Leuchtturm 21
Grundstein für Bibliothek in Stuttgart
Obwohl CDU und SPD als Befürworter des Projekts Stuttgart 21 am Sonntag von den Wählern abgestraft wurden, gehen die Bauarbeiten an dem umfangreichen Projekt fleißig weiter: Am 5. Juni 2009 wurde in Stuttgart der Grundstein für die neue Stadtbibliothek des koreanischen Architekten Eun Young Yi (Hürth/Köln) gelegt (siehe BauNetz-Meldung vom 10. November 2008).
Der Entwurf eines Kubus aus Glasbausteinen war 1999 aus einem Wettbewerb als Sieger hervorgegangen (siehe dazu BauNetz-Meldung vom 15. Juni 1999). Der sich an eine Würfelform annähernde Kubus wird eine Kantenlänge von 44 mal 44 Metern haben und 40 Meter hoch sein. In den Glasbausteinen der Fassade soll sich das Licht brechen. Fotovoltaikzellen und geothermische Anlagen werden für eine Energieeinsparung sorgen.
In Anlehnung an den antiken Leuchtturm von Alexandria wird das Projekt im Volksmund auch „Leuchtturm 21“ genannt.
Der Neubau war nötig geworden, weil die bestehende Stadtbücherei im Stuttgarter Wilhelmspalais zu klein geworden war. Von bislang 6.400 Quadratmeter wächst die Zentralbücherei auf 11.200 Quadratmeter an.
Im Dezember 2010 soll das Gebäude fertig sein. Anschließend wird die Zentralbücherei eingerichtet und kann im September 2011 in Betrieb gehen.
habe leider nicht jeden tag zeit lange zu schreiben auch wenn man natürlich fast nicht anders kann als nochmal zu entgegnen. also, wenn ich die wahl hab zwischen gutmenschentum und besserwisserischen zynismus dann weiss ich aber wo ich stehe! den vorwurf nicht lange genug studiert zu haben und den der geistigen armut nehmen sie bitte zurück, sie maßen sich doch kein vorschnelles urteil nur wegen des ersten eindrucks an, dachte ich.
Nebenbei: Die ganze gnadenlose "Meinungsmache" á la "ist es das wert, soviel nutzlose m3 zu verbauen, nur um dem nutzer eindrücklich zu zeigen welchen stellenwert er als kleines mäuschen in dem riesigen saal hat?" kotzt mich hier - mit Verlaub - eh ziemlich an. Viel spaßiger - und auch ergiebiger - als die vorgestellten Projekte zu kommentieren (über die ich mir selten eine Meinung erlaube, weil ich mir aus den meist wenigen Bildchen kein faires Urteil bilden kann) ist eben nun mal, diese meist laienhafte und populistische Stimmungsmache hier nicht ganz unwidersprochen zu lassen.
Ebenso der Ausflug in die Biologie. Das perfekt symmetrische Spinnennetz hat sicher noch kein Wissenschftler entdeckt, den perfekt symmetrischen Menschen auch nicht. Da fängt es nämlich an, spannend zu werden- und lebendig!
architektonische qualität und qualität und atmosphäre für die nutzer sind scheinbar für manche zwei dinge die nicht zwangsläufig dasselbe sind. man kann sich auch als architekt schon einfach mal fragen wie man sich in dem riesigen innenraum fühlt. kriegt man da nicht ein gefühl von bedrängnis, will man da nicht einfach wieder raus? hat man freude wenn man die bibliothek betritt um zu arbeiten? fühlt man sich wohl? ist es das wert, soviel nutzlose m3 zu verbauen, nur um dem nutzer eindrücklich zu zeigen welchen stellenwert er als kleines mäuschen in dem riesigen saal hat? vielleicht sind das ja die dinge über die zu diskutieren sich wirklich lohnen würde. bestimmt jedenfalls wesentlich wichtiger als die frage ob der architekt was mit ungers zu tun hat oder nicht und ob symmetrie böse ist. lieber jörg kempf: haben sie eigentlich auch mal eine meinung zum thema oder kritisieren sie immer nur beiträge anderer?