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07.01.2019

Nördliche Spitze

Kleihues + Kleihues bauen Hochhaus in Berliner Europacity


Berlin bastelt fleißig weiter an der Europacity, dem derzeit größten innerstädtischen Neubauquartier. 2.800 Wohnungen und 9.000 Arbeitsplätze sollen auf dem Gelände nördlich des Hauptbahnhofs in den nächsten Jahren entstehen. Zahlreiche Wettbewerbe sind inzwischen entschieden, bauen sollen unter anderem EM2N einen Gewerbeabschnitt, Robertneun Wohnen und Gewerbe, Allmann Sattler Wappner einen Turm, CKRS ein Mischgebiet und relais Landschaftsarchitekten den Hafen. Und jetzt stehen auch die Architekten für die nördliche Spitze der Europacity fest: Kleihues + Kleihues (Berlin) sollen das 34.000 Quadratmeter große Bürohochhaus realisieren.

Zwanzig Büros hatten sich an dem von Bauherr CA Immo gemeinsam mit dem Land Berlin und dem Bezirk Mitte ausgelobten Wettbewerb beteiligt, am Ende sei die Entscheidung für den Siegerentwurf einstimmig gefallen. Kleihues + Kleihues, die auch für den nahen BND-Neubau an der Chausseestraße verantwortlich sind, schlagen einen abgestuften, bis zu 69 Meter hohen Bau vor, gegliedert in drei geschwungene Gebäudeabschnitte. An der Straße entstehe dadurch eine Folge von unterschiedlichen Flächen, die die 120 Meter lange Fassade rhythmisieren, so die Architekten.

Das bis zu 16 Stockwerke hohe „Hochhaus am Nordhafen“ soll auf dem 7.800 Quadratmeter großen Grundstück an der Heidestraße westlich vom Becken des Nordhafens an der Perleberger Brücke errichtet werden. Kennzeichnend sind viel Glas und eine mit gelbem Klinker verkleidete Rasterfassade, die einen abstrakten Bezug zu historischen Berliner Gewerbebauten herstelle, so der Bauherr. Die formale Gleichmäßigkeit lasse ein wohlproportioniertes und vor allem hierarchieloses Gebäudeensemble entstehen, schreiben Kleihues + Kleihues. Geplant sind in dem Baukörper mit zwei Erschließungskernen neben Büros und einem Konferenzzentrum auch Co-Working-Spaces und ein Fitnessbereich im Erdgeschoss, der allen Mietern offensteht.

Der Entwurf überzeugte die Jury durch die Bezüge, die der Solitär zur Umgebung herstellt: „Als freie Form sitzt das Gebäude so auf dem Grundstück, dass es unterschiedliche Freiraumsituationen ausbildet“, heißt es in der Begründung. Positiv kam auch das Raumkonzept an, das flexible Grundrisse ermögliche. Mit je einem dritten Platz zeichnete die Jury unter dem Vorsitz von Johann Eisele die Entwürfe von Schaltraum Architekten aus Hamburg und von Meixner Schlüter Wendt (Frankfurt/Main) aus. In die Realisierung des Bürohochhauses will der Bauherr 140 Millionen Euro investieren, die Fertigstellung ist für 2024 geplant. (kat)

Visualisierungen: Kleihues + Kleihues


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Zu den Baunetz Architekten:

Kleihues + Kleihues


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