RSS NEWSLETTER

https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Henning_Larsen_planen_Faehrterminal_auf_den_Faeroeern_8269813.html

19.06.2023

Zurück zur Meldung

Willkommen in Torshavn

Henning Larsen planen Fährterminal auf den Färöern


Meldung einblenden

Die Färöer sind eine Inselgruppe im Nordatlantik, die als weitgehend autonomer Teil zum Königreich Dänemark gehört. Auch wenn sich die knapp 55.000 Fähringer ethnisch und kulturell nicht als Dänen begreifen, so zeigt sich die Verbindung Richtung Kopenhagen doch im baukulturellen Anspruch.

Das großzügige Schulzentrum von BIG in der Hauptstadt Tórshavn oder das Rathaus in Eysturkommuna – das sich in die Topographie einschmiegt und zugleich als Brücke mit gläsernem Boden eine Bach überspannt – zeugen davon, dass hier seit einigen Jahren ebenso ambitioniert gebaut wird wie auf dem europäischen Boden der ehemaligen Kolonialherren. Verantwortlich für das gut fünf Jahre alte Rathaus sind Henning Larsen Architects (Kopenhagen), die diese Woche ihre kürzlich abgeschlossene Entwurfsplanungen für das neue Fährterminal in Tórshavn vorgestellt haben.

Der knapp 8.000 Quadratmeter umfassende Neubau soll aber nicht nur als Fährterminal dienen, sondern auch als Logistikzentrum und Firmensitz der Reederei Smyril Line. Aktuell zeigt sich der Kai, auf dem gebaut werden soll, noch als pragmatisch genutzte Hafenfläche samt einiger schlichter Lagerhallen. Da die Färöer nicht in der EU sind, ist der Hafenbereich gemäß dem Schengener Abkommen ein öffentlich nicht zugänglicher Transitraum. Die nun anstehenden Planungen werden das ändern, indem eine saubere Abtrennung des Frachtbereichs geschaffen wird. In Folge dessen können Besucher*innen und lokale Bevölkerung wieder einen Teil der Kaianlagen betreten. Der eigentliche Neubau soll die Menschen zusätzlich anlocken, indem das Dach bepflanzt und durch eine flach ansteigende Rampe öffentlich zugänglich gemacht wird.

Formal zeigt sich der Flachbau auf den publizierten Visualisierungen als sauber gerastertes, aus Holz konstruiertes Haus mit einem Sockelbereich aus grob bearbeitetem Sichtbeton. Die Architekt*innen wollen ihren Entwurf als Reminiszenz an die traditionellen Fischerboote der Färöer und eine lokalspezifische Form schmaler Steige an den Steilküsten der Inselgruppe verstanden wissen. Der bepflanzte und gestufte Innenhof ist den circa 100 Mitarbeiter*innen der Reederei vorbehalten, die hier ihre Arbeitsplätze haben werden. (gh)


 
Mein Kommentar
Name*:
Betreff*:
Kommentar*:
E-Mail*:

(wird nicht veröffentlicht)

Zur Durchführung dieses Service werden Ihre Daten gespeichert. Sie werden nicht an Dritte weitergegeben! Näheres erläutern die Hinweise zum Datenschutz.


Ab sofort ist die Eingabe einer Email-Adresse zwingend, um einen Kommentar veröffentlichen zu können. Die E-Mail ist nur durch die Redaktion einsehbar und wird nicht veröffentlicht!


Ihre Kommentare werden nicht sofort veröffentlicht. Bitte beachten Sie unsere Regeln.



Blick von Nordwesten

Blick von Nordwesten

Das Gebäude wird in der Ostbucht von Tórshavn Havn stehen.

Das Gebäude wird in der Ostbucht von Tórshavn Havn stehen.

Der begrünte Patio ist den Angestellten der Reederei vorbehalten.

Der begrünte Patio ist den Angestellten der Reederei vorbehalten.

Bildergalerie ansehen: 11 Bilder

Alle Meldungen

<

19.06.2023

Chillen unterm Plug-in-Dach

Surfclub in Ghana von Glenn DeRoché und Juergen Strohmayer

19.06.2023

IBA’27 StadtRegion

Festivalauftakt in Stuttgart

>
baunetz CAMPUS
Urban MYCOSkin
Baunetz Architekt*innen
H2M
Stellenmarkt
Neue Perspektive?
baunetz interior|design
Flicken, löten, schrauben
BauNetz Xplorer
Ausschreibung der Woche
vgwort