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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Wohnhaus_in_Aichtal_von_Endemann_Architekten_8073083.html

04.11.2022

Halb im Hang

Wohnhaus in Aichtal von Endemann Architekten


Die Kleinstadt Aichtal liegt im erweiterten Stuttgarter Einzugsgebiet rund 20 Kilometer südlich der Landeshauptstadt. Die Gegend, die zum Landkreis Esslingen gehört, ist schon erstaunlich ländlich geprägt, auch wenn viele der Einfamilienhäuser in den drei Ortsteilen Grötzingen, Aich und Neuenhaus erst in der Nachkriegszeit entstanden sind. Entsprechend gehört schon ein wenig Courage dazu, sich für einen Neubau im Ortskern zu entscheiden. Diesen Schritt ging ein junges Paar und beauftragte das Büro Endemann Architekten aus Stuttgart.

Bei dem schmalen, auf einen steilen Hang zulaufenden Grundstück erwies sich eine Positionierung des Volumens in rückwärtiger Lage als sinnvoll. Ebenerdig blieb so Platz für die Garagenzufahrt und einen kleinen Vorgarten, wie ihn auch viele Bauten der Umgebung aufweisen. Im Sockel finden sich außer der Garage weitere Nebenräume, während darüber drei Wohngeschosse folgen. Dabei fügt sich das Volumen mit zwei Stockwerken in den Hang ein. Auf der südwestlichen Seite ermöglicht dies einen direkten Ausgang aus dem Wohnzimmer auf die Sonnenterrasse. Dorthin führt auch ein Stufenweg außen am Haus entlang. Die Wohnfläche umfasst rund 150 Quadratmeter.

Betreten wird das Gebäude über den mit Faserzementplatten verkleideten Sockel. Eine mittig gesetzte, einläufige Treppenfolge führt an einem rechteckigen und einem quadratischen Zimmer vorbei in den offenen Wohnbereich im dritten Obergeschoss. Die Treppe ist hier als Raumelement inszeniert, das der Unterteilung von Küchen- und Esszone sowie Couchbereich dient. Zum privateren Garten öffnet sich dieses Geschoss mit viel Glas. Von dort geht es weiter ins Dachgeschoss mit Schlafzimmer, begehbarem Kleiderschrank und Bad. Wahrnehmbar werden hier die unterschiedlichen Dachneigungen, die dem Haus seinen charakteristischen Ausdruck geben.

Das Gebäude ist als Stahlbetonkonstruktion mit einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade aus Lärchenholzlamellen ausgeführt. Das Holz der Lamellen korrespondiert mit dem feinen Fischgrätparkett der Innenräume. Dort wurde der Beton laut Architekt*innen bewusst nicht in Sichtqualität ausgeführt, um den Oberflächen mehr Lebendigkeit zu geben. (sb)

Fotos: Oliver Rieger


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