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14.06.2019

Wohnen in der Schwimmhalle

KfW Award Bauen 2019 vergeben


Was tun, wenn die örtliche Schwimmhalle aus den 1970er Jahren vom Abriss bedroht ist? Richtig, man rettet sie und baut Wohnungen rein. Genau das tat der Schweriner Ulrich Bunnemann, Bauherr und Architekt des ungewöhnlichen Projekts. 16 Wohnungen mit 1.300 Quadratmetern Wohnfläche auf zwei Geschossen – aus Holzfertigteilen eingebaut – realisierte er in der alten Volksschwimmhalle in Schwerin. Und weil ein Schwimmbecken erhalten wurde, gibt’s den eigenen Indoor-Pool gleich mit dazu. Super Sache, befand auch die Jury des diesjährigen KfW Awards Bauen und zeichnete das Projekt mit einem Sonderpreis aus.

Bereits zum 17. Mal wurde der KfW Award Bauen vergeben, der in diesem Jahr unter dem Motto „Häuser für heute und morgen“ stand. Wichtigste Kriterien: Architektur, Energie- und Kosteneffizienz, nachhaltige Bauweise und optimale Raum- und Flächennutzung. Sieben Projekte vergab die Jury um den Vorsitzenden Hans Kollhoff. Die Preisträger*innen:

Neubau


  • 1. Preis: Eggstätt, Bauernhauserweiterung, Kammerl und Kollegen (Pfaffing)
  • 2. Preis: Berlin, Neubau eines Mietshauses, sommer + sommer (Berlin)
  • 3. Preis: Leipzig, Wohn- und Geschäftshaus, Asuna (Leipzig)

Bauen im Bestand

  • 1. Preis: Lunow, Modernisierung eines 250-jährigen Bauernhauses, Peter Broniecki (Berlin)
  • 2. Preis: Berlin, Umbau einer historischen Glashütte, Eyrich Hertweck Architekten (Berlin)
  • 3. Preis: Bochum, Modernisierung eines Einfamilienhauses von 1940, G.R.E.E.N. Architekten (Bochum)

Sonderpreis


  • Schwerin, Schwimmbadumbau, Ulrich Bunnemann (Schwerin)

Sieger in der Kategorie Neubau wurde eine Bauernhauserweiterung im bayerischen Eggstädt. Vier Familien haben hier einen alten Hof gekauft, das Haupthaus saniert und Stall und Scheune durch einen gleich großen Neubau ersetzt. In der Kategorie Bauen im Bestand gewann ein 250-jähriges Bauernhaus in Lunow in Brandenburg, das von einem Pastorenpaar umgebaut wurde. Respekt vor dem historischen Erbe, kombiniert mit modernen Wohn- und Energiestandards überzeugten die Jury. Durch das rekonstruierte Fachwerk werde das Dorfbild bereichert und die Energiebilanz des natürlich gedämmten Hauses sei für einen uralten Bau geradezu sensationell, so die Begründung.

Auf die zweiten Plätze kamen ein Mietshaus-Neubau in Berlin-Köpenick mit 53 Wohnungen und der Umbau einer historischen Glashütte in Berlin-Stralau, in der jetzt 51 Menschen zwischen Stahlträgern und historischen Ziegelmauern leben. Mit jeweils einem dritten Preis wurden das Leipziger Holzhaus von Asuna und in Bochum ein umgebautes Einfamilienhaus von 1940 ausgezeichnet. Zum dritten Mal zeichnete die KfW auch ein internationales Projekt aus. Im polnischen Olawa, rund 30 Kilometer von Breslau entfernt, wurden 1895 erbaute, ehemalige Militär-Pferdestallungen in günstigen Wohnraum umgewandelt. (kat)

Fotos: KfW Bankengruppe / Claus Morgenstern


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1. Preis „Neubau“: Eggstätt, Bauernhauserweiterung, Architekt*innen: Kammerl und Kollegen (Pfaffing)

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1. Preis „Bauen im Bestand“: Lunow, Modernisierung eines 250-jährigen Bauernhauses, Architekt: Peter Broniecki (Berlin)

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Sonderpreis: Schwerin, Schwimmbadumbau, Architekt: Ulrich Bunnemann (Schwerin)

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