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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Manifesta-Konzept_fuer_Palermo_vorgestellt_5261761.html

30.11.2017

Im planetarischen Garten

Manifesta-Konzept für Palermo vorgestellt


Die nächste Manifesta in Palermo kuratiert bekanntlich OMA und damit ein Architekturbüro eine Kunstausstellung. Was genau wird man erwarten dürfen? Eine dezidierte Auseinandersetzung mit Stadt, soviel ist sicher, seit das Büro in diesem Sommer seinen Atlas über die sizilianische Metropole vorgestellt hat. Nachdem die Wanderbiennale Manifesta zuletzt im beschaulichen Zürich zu Gast war, dürfte das Projekt im ungezähmten Palermo einen ganz anderen Charakter annehmen.

Als nächsten Schritt auf dem Weg zur Eröffnung haben nun die Verantwortlichen um Manifesta-Direktorin Hedwig Fijen und OMAs Chefkurator Ippolito Pestellini Laparelli das Konzept und die wichtigsten Spielorte eingeführt. Wie bei jeder Manifesta ist das Ziel ganz unbescheiden, dauerhaft zum positiven Wandel der gastgebenden Stadt beizutragen. Dies soll unter dem nun vorgestellten Titel „The Planetary Garden. Cultivating Coexistence” auf ganz unterschiedlichen Ebenen geschehen.

Einer der wichtigsten Aspekte ist dabei, wie sehr sich die Verantwortlichen bei ihrem Konzept von den Eigenschaften Palermos haben inspirieren lassen. Denn Palermo ist schon seit Jahrhunderten dafür berühmt, dass hier ganz unterschiedliche kulturelle Strömungen aufeinandertreffen, was auch das reichhaltige bauliche Erbe erkennen lässt. Neben dem Hauptspielort im Theater Garibaldi werden für die Manifesta auch eine Kirche, ein öffentlicher Park und ein alter Palazzo genutzt. Und analog zum Titel wird außerdem der heute noch verschlafene botanische Garten als transnationales Gemeingut, als „Garden of Flows“ erschlossen. Weitere Projekte sollen darüber hinaus im Rahmen des Unterprojekts „City on Stage“ an andere Orte führen und dort Entwicklungen anstoßen.

Die Idee eines planetarischen Gartens geht auf den französischen Botaniker Gilles Clément zurück, der damit die Vorstellung einer Welt als Ort der Koexistenz beschreibt. Analog zu diesem globalen Blick soll im Rahmen der Manifesta untersucht werden, wie sich aktuelle, weltweite Entwicklungen in Palermo niederschlagen und was sich daraus für die Zukunft der Stadt ableiten lässt. Das Motto dieses Teils der Ausstellung lautet „Out of Control Room“, der Spielort hierfür ist bisher nicht bekannt.

Mit dem nun abgesteckten Konzeptrahmen wird die Manifesta also bewusst interdisziplinär auftreten und den engen Dialog mit Palermo und seinen Bürgern suchen – weitere Details sollen folgen. Offiziell eröffnen wird die Ausstellung im Juni 2018, aber schon vorher wird im Theater Garibaldi einiges an Programm geboten. (sb)


Zum Thema:

www.manifesta.org


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