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20.01.2016

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Massiver Beton im Wiesenviertel

Umbau eines Wohn- und Verwaltungsgebäudes in München


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In der Münchner Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt hat Andreas Ferstl in Muck Petzet und Partner Architekten (München) kürzlich den Umbau eines Wohn- und Verwaltungsgebäudes fertiggestellt. Der 1976 von Kurt Ackermann entworfene Bau wurde im Inneren umstrukturiert und erhielt ein neues Erscheinungsbild, das trotz seiner Radikalität den Bezug zu seinen ehrwürdigen Nachbarn herzustellen vermag.

Das Verwaltungsgebäude des Verbandes baugewerblicher Unternehmer Bayerns liegt am Bavariaring östlich der Theresienwiese inmitten des sogenannten Wiesenviertels. Diese in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebaute Stadterweiterung ist geprägt durch eine dreieckige Grundstücksaufteilung und eine Bebauung mit repräsentativen, größtenteils denkmalgeschützten Stadtvillen. Das ursprüngliche Gebäude von Kurt Ackermann fügte sich in Kubatur und Dachgestaltung in die Umgebung ein. Prägnant war hingegen die industriell geprägte Rasterfassade mit großflächiger Verglasung.

Diese galt es neben einer Modernisierung der Bürogeschosse neu zu gestalten. Die Grundrisse der Wohnungen in den Obergeschossen sowie das 2004 erneuerte Metalldach sollten hingegen erhalten bleiben. Die Architekten gaben dem Bau mit einer Betonfertigteil-Fassade ein neues und massiveres Erscheinungsbild. Das Grundraster der Vorgängerfassade wurde aufgegriffen, der Fensteranteil zugunsten einer modernen Interpretation der Lochfassaden der Nachbarbauten aber verringert. Unterschiedliche Öffnungsformate weisen zudem auf die verschiedenen Nutzungen hin: Konferenzbereich im Untergeschoss, Büros in den darüber gelegenen Geschossen und Wohnen zuoberst.

Das Gebäude bildet den Abschluss eines Stadtblocks zum Esperantoplatz und besitzt einen trapezförmigen Grundriss. Das Untergeschoss, ehemals Lagerraum, organisierten die Architekten zu einem Konferenzbereich um, der je nach Bedarf über verschiedenfarbige Vorhänge unterteilt werden kann. In den beiden Bürogeschossen wurden geschlossene und offene Bereiche kombiniert, wodurch auch in das Gebäudeinnere Tageslicht gelangt. Lässt es die strenge, graue Fassade von außen kaum vermuten, zeigt das Innere dank der verschiedenfarbigen Vorhänge und Teppiche eine gewisse Leichtigkeit und Eleganz. (ks)

Fotos: AFA/MPA


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Kommentare

1

solong | 21.01.2016 10:15 Uhr

respekt

... gelungene transformation ... die den ursprünglich duktus respektvoll ... weiterentwickelt ....

 
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Gebäude von Kurt Ackermann vor dem Umbau

Gebäude von Kurt Ackermann vor dem Umbau



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