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13.03.2018

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Zeremonien unterm Wellendach

Kathedrale in Accra von David Adjaye vorgestellt


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Accra, die Hauptstadt Ghanas, erhält eine neue spirituelle Landmarke: Die Ghana National Cathedral, ein multikonfessionelles Gotteshaus, will alle Glaubensrichtungen des Landes von der christlichen Mehrheit bis zu den traditionellen afrikanischen Religionen willkommen heißen. Der Entwurf stammt von David Adjaye, dessen Büro Adjaye Associates mit Sitzen in London und New York zukünftig auch in Accra ansiedeln möchte. Die Kathedrale ist das erste Goßprojekt des britischen Architekten im Herkunftsland seiner Eltern.

Der Bauplatz liegt inmitten eines sich über mehr als fünf Hektar erstreckenden, neugestalteten Landschaftsgartens. In Form eines Boulevards soll er eine Art „zeremonielle Achse“ zwischen der Kathedrale und einigen umliegenden Sehenswürdigkeiten und Referenzpunkten bilden: dem Independence Square, dem Osu Cemetery, dem State House und dem Africa Unity Circle.

Der Neubau soll kein reiner Sakralbau werden. Vielmehr ist ein kultureller Rundumschlag geplant: eine Institution, in der Religion, Politik, Zivilgesellschaft und lokale Traditionen aufeinander treffen und in Einklang kommen. Das Raumprogramm umfasst mehrere Kapellen, ein zweigeschossiges Auditorium mit 5.000 Plätzen, eine Musikschule, Chorproberäume, Ausstellungs- und Multifunktionsflächen sowie einen Shop. Auch Afrikas erstes Bibelmuseum wird hier seinen Platz finden, darüber hinaus ein Dokumentationszentrum, das dem christlichen Glauben und der Staatsbildung in Ghana gewidmet ist.

Der Entwurf bezieht bezieht sowohl christliche Symbolik als auch ghanaisches Kulturerbe ein. Vorgesehen ist eine langgezogene, monumental wirkende Halle, die auf einem hohen, tempelartigen Sockel sitzt. Zwei große Freitreppen führen an beiden Längsseiten hinauf, die Eingangsbereiche sind durch horizontal ausgerichtete Holzlamellen strukturiert. Ein schmaler, hoher Turm mit Kreuz markiert den in Richtung Osu Cemetery liegenden Eingang und lässt die spirituelle Ausrichtung der Anlage weithin sichtbar werden. Das konkave Dach zieht sich bis über zwei Drittel der Längsseiten hinunter wie eine feierlich über das Volumen ausgebreitete Decke. Es wird mittig von einer Reihe kleinerer aufsteigender Dachwellen überragt – das Bild einer dramatisch bewegten See entsteht vor dem inneren Auge.

Direkt unter diesen Wogen, im Zentrum des Gebäudes, liegt die große Halle, die insbesondere für Gottesdienste und festliche Rituale wie Amtseinführungen künftiger Präsidenten oder Staatsbegräbnisse dienen wird. Für die Gestaltung der Innenausstattung will Adjaye wie schon so oft mit Künstlern zusammenarbeiten. Die Rede ist von einigen der „wichtigsten und progressivsten Künstlern aus Ghana und Afrika“, konkrete Namen wurden allerdings noch nicht genannt. (da)



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