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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-OMA_planen_fuer_Eindhoven_7073207.html

04.12.2019

Glaskuben über Streichholzfabrik

OMA planen für Eindhoven


Mit VDMA lässt sich der Name eines gut 75.0000 Quadratmeter großen Fabrikgeländes in Eindhoven abkürzen, eigentlich heißt es etwas komplizierter Von der Meulen-Ansemsterrein. Das Areal mitten im Zentrum der Stadt wird derzeit nur teilweise genutzt – eine ehemalige Streichholzfabrik aus dem 19. Jahrhundert und ein altes Parkhaus befinden sich darauf. Nun soll sich die Lage ändern. OMA (Rotterdam) werden, finanziert durch Being Development, das Gelände umgestalten. Ihr gemeinsamer Vorschlag setzte sich kürzlich bei einem Wettbewerb durch. Der geschäftsführende Partner von OMA, David Gianotten, erarbeitete den Entwurf in Kooperation mit den Architekturbüros diederendirrix (Rotterdam), FABRICations (Amsterdam), dem Landschaftsarchitekten DELVA (Amsterdam) und dem Designerkollektiv NUL ZES (Eindhoven). Im niederländischen Eindhoven ist dies das erste große Projekt von OMA.

Das historische Fabrikareal zwischen dem Stadtzentrum, dem Bahnhofsgelände und Wohngebieten, wird künftig Wohnhäuser, Büros und kulturelle Einrichtungen vereinen. Das Highlight des Projekts ist der so genannte Mikrowald, ein bepflanzter Außenbereich mit lokalen Vegetationsarten. Dieser dichte, urbane Wald wird ein Drittel des Geländes einnehmen und vor allem den Bewohner*innen, Büroarbeiter*innen und Passanten an die wertvollen natürlichen Ressourcen der Stadt erinnern, erklärt die Projektbeschreibung. Die ehemalige Streichholzfabrik wird originaltreu rekonstruiert und Kultur-, Bildungs- und Einzelhandelsprogramme beherbergen. Das alte Parkhaus wird wiederum für Ausstellungen, Veranstaltungen und Theateraufführungen genutzt.

Die Neubauten sind vor allem für unterschiedlich konzipierte Wohneinheiten und Büros vorgesehen. Die neuintegrierte Struktur sieht mehrere großmaßstäbliche Volumen vor, die sich teilweise aufeinanderstapeln und aus der historischen Anlage hervorwachsen. Ein fünfstöckiger Bau mit markanten Bodenplatten soll sich um den Mikrowald wickeln und Räume für Start-ups beherbergen. Eine öffentliche Route mit einer offenen Treppe wird einerseits verschiedene Nutzungen und Ebenen miteinander verbinden und andererseits das ganze VDMA-Gelände mit der Innenstadt verknüpfen.

In den Wohnblöcken sollen Sozialwohnungen, Mietwohnungen, Eigentumswohnungen und ein Gemeinschaftshaus untergebracht werden. Die Fassadengestaltung der unteren Baukörper soll an die Industriearchitektur Eindhovens erinnern, während die aufgestockten Volumen mit modernen begrünten Fassaden und kinetischen Photovoltaikpanelen ausgestattet sein werden, erklären die Architekt*innen. Die Stadtverwaltung hofft, dass die Revitalisieurng von VDMA nicht nur der Geschichte des Ortes gerecht wird, sondern auch eine Entwicklung der gesamten Umgebung vorantreibt. (mg)


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