Extravagante Giganten
Neun Museumsbauten weltweit
Winter ist Museumszeit! Vor einigen Wochen haben wir ein Themenpaket mit 15 neuen Museumsbauten aus Deutschland zusammengetragen. Auch wenn diese formal oft aus ihrem jeweiligen Kontext hervorstechen, wirken sie im internationalen Vergleich fast zurückhaltend. In unserer heutigen Sammlung schauen wir auf besonders extravagant gestaltete und groß angelegte Museumsprojekte weltweit.
Spektakulär sind nicht nur die Formen dieser Bauten, sondern auch ihre Dimension, die Umsetzung der Entwurfsidee und zuweilen selbst das bauphysikalische Konzept. So ließen heneghan peng architects beim Bau des Ägyptischen Museums in Kairo eine 13 Meter hohe Statue von Rames schon im Rohbau platzieren und einbauen. Das von Foster + Partner entworfene Nationalmuseum in Abu Dhabi fällt durch sein Klimasystem auf. Die 123 Meter hohen Flügel fungieren als thermische Kamine und sollen die Ausstellungsräume mit kühler Luft versorgen. Beim Audio Museum in Seoul von Kengo Kuma & Associates hingegen ist der Name Programm. Durch die Außenhülle aus vorgehängten Aluminiumrohren kann die Fassade Klänge erzeugen. So wird das Gebäude selbst zum architektonischen Instrument.
Aber auch Umbauten wie die Transformation eines Silos zum Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst in Kapstadt können begeistern. Hier haben Heatherwick Studio einzelne Betonröhren so weggeschnitten, dass ein riesiges, surreal wirkendes Atrium im Inneren entsteht. In Rotterdam wurde ebenfalls aufwendig saniert: MAD statteten das Museum für Migration mit einem „Tornado“ aus. Auf dem Dach des ehemaligen Lagerhauses glänzt eine mit Edelstahl verkleidete, geschwungene Form, die sich auch im Inneren vertikal durch das Gebäude zieht. (ee)
Teaser: Museum für zeitgenössische Kunst und Migration in Rotterdam von MAD. Foto: Iwan Baan








