen.
• Im Pavillon der Meereskunde (Architekt: Carrilho da Graça) zeigt eine Ausstellung, wie der Mensch die Meere erkundet und nutzbar gemacht hat.
• Im Pavillon Portugals (Architekt: Alvaro Siza Vieira, Innenarchitektur: Edouardo Souto de Moura) wird das Gastgeberland als Nation der Seefahrer präsentiert und das Verhältnis Mensch - Meer dargestellt. Außerdem ist dieser Pavillon Zentrum der offiziellen Festivitäten der Expo.
• Im Pavillon der Utopie (Architekten: Regino Cruz und SOM Skidmore Owings & Merrill) werden die Mythen und Legenden, die das Meer umranken, multimedial vorgeführt; das Auditorium faßt je nach Nutzung zwischen 10.000 und 16.000 Zuschauer.
• Im Pavillon der Zukunft (Architekten: Paula Santos, Rui Ramos und Miguel Guedes) wird der Besucher auf eine Reise in die Tiefen des Meeres geschickt: in eine unbekannte Welt, die existentiell wichtig für das Gleichgewicht des Planeten ist.
Parallel zur Weltausstellung findet die „Expo Urbe“ statt: Bis zum Jahr 2009 wird ein fünf Kilometer langes Gebiet im Osten Lissabons entlang des Tejo mit einer Fläche von 340 Hektar städtebaulich umgestaltet. Das neue Zentrum wird an den Fluß und die Stadt angebunden. Hier entstehen 1.173.000 Quadratmeter Wohnungsbau, 450.000 Quadratmeter Büroflächen, 153.000 Quadratmeter Flächen für Handel und Gewerbe sowie 47.000 Quadratmeter Infrastruktureinrichtungen.
Offiziell nicht zur Expo gehört die neue, knapp 18 Kilometer lange Brücke „Vasco da Gama“ über den Tejo und der Bahnhof „Estaçao do Oriente“, letzterer von Santiago Calatrava. Diese Verkehrsbauten waren wohl nötig, damit der erwartete Besucherstrom von Lissabon verkraftet werden kann.

Die Redaktion der Schweizer Zeitschrift Hochparterre hat vom 22. bis zum 26. Mai 1998 zwei Redakteure vor Ort, die über die Expo umfassend berichten. Ihre Reportagen liegen hinter dem Button "Expo TV", der auf der Hochparterre-Homepage geschaltet ist.


 
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