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22.03.2024

Relevante Vielfalt

Transfer Architecture Video Award 2023 verliehen


In der digitalen Kommunikation spielt das Format Video als Werkzeug zu Analyse und Reflexion von Architektur und menschlicher Umwelt eine immer wichtigere Rolle. Bereits zum dritten Mal – nach den Jahren 2019 und 2021 – wurde jetzt der Transfer Architecture Video Award 2023 verliehen. Mit dem im vergangenen November ausgelobten Preis zeichnet die Architekturplattform Transfer mit Sitz in Zürich in zweijährigem Turnus Kurzfilme des Themenspektrums Architektur, Stadt und Landschaft aus.

Eingereicht wurden mehr als 450 Beiträge aus 50 Ländern. Diese durften nicht älter als drei Jahre und nicht länger als fünf Minuten sein. Wegen der hohen Qualität, thematischen Vielfalt und Relevanz wählte die international und interdisziplinär besetzte Jury unter Vorsitz der Urban Designerin Loreta Castro Reguera von der Architekturfakultät der UNAM (Mexiko-Stadt) in diesem Jahr erstmals sogar vier Gewinner aus.

  • Der experimentelle Film „Wrapping a Room“ von Ana Herreros (Niederlande, 2021) zeigt den Umgang einer Untermieterin mit den Besitztümern des Eigentümers und thematisiert die Folgen der Immobilienkrise in den Städten Europas. Die Produktion entstand im Rahmen der von Ila Bêka und Louise Lemoine geleiteten Berlage Theory Master Class an der TU Delft.


  • „Material World – Steel“ von Charlotte Malterre-Barthes, Severin Barenbold, Elif Erez und Shira Grosman (USA, 2021) dokumentiert am Beispiel von Stahl in eindrucksvollen Bildern die negativen Umweltauswirkungen und die territorialen und politischen Verflechtungen, die aus dem anhaltend hohen Materialbedarf des noch immer extrem expansiven Bausektors folgen.


  • Das vielschichtige Video „Robin Hood Gardens: A Brief History“ von Joe Gilbert (Großbritannien, 2021) – nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Dokumentarfilm von Thomas Beyer und Adrian Dorschner  – montiert seit 2015 aufgenommenes Material der 2021 abgerissenen Londoner Wohnsiedlung mit Off-Kommentaren der Architekten Peter und Alison Smithon.


  • Ein Erdbeben in Nepal beschädigte 2015 über eine Million Häuser. In „Subdivided Lives“ (Nepal, 2024) zeigen Joshua Bolchover und Kent Mundle, wie beim Wiederaufbau im Kathmandutal traditionelle Bauweisen durch effiziente Betonkonstruktionen ersetzt werden. Der Film dokumentiert die Folgen für den Alltag der Menschen und die kollektiven Lebensweisen, die bisher in den gewachsenen Wohn- und Eigentumsverhältnissen vorherrschten.



Die Jury vergab außerdem zwei lobende Erwähnungen:

  • Mit filmischen Mitteln beschreiben Dominik Gehring und Tobias Kaufmann in „Sonorus – Kampus Südpol Musik“ (Schweiz, 2022) die Beziehung von Räumen und Klängen im Neubau der Musikhochschule Luzern.
  • 1934 bis 1936 bewohnte Bruno Taut im japanischen Exil in Takasaki ein kleines traditionelles Haus, „Shenshintei“, dem er ein ganzes Buch widmete. In ihrem Film „Scenes of a House“ (Japan, 2021) dokumentieren Anne und Sebastian Gross (Studio GROSS), wie das Gebäude am Rand des Shorinzan Tempels bis heute als Museumsstück liebevoll erhalten und gepflegt wird.

Die Preisverleihung fand im Rahmen des Film Festivals Écrans Urbains 2024 in Lausanne Ende Februar statt. Jetzt sind alle ausgezeichneten Kurzfilme hier zu sehen. (uav)


Zum Thema:

transfer-arch.com


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Gewinner des Transfer Architecture Video Award 2023: „Wrapping a room“ von Ana Herreros

Gewinner des Transfer Architecture Video Award 2023: „Wrapping a room“ von Ana Herreros

Gewinner 2023: „Material World – Steel“ von Charlotte Malterre-Barthes, Severin Barenbold, Elif Erez, Shira Grosman

Gewinner 2023: „Material World – Steel“ von Charlotte Malterre-Barthes, Severin Barenbold, Elif Erez, Shira Grosman

Gewinner 2023: „Robin Hood Gardens: A Brief History“ von Joe Gilbert

Gewinner 2023: „Robin Hood Gardens: A Brief History“ von Joe Gilbert

Gewinner 2023: „Subdivided Lives“ von Joshua Bolchover und Kent Mundle

Gewinner 2023: „Subdivided Lives“ von Joshua Bolchover und Kent Mundle

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