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13.12.2018

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Wohnen im Taschenformat

Innenausbau von elii in Madrid


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Kleine, auf das Wesentliche reduzierte Wohnungen sind längst keine Seltenheit mehr, vor allem in den Großstädten. Und darüber, dass auch auf wenig Platz gemütliche Wohnräume entstehen können, sind sich alle einig. Der Umbau, den das Madrider Büro elii (oficina de arquitectura) in einer nicht mal 35 Quadratmeter großen Wohnung durchführte, überrascht dennoch mit seiner komplexen Organisation und Optimierung jedes einzelnen Kubikmeters. Die kleine Eckwohnung eines Altbaus in der Innenstadt Madrids benannten die Architekten Yojigen Poketto – was aus dem Japanischen übersetzt soviel wie „eine vierdimensionale Tasche“ heißen würde.

Die kompakte Wohnfläche ist in unterschiedliche Zonen geteilt. Dieses Vorgehen wurde durch die L-Form des Grundrisses begünstigt und mit dem Einziehen einer weiteren Ebene noch unterstützt: Der intime Wohnbereich – Badezimmer und Schlafzone – ist vom Eingang räumlich getrennt und nicht sichtbar. Die beiden Bereiche sind durch ein Einbaumöbel verbunden, das 90 Zentimeter höher liegt als die Hauptebene. So wird viel versteckter Stauraum gewonnen – und mehr Tiefe für die Badewanne, die tatsächlich einem Pool im Miniformat ähnelt.

Die Optimierung der Funktionen ermöglichte ebenfalls, den Hauptbereich, der sich zu den Fenstern und Balkonen hin öffnet, komplett frei von Einbaumöbeln zu gestalten. Bereits seit einem Jahr steht die maßgeschneiderte kleinräumige, doch abwechslungreiche Wohnung ihrem Bewohner zur Verfügung – und glaubt man dem von den Architekten produzierten Video, dürfte dieser darin viel Spaß haben. (mg)

Fotos: Imagen Subliminal (Miguel de Guzmán + Rocío Romero)


Video:



Kommentare

4

bati | 14.12.2018 13:37 Uhr

kommt spanisch vor

eine außergewöhnliche bleibe und studentische arbeit, die sicherlich jeden airbnb-aufenthalt zu einem besondern erlebnis macht.

3

Ronson | 14.12.2018 09:21 Uhr

Aufgeräumt

sieht es sehr gut aus. Ich glaube jedoch, sobald der Raum inklusive Möbel benutzt wird, scheint es schwer vorstellbar, dass alles Schieber, Fächer, Treppen, etc. weiterhin so umfänglich benutzbar bleiben. Der kahle Raum lässt viele Optionen - der eingerichtete Raum eher weniger. Stelle man sich doch nur allein die alltägliche Situation vor Freunde zum Essen in der Wohnung zu haben, die dann alle auf der Treppe oder in der Nische sitzen und sobald Besteck oder ähnliches benötigt wird, müssen alle wieder aufstehen um an die Schubladen zu gelangen.

Denoch finde ich dieses Projekt außerordentlich gelungen und gut durchdacht! Bitte mehr davon (in Zeiten von Raumknappheit)

2

Christian Richter | 13.12.2018 18:13 Uhr

Weniger Fläche - Mehr Qualität

Sehr schön durchdacht und gestaltet!

Wenn man die Lösung jedoch von dieser konkreten Aufgabe auf eine allgemeinere Ebene überträgt, kann ich den Verdacht nicht abschütteln, dass man für die Kosten des offenischtlich erheblichen planerischen und baulichen Aufwandes auch einfach eine etwas größere Wohnung bekäme. Dann würde sich das Prinzip ad absurdum führen.

Dennoch habe ich große Sympathie für den Ansatz, flächenmäßig kleinere Wohnungen mit dafür umso höherer Ausbauqualität zu schaffen.

1

peter | 13.12.2018 17:05 Uhr

braucht man eine bergsteigerausbildung,

um nach dem duschen wieder im bad stehen zu können?

 
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