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03.09.2019

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Wohnen im Wagonhaus

Villa in Rumänien von Ene+Ene Arhitectura


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„Stellen Sie sich Ihr Wunschhaus vor“ – lautete das Motto des privaten Wettbewerbes für den Bau eines Einfamilienhauses in der Nähe von Bukarest. Einzige Bedingung der Bauherren waren die Einhaltung des Budgets und der Bauvorschriften. Der Entwurf eines eingeschossigen, langgestreckten Wohnhauses vom Büro Ene+Ene Arhitectura (Bukarest), das die Architekt*innen als „Wagonhaus“ bezeichnen, konnte die Grundstückseigentümer überzeugen.

Versetzte Backsteine, bodentiefe Fenster, Betonkonstruktion und Einbaumöbel aus Holz kennzeichnen die rund 280 Quadratmeter große Villa. Sie steht umgeben von Wald und neben einem Park im neuen Wohngebiet Dumbrava Vlăsiei nördlich der rumänischen Hauptstadt. Der Bezug der Räume zur Umgebung bildete den Ausgangspunkt des Entwurfs. So entstand ein langgestrecktes Wohnhaus, das eben an einen Eisenbahnwaggon erinnert. Jeder Raum bietet direkten Zugang nach außen. Zugleich sollte das Haus vor neugierigen Blicken geschützt bleiben. Zwei Höfe unterbrechen die Linearität. Mit privat und öffentlich spielt auch der Grundriss. Die Raumsequenzen sind untereinander durch Funktionswände getrennt und miteinander durch einen langen Korridor verbunden. (mg)

Fotos: Cosmin Dragomir


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Kommentare

5

jan | 04.09.2019 16:46 Uhr

Tragen und Lasten

Wahrscheinlich hätten die Stirnseiten der Wände sowie die wandartigen Stützen dann auch alle aus dem selben Material (Ziegel) sein sollen.... So sind die vermeintlichen Stützen ja größtenteils "Verkleidungen" der Wandscheiben und nicht die Pfeiler, zu welchen sie ausformuliert wurden. Das ist für mich irgendwie konzeptionell nicht ganz schlüssig. Schade, weil der Grundriss ja diese Klarkeit aufweist.
Aber natürlich ist das trotzdem ein wunderbar sorgfältig geplantes und ausgeführtes Haus und meine Kritik Mäckern auf hohem Niveau.

4

Max | 04.09.2019 14:00 Uhr

Dicke Wände

Auf der Seite der Architekten kann man nachlesen, dass alle Wände dieselbe Stärke haben sollten. Um auch Regale und Schränke aufnehmen zu können, musste es dann also bei den Querschnitten etwas mehr sein. Offenbar hat man das Prinzip auch auf Stützen und die Dachansicht übertragen.

3

Mies | 04.09.2019 10:38 Uhr

Weniger ist mehr!

Die Innenräume gefallen mir sehr gut.
Die Ziegelfassade ebenfalls.

Ansonsten muss ich Max zustimmen, wirkt doch sehr klobig. Verstehe ich nicht ganz, wieso die Stützen so dick sein müssen.

2

Genius_loci | 04.09.2019 02:23 Uhr

Klare Kante

Auch von mir: Daumen hoch!
Klare, unaufgeregte Formen, außen wie innen gut durchgestaltet, hochwertige Materialien. Dazu eine Ausführungsqualität, die zumindest auf den Fotos perfekt wirkt. Ich bin angenehm überrascht, auch im Hinblick auf den Entstehungsort, und gratuliere Architekten und Bauherren!

1

Max | 03.09.2019 17:35 Uhr

Wagonhaus

Ein bisschen klobig, aber es gefällt mir ganz gut. Endlich mal kein "freier und flexibler" Grundriss. Alles hat seinen Platz.
Die Bezeichnung Wagonhaus ist übrigend keine Erfindung der Architekten. So werden die meist einstöckigen Häuser im alten Bukarest (oder was davon übrig geblieben ist) genannt, die in der Regel auf einen schmalen Grundstück auf einer Seite grenzständig und somit nur zu einer Seite belichtet bis tief in die Parzelle gebaut sind. Zur Straße sind so oft nur zwei Fenster ausgerichtet. Auf den schmalen Grundstücken ergeben sich aber oft schöne Räume zwischen Gründerzeitfassaden und Brandwänden. Dieses Haus spielt letztlich mit der Bezeichnung.

 
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Das langgezogene Einfamilienhaus teilt das Grundstück in zwei Außenbereiche.

Das langgezogene Einfamilienhaus teilt das Grundstück in zwei Außenbereiche.

Mehrere Zugänge führen zu den beiden Gärten.

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Einbaumöbel aus Holz trennen die Räume.

Einbaumöbel aus Holz trennen die Räume.



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