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02.11.2011

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Janus in Bronze

Stadtmuseum Rapperswil von :mlzd erweitert


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Bronzefarben schimmert der Erweiterungsbau zwischen den historischen Mauern hervor: In der schweizerischen Ortsgemeinde Rapperswil wurde vor kurzem der Neubau des Stadtmuseums Rapperswil-Jona fertig gestellt. „Janus“ nennen die Architekten :mlzd (Biel) das glänzende Projekt, das wie eine Krone auf dem Herrenberg, einer Burganlage innerhalb der Stadtmauer aus dem 13./14. Jahrhundert, sitzt. Mit der Geste, den Neubau als expressiv gefalteten „First“ zu interpretieren, haben die Schweizer Architekten 2007 den Wettbewerb gewonnen (siehe BauNetz-Meldung vom 27. März 2007).

Mit der gediegenen Baubronzefassade soll ein neuer Akzent gesetzt werden, der als Hauptzugang zu einem modernen Museumsbau lesbar ist. Die perforierte Struktur der Fassade erinnert dabei an eine abstrakte Negativform der Brailleschrift – es bleibt wohl zunächst ein Geheimnis, welche Botschaft hier geschrieben steht. Die Nordseite haben die Architekten unverändert gelassen – hier hält sich der Neubau diskret im Hintergrund.

Neben einem neuen Haupteingang erhalten die Museumsteile Breny-Haus und Breny-Turm mit dem Neubau eine behindertengerechte Erschließung. Als neuer Teil im Ensemble erfüllt Janus alle haustechnischen und betrieblichen Anforderungen eines Museumsbetriebs und ermöglicht so den Bestandsbauten eine Existenz als authentische Zeugen ihrer Zeit, erläutern :mlzd. Im Sinne dieser Haltung des Respekts ist auch die Form des Neubaus aus den seitlichen Bestandsfassaden entwickelt. Fassade und Dach sind so gestaltet, dass die bestehenden Fenster und Türen der Altbauten nirgends durchschnitten werden. Die Belichtung über das Dach und die Durchlässigkeit der Geschosse schafft einen bewusst inszenierten innenräumlichen Kontrast zu den Altbauten. Dies soll einerseits die Orientierung innerhalb des Ensembles erleichtern, andererseits die Erkennbarkeit des Neuen sowie die Schwelle zum Alten hervorheben.

Dieses Wochenende ist der Museumneubau übrigens schon vorab zu besichtigen; im Frühjahr 2012 wird das neue Stadtmuseum dann komplett eröffnet.

Tag des offenen Baus: 5. und 6. November, 10-16 Uhr
Ort: Stadtmuseum Rapperswil-Jona, Herrenberg 40, 8640 Rapperswil, Schweiz

Fotos: Dominique Marc Wehrli, Regensdorf


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Kommentare

5

gosia | 09.11.2011 16:12 Uhr

Ein Kleinod für Rapperswil!

WOW...das ist Mal eine ausgefallene Lückenschließung!
Ganz toll gemacht! Endliche Mal auch ein anderes Fassadenmaterial als "die üblichen Verdächtigen" (Glas, Beton, WDVS )!

4

Lamaa | 03.11.2011 12:17 Uhr

Alt und Neu

Ist wirklich schön geworden.
Herzlichen Glückwunsch an die Architekten,
weiter so!!!

3

Behrend | 03.11.2011 11:43 Uhr

innen, außen

innen kommts mir etwas fad vor, nicht? die glasbrüstungen sind mir fast zu viel "Nichts", zu viel Verweigerung einer Aussage der neuen Architektur. aber die akzente setzt dann ja vielleicht die inneneinrichtung bzw scheint es sich nach den Fotos ja auch um einen sehr engen Innenraum zu handeln, vielleicht wäre alles, was „Mehr“ hinzukommt, noch beengender, abschnürender geworden...?

2

hakot | 02.11.2011 21:33 Uhr

nordfassade

die nordseite wird in den ansichten sehrwohl als verändert gezeichent. hier klappt die goldene lochfassade als dachfläche auf die andere seite. leider gibt es kein foto davon, mich würde interessieren, ob diese geste in realität funktioniert oder nur als störend und gaggig empfunden wird.

1

Adelssen | 02.11.2011 18:09 Uhr

Oberfläche

Wenn auch Rapperswil wohl keine gedankliche Verbindung zu Lochkarten aufweist, so ist gerade diese Stuktur geeignet, perfekt die Verbindung zu der unregelmäßigen Struktur der mittelalterlichen Fassaden der Umgebung aufzunehmen. Die sehr feinfühligen Architektenwollten sich offensichtlich selbst kein Denkmal setzen, sondern haben sich im wahrsten Sinn des Wortes eingefügt.

 
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