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17.01.2024

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Textilfabrik wird Kreativkomplex

Umbau in Mexiko-Stadt von Productora


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Im Zentrum von Mexiko-Stadt haben Productora (Mexiko-Stadt/New York) eine ehemalige Textil- und Garnfabrik umgebaut. Der Laguna genannte Komplex im Viertel Doctores stammt aus den 1920er Jahren und war noch bis 2015 in Betrieb. Nun dient er als Ort für die Kreativindustrie, der auch Anwohner*innen offenstehen soll. 2022 wurde er vorerst fertiggestellt.

Die straßenseitige Fassade blieb unangetastet, sodass Passanten nicht bemerken, was sich hinter den grauen Betonwänden verbirgt. Im Inneren hingegen wurden gezielte Eingriffe vorgenommen. Den Fokus setzten die Planer*innen auf die beiden unterschiedlich dimensionierten Innenhöfe. Sie dienen als Kommunikationsflächen zwischen den hier eingezogenen Unternehmen oder bei Veranstaltungen. Diverse Sitzgelegenheiten und Pflanzen werten die Höfe auf.

Ein schmaler Neubau, der wie der Bestand grau verputzte Wände und großzügige Fenster bekam, hebt sich kaum ab. Er dient zur Begrenzung des Innenhofes und bringt Sanitärräume, weitere Gewerberäume und Lagerflächen unter. Zusätzliche Treppenanlagen und ein Lastenaufzug waren nötig, um die verschiedenen Bereiche des Komplexes zu verbinden. Die grüne Farbe für Fenster, Treppen und Türen leitet sich von den Fensterrahmen des Bestandes ab. Die Bruttogrundfläche des Gebäudes beläuft sich auf rund 7.000 Quadratmeter. Als Projektentwicklerin tritt die Unternehmensgruppe Marqcret auf.

Über 25 handwerkliche Unternehmen sind mittlerweile in Laguna ansässig. Auch Productora, die für ihr Nachbarschaftszentrum in Mexiko-Stadt oder ihre Platzgestaltung in Tlalnepantla bekannt sind, brachten ihr Studio in der Anlage unter. Neben zwei weiteren Architekturbüros findet man auf dem Areal Schreinereien, Keramikstudios, Galerien, eine Buchhandlung und Textilwerkstätten. Um die Gentrifizierung zu bremsen, soll eine Vermietung an Restaurants oder Bars vermieden werden. Stattdessen möchte man Besucher*innen mit verschiedenen Veranstaltungen in die umgebaute Fabrik locken – etwa mit Workshops, Festivals, Yogakursen oder Ausstellungen.

Die Verantwortlichen hoffen auf eine „ständige Anpassung und Transformation“ des Ortes. So ist die Umgestaltung schrittweise geplant und auf mindestens zehn Jahre angesetzt. Als Nächstes sollen Leichtmetall-Konstruktionen auf das Dach gesetzt werden, die als Ateliers dienen. Zudem sind weitere Aufstockungen denkbar, da die bestehende Tragstruktur bereits auf drei zusätzliche Geschosse ausgelegt ist. (gk)

Fotos: Camila Cossio, Pablo Manjarrez, Arturo Arrieta


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