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19.04.2024

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Aufgestockter Klangkörper

Konzertsaal in Mainz von mamuth


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Bei der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz handelt es sich um eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung und interdisziplinäre Gelehrtengesellschaft. Zugleich finden in dem am Rande der Mainzer Oberstadt gelegenen Akademiegebäude wissenschaftliche Tagungen, Symposien sowie Kultur- und Musikveranstaltungen statt. Das aus den 1940er Jahren stammende Ensemble wurde 1960 um einen Plenarsaal von Walter Henn und in den 1980er Jahren um einen Büroriegel zur Straße hin ergänzt.

2023 wurde der Bau erneut erweitert. Den neuen Kammermusiksaal realisierte das Mainzer Büro mamuth/Manufaktur für Architektur als Aufstockung und in Holzbauweise. Der nach dem Stifterpaar Walter und Sybille Kalkhof-Rose benannte rechteckige Saal bietet auf 120 Quadratmetern Platz für circa 80 Zuhörer*innen. Künftig sollen hier literarische und musikalische Veranstaltungen in kleiner Besetzung stattfinden, etwa öffentliche Gesprächskonzerte im Zusammenhang mit den großen Musikeditionen bekannter Komponisten, die als Langzeitvorhaben im Programm der Mainzer Akademie betreut werden.

Den Konzertsaal als Aufstockung und in Holzbauweise zu realisieren, brachte hohe Anforderungen an die Akustik mit sich, insbesondere an die akustische Trennung vom Außenraum. Aus dem konstruktiv bedingten, akustischen „Schwingen“ eines ganz aus Holz konstruierten Baukörpers entwickelten die Architekt*innen in Kooperation mit Jochen Veith/Audio- & Acoustic Consulting ein materialgerechtes Akustikkonzept für einen „einmaligen Klangkörper“, wie sie schreiben. Eigens konzipierte und maßgeschneiderte Wand- und Deckenpaneele bilden diffuse Raumoberflächen für den Saal und optimieren den Klang.

Durchdacht ist auch das schallgedämmte Lüftungskonzept, das durch Quellluftauslässe im Bühnenbereich den Saal mit Frischluft versorgt, ohne technische Störgeräusche oder Zugluft zu erzeugen. Bei laufendem Akademiebetrieb konnte das Projekt mit Baukosten in Höhe von 1,8 Millionen Euro und innerhalb von eineinhalb Jahren umgesetzt werden. (uav)




Fotos: Seweryn Zelazny


Zum Thema:

adwmainz.de


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Kommentare

2

schlawuki | 22.04.2024 16:22 Uhr

@1.

wieso soll der haimerlbau (mit ai, mein freund) schlecht sein weil er "im boden eingegraben ist"? das projekt in blaibach (auch mit ai, mein freund) trägt sehr zur belebung der gegend / kultur / tourismus bei und ist dahingehend wesentlich wegweisender als diese aufstockung.

1

joscic | 22.04.2024 11:06 Uhr

ein schönes Projekt

Besser einen Konzertsaal auf dem Dach als im Boden eingegraben a la Heimerl.

 
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