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27.03.2014

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Wellplattenromantik

Wohnhaus in Lausanne


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Das offensichtlich-unoffensichtliche zuerst: Die Wellplattenfassade aus Eternit, die dieses Apartmenthaus am Rande von Lausanne ziert, frönt keiner Retroästhetik, sondern verweist auf die intensive landwirtschaftliche Nutzung der Region. Es ist schlicht das gleiche billige Material, das zahllose Schuppen in der Umgebung von Lausanne kleidet. Das Büro Local Architecture (Lausanne) hat das Wohnhaus entworfen, von dessen Südseite aus sich ein einzigartiger Blick auf den Genfer See eröffnet.

Die Grundform des massiven Baukörpers wird durch das dreieckige, steil abfallende Grundstück bestimmt. Nach Norden hin verschließt sich die Fassade, nur die langgezogene Treppe sorgt für etwas Abwechslung. Nach Süden ergibt sich dagegen ein differenziertes Bild mit Fensterbändern, Terrassen und Loggien. Und nach Westen, Richtung Innenstadt, präsentiert sich das Haus als schmale, abstrakt-skulpturale Stele.

Dank der tragenden Außenwände verfügen alle drei Wohnungen über individuelle Grundrisse, die das Verhältnis und die Position von geschlossenen und offenen Räumen jeweils etwas anders bestimmen. Im Kontrast zum utilitaristischen Äußeren sind die Materialien im Inneren allerdings weitaus hochwertiger gewählt. Feiner Sichtbeton verleiht der Architektur Klarheit, während verschiedene Holzsorten für Fußböden, Fenster und Einbauten für warme Kontraste sorgen. (sb)


Kommentare

5

Gerhard M. | 02.04.2014 16:23 Uhr

geht maximal als schlechte Provokation durch

Was ist denn das für ein billiger Formklotz.
Sowas würde ich nicht mal mehr als Architektur bezeichnen wollen. Da fehlt jede Gestaltung und Formen. Kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen von uns Architekten abwenden.

4

Manuel | 28.03.2014 16:24 Uhr

Aussage von Superhirn-Peter

Lieber Peter

Herzlichen Dank für deinen ersten Kommentar! Ich habe mich köstlich darüber amüsiert, bitte mehr davon...

übrigens Peter:
Asbest gibt es in der Schweiz im Eternit schon lange nicht mehr, wie es aber offensichtlich in deinem Drittweltland aussieht weiss ich nicht... :- )

Herzlicher Gruss aus der Schweiz nach D

3

Baunix | 28.03.2014 07:45 Uhr

schweizer Favela

von der Fassade her könnte man meinen man sei in den Slums von Lausanne, aber die gibts da natürlich nicht...Ich denke als Inspiarition für diese Fassade diente der Ausblick auf die Fabrik (Bild 6)...

2

Peterantwort | 27.03.2014 19:49 Uhr

Das stimmt so nicht

Peter, dein Kommentar stimmt so nicht. Ist im Aussenbereich sehr wohl zugelassen und Architekten machen sich schöne Sachen damit..

1

peter | 27.03.2014 16:11 Uhr

eternit

wusste gar nicht, dass asbest in der schweiz noch erlaubt ist. schöne optik, aber in D ist asbestfreies "natur"-eternit für die außenanwendung nicht zugelassen (und asbesthaltiges natürlich sowieso nicht mehr), immer nur die variante mit dieser hässlichen farbigen oder zumindest farbvertiefenden folienbeschichtung. klar, im privaten wohnhaus kann man so ziemlich alles bauen, wenn der bauherr zustimmt.

 
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