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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Wettbewerb_in_Hamburg_entschieden_7711408.html

30.08.2021

Hochschulerweiterung im Park

Wettbewerb in Hamburg entschieden


Die im Jahr 2000 als erste private deutsche Hochschule für Rechtswissenschaft von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius gegründete Bucerius Law School (BLS) wächst weiter – und damit auch der Raumbedarf ihres prominent in der Hamburger Innenstadt gelegenen Campus. Nachdem 2003 ein Hörsaalgebäude und 2007 der Neubau der Deutschen Bank Hall mit Bibliothek und Mensa entstanden, sollen nun abermals zwei neue Häuser mit circa 5.700 Quadratmeter BGF (exklusive Tiefgarage) verteilt auf zwei Baufeldern realisiert werden. Diese liegen im denkmalgeschützten Umfeld der Parkanlage Planten un Blomen mit den 1962 gebauten Schaugewächshäusern und angrenzend an das frühere Botanische Institut und heutige Hauptgebäude der BLS.

Baufeld 1 liegt auf dem Areal des Gelbklinkerhauses, das abgebrochen werden soll. Im Neubau sind flexibel nutzbare Lehr-, Lern- und Arbeitswelten geplant. Auf Baufeld 2 südlich des Südflügels der BLS soll, anstelle des derzeitigen Parkplatzes, ein neuer Eingangsbereich für die Schule entstehen, außerdem „Lern- und Bürowelten“ und eine Kita. Für die geplante Erweiterung hatten die Stiftung und die BLS einen einphasigen, hochbaulichen Realisierungswettbewerb mit freiraumplanerischem Anteil ausgelobt, dessen Koordination D&K drost consult  (Hamburg) übernahm.

Im Wettbewerb ging es nicht zuletzt um die verträgliche Einbindung in den denkmalgeschützten städtebaulichen Kontext. Die Silhouette der Gewächshäuser und deren anstehende Sanierung war ebenso zu berücksichtigen wie die geplante Parkerweiterung. Die städtebauliche Bedeutung des Vorhabens spiegelt nicht zuletzt die Besetzung der Jury mit Oberbaudirektor Franz-Josef Höing und vier weiteren Fachpreisrichter*innen aus den Behörden. Nach der Präsentation der zwölf teilnehmenden Teams wurde die Anonymität aufgehoben und das 17-köpfige Preisgericht unter Vorsitz von Jórunn Ragnarsdóttir entschied sich wie folgt:


Die Entscheidung für das Siegerprojekt fiel einstimmig. Die Jury urteilte, dass sowohl am Baufeld 1 als auch am Baufeld 2 über die sehr differenziert ausgearbeiteten Baukörper adäquate Adressen der Häuser enständen. Außerdem gelänge über die räumliche Ausgestaltung der Foyerbereiche, Stadt- und Parkraum zu verbinden. Gelobt wurden die geschickte Staffelung und Organisation des Baukörpers in Baufeld 1, die farblich differenzierten Fasaden, die präzise Baukörpersetzung und die folgerichtige Wegeführung auf dem Campusgelände.

Beim zweiten Preisträger konnte das durch die Verschiebung des Raumprogramms zwangsläufig entstandene hohe Bauvolumen auf dem Baufeld 2 nicht überzeugen. Der sehr große Footprint des Gebäudes greife räumlich, wie auch optisch mit seinen insgesamt fünf Vollgeschossen sehr stark in die historischen Wallanlagen ein, so die Jury. Die drittplatzierte Arbeit sei mit Blick auf die städtebauliche Setzung, die architektonische Außenwirkung und das ansprechende Verweben der Freiflächen ein gelungener Beitrag, der jedoch im Inneren, insbesondere mit Blick auf die Verkehrsflächen und die erforderliche Flexibilität, nicht adäquat überzeugen könne.

Sobald sich die Hochschule mit der Denkmalschutzbehörde über die Entwürfe abgestimmt hat, kann im Laufe des Jahres mit den Bauplanungen begonnen werden, heißt es von Seiten der Ausloberin. (fm)


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3. Preis: DFZ Architekten (Hamburg) mit Atelier Loidl (Berlin), Eingangsbauwerk Baufeld 2

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