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15.08.2019

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Hangar mit Spitzendach

Mehrzweckhalle in Le Vaud von Localarchitecture


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Die Mehrzweckhalle der Gemeinde Le Vaud hat eine längere Vorgeschichte. Bereits 2016 war das Gebäude fast fertiggestellt, doch dann wurde es bei einem Brand zerstört. Die Verantwortlichen machten sich umgehend an einen Wiederaufbau, aber es blieb dem Team von Localarchitecture (Lausanne) trotzdem noch etwas Zeit, um einige Details entsprechend der ersten Bauerfahrung weiterzuentwickeln. Als Resultat verfügt die kleine Ortschaft nahe des Genfer Sees heute über ein besonders gelungenes Stück Architektur.

Zwei Prinzipen kommen in der Gestaltung der Halle mit ihren rund 1.200 Quadratmetern Nutzfläche zusammen. Da war erstens die Forderung nach einer effizienten Raumorganisation, die in einer einfachen, hangarartigen Grundstrukur – rechteckig, stützenfrei und mit großen Fensterflächen – zum Ausdruck kommt. Und zweitens der Wunsch der Gemeinde nach einem ausdrucksstarken Gebäude, das auch visuell zum Mittelpunkt des Dorflebens werden kann.

Räumlich perfekt an einem sanft abfallenden Hang zwischen Schule und Kirche positioniert, fällt zunächst mal das gezackte seitliche Profil der Halle ins Auge. Fast wirkt es, als habe man das Volumen mit seiner Hülle aus dunklem Blech einfach zu einer Art abstrahierter Miniaturberglandschaft zusammengeschoben. Von vorne wirkt der Bau hingegen wie ein typischer zeitgenössischer Hallenbau, was sich auch im fast quadratischen Grundriss wiederspiegelt. Zwischen der äußeren und der inneren Form vermitteln dann neben dem hölzernen Dach der Treppen- und der Bühnenraum mit ihren spitzen Fenstern. Fast scheint es, als habe man aus einer dicken Wand dreieckige Nischen herausgemeißelt.

Wie bei anderen Projekten beziehen sich Localarchitecture auch bei dieser Halle auf die Materialität der örtlichen Gebrauchsarchitektur. Das dunkle Blech lässt an landwirtschaftliche Funktionsgebäude denken, wie sie das Team selbst schon errichtet hat. Und das im Innenraum flächig die Atmosphäre bestimmende Holz – und natürlich auch der Beton des zweigeschossigen Sockels – findet ebenfalls vielfach Verwendung in der Umgebung. Besonders gelungen sind dabei die Sprossenwände, die als Trennung von Spielfeld und Umkleiden dienen. (sb)

Fotos:
Matthieu Gafsou, David Matthiessen/Lignatur


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Kommentare

2

DocFeelGood | 19.08.2019 17:03 Uhr

nur ein Detail

gut gelungen, ... aber
... warum befindet sich das Zeit-/Ergebnisdisplay an einer Stelle, die von den Zuschauerbänken aus kaum einsehbar ist (Bild 10)?

1

Lutz Borchers | 15.08.2019 18:54 Uhr

keine Zauberei

so ein anmutiges Teil, bestehend aus lauter gebräuchlichen oder alltäglichen Elementen!

 
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