Zwölf vom gleichen Schlag
Reihenhäuser in Malmö von Förstberg Ling
Die Bauaufgabe der Reihenhäuser erscheint durchaus dankbar. Man entwerfe ein Haus und reihe es aneinander. So handhabte es auch das junge Malmöer Büro Förstberg Ling bei ihrem Projekt Twelve Houses im Malmöer Stadtteil Sorgenfri. Wobei von außen nicht unbedingt zu erkennen ist, dass es sich hier um die namensgebenden zwölf Häuser handelt. Stattdessen sieht man drei kompakte Riegel mit gleichmäßig gerasterter Lochfassade aus Backstein.
Im Inneren zeigt sich die einzelne – zwölf Mal wiederholte – Hauseinheit jedoch als durchaus vielfältiges Raumgefüge. Hinter der Backsteinhülle verbirgt sich eine offen gelassene Brettsperrholzkonstruktion. Durch den ausgiebigen Einsatz von sichtbarem Holz entsteht eine gemütliche Stimmung, die in der Kombination mit rot gestrichenen Elementen und Estrichböden im Erdgeschoss jedoch alles andere als eintönig erscheint. Dazu tragen auch die in Backstein verkleideten Terrassen und eine zentrale Badbox aus unverputzten Tonsteinen bei.
Jedes Reihenhaus umfasst ein großzügiges Wohnangebot. Auf drei Etagen finden fünf Zimmer, drei Bäder und zwei Terrassen im obersten Stock Platz. Ein teils doppelgeschossiger Wohnraum mit Küche über 26 Quadratmeter ist in Richtung der kleinen, rückwärtigen Gärten im Erdgeschoss untergebracht. Neben einem geräumigen Eingangsbereich gibt es zudem die Möglichkeit für eine interne Garage.
Förstberg Ling agierten hier gleichzeitig als Architekt*innen und Bauträger*innen. 2019 konnten sie einen entsprechenden Wettbewerb für die Vergabe des 1.870 Quadratmeter großen Grundstücks in Malmös ältestem Industrieareal gewinnen. Im vergangenen Jahr wurden die zwölf Reihenhäuser über insgesamt 2.180 Quadratmeter Bruttogrundfläche fertiggestellt. (mh)
Fotos: Markus Linderoth
In vielen Reihenhaus-Bauten sind die einzelnen Einheiten in der Kubatur ablesbar – so etwa in Stockholm, Glarus oder Münchenstein.
Mehr zu Mauerwerksfassaden und Holzfenstern bei Baunetz Wissen.
da haben Sie vollkommen recht: Nörgler, gemeine Besserwisser und Bedenkenträger sind mal wieder unterwegs. Außerdem entspricht dieses schöne Projekt (sehr bewohnbare Grundrisse) vermutlich nicht den Bestimmungen der BO, des Brandschutzes, der WärmeschutzVO, ist ohnehin vermutlich nicht Normgerecht und den woken kleinbürgerlichen Lebensvorstellung des gemeinen deutschen Reihenhäuslers (brrrrrr - Baumarktregal) kann es auch nicht genügen. Außerdem ist offensichtlich auch die StellplatzVO nicht eingehalten und überhaupt (zu viel Holz hinter der Tür)... und vor der Tür nichts zum Aufstellen des Gartenzwerges.
Bild 13: Die viel zu groß geratenen Holzoberflächen verbreiten in meinen Augen keine "gemütliche Stimmung, sondern vor allem Unruhe. Die roh belassenen Ziegelwände sind schick für ein Entrée oder eine Lobby, aber in Wohnräumen völlig unbrauchbar. Am Boden gibt es nicht wirklich etwas zu beklagen, außer den wenig gelungenen Materialmix als Ganzes. Schade. PS: Das Regal sieht nach einem ganz normalen Industrieregal (Metallregal) aus Steck-Elementen aus. Die billigen Versionen davon gibt's in jedem Baumarkt. Für die richtige Industrievariante einfach mal Google bemühen. Es gibt zahlreiche Hersteller...
Günstiger gehts kaum. Hab selbst ne Lackierte version mit ausgewechselten Regalböden im Wohnzimmer.
das ist m.E. das we we we mfsystem aus ch ;-) kann ich nur empfehlen!