Näher am Wasser
Wettbewerb für Schwimmhalle in Stuttgart
Näher am Wasser
Wettbewerb für Schwimmhalle in Stuttgart
Erst der Wettbewerb, dann das Grundstück, so hatte man es 2013 gehalten: Für den Bau eines Sporthallenbades am Neckarpark in Stuttgart wurden damals zwei erste Preise vergeben, obwohl es Streit um das Grundstück gab. Anstatt den wertvollen Parkplatz zweier Fußballvereine zu besetzen, wurde lieber ein neuer Wettbewerb ausgeschrieben, der kürzlich unter Jury-Vorsitz von Eckart Rosenberger wie folgt entschieden wurde:
- 1. Preis: ARGE AHM Architekten – Lehmann Architekten, Berlin – Offenburg
- 2. Preis: bauatelier_f, Köln
- 3. Preis: 4a Architekten mit Jetter Landschaftsarchitekten, beide Stuttgart
- Ankauf: Auer Weber Assoziierte, Stuttgart
Eine interessante Variation zum Thema Schwimmbad bietet außerdem der zweitplatzierte Entwurf der Kölner Niederlassung von Fritz Planung (Bad Urach), die als bauatelier_f firmiert. Anstatt nur eine simple Hallenarchitektur an die Straße zu stellen, wird hier das Dach als großzügiger Garten ausgebildet. Die Sporteinrichtung wäre damit zugleich eine Art Freibad, was angesichts des wankelmütigen deutschen Sommerwetters vielleicht keine schlechte Idee ist.
Nach dem langen Anlauf sind die Stuttgarter mit diesem zweiten Wettbewerb nun tatsächlich etwas näher am Wasser. Sollte nichts mehr dazwischenkommen, könnte die Einweihung des Bades schon 2018 erfolgen. (sb)
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gähn.
aber man darf auch nicht vergessen, dass hier die stadt stuttgart baut. wer lebensqualität, bürgerservice, missmanagement und geklüngel in benztown-21 kennt (ich kenne es über die peinlichen fakten, die ich mit eigenen augen täglich sehe, hinaus zugegebenermaßen auch nur vom hörensagen), ist vermutlich nicht überrascht.
wohlgemerkt: das 600.000 einwohner zählende, auf seine angebliche lebensqualität so stolze stuttgart hat bis dato kein einziges überdachtes 50-m-schwimmbecken. und übrigens auch kein freizeitbad, das heutigen ansprüchen gerecht würde - die stuttgarter müssen für ein halbwegs anständiges badeerlebnis bislang immer ins umland ausweichen.
"Blubber" in die Fassade zu integrieren ist nicht als Witz gemeint. Das meinen die ernst, und wer genau schaut kann auch die zweite Funktion als Oberlicht erkennen.
Und Assoziationsketten sind nicht per se schlecht, oder? Kirche ohne Kreuz? Lieber nicht.
übrigens modisch: der Römer hat die Thermen mit dem Meeresgott, irgendwelchen Vasen, Wassertieren, mit der einen oder anderen Venus u.ä. ausgestattet. Können wir natürlich auch auf die Fassade pinseln....
Preis 1-3 sind erschreckend hässlich. Entweder blubbert`s (weil Schwimmhalle=Wasser=Wasserblasen= Assoziationskette aus der Hölle) oder
(Platz 2) die Nutzung mit schwimmenden Menschen wird auf der Fassade illustriert - *facepalm.
Wo bleibt die Ernsthaftigkeit? Warum wird hier wieder bestätigt, dass "die Deutschen" keinen Humor haben?
Alles muss heutzutage witzig sein, um über die Plumpheit hinweg einen schnellen Schmunzler abzulocken. Bleibt ernsthaft! Das ist nicht "witzig", das ist leider sehr schwach.
Und das mit den abgelutschten Ecken von 4a scheint auch immer beliebter zu werden.... ohh, meine Gott_Innen.