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23.10.2009

Altes Landgut

FH Wien von Delugan Meissl vollendet


Mit einem Neubau am „Alten Landgut“ im 10. Wiener Gemeindebezirk wurde kürzlich der neue Stammsitz der FH Campus Wien fertig gestellt. Das Gebäude wird am 25. November 2009 offiziell eingeweiht. Der Entwurf für den Fachhochschulbau stammt von dem Wiener Büro Delugan Meissl Associated Architects und ist aus einem Wettbewerb hervorgegangen. Der Neubau hat eine Bruttogeschossfläche von 36.000 Quadratmetern, er beherbergt 3.000 Studenten und 220 Lehrende und hat 45 Millionen Euro gekostet.

Die Architekten erläutern den Entwurf: „Teils gegensätzliche äußere Faktoren greifen an der Lage des Bauplatzes ineinander: Zwischen einem weitläufigen, sanft nach Süden abfallenden Hang als Teil eines übergeordneten Grüngebiets und zwei stark befahrenen Verkehrsachsen (Südost-Tangente und äußere Favoritenstraße) oszilliert der Charakter des Grundstücks zwischen weitem Landschaftsraum und inhomogenem Straßenraum.

An der Schnittstelle zwischen charakteristischen innerstädtischen Blockrandstrukturen und aufgelockerter Bebauung der Peripherie bestimmen architektonische wie topografische Komponenten die Leitidee des Entwurfs: Ein eigenständiger, horizontal gegliederter Baukörper, jedoch kein Solitär, dessen Einbettung und architektonische Gestaltung vorhandene Gegebenheiten aufnimmt und im Sinne seiner Bestimmung neu formuliert.
Die Höhenentwicklung beginnt am Verteilerkreis moderat, um nach Süden hin einen markanten Abschluss zu finden. Der Neubau der FH Campus Wien bildet ein Identität stiftendes Merkmal des Stadtquartiers im Süden Wiens.

Zwei hofartige, west- bzw. ostseitig orientierte Freiräume werden von der Baustruktur des Hochschulgebäudes umfasst, ehe sich die beiden geknickten Gebäudeschenkel den großen, flankierenden Freiflächen hin öffnen. Diese markanten Gebäudetrakte ruhen auf einem teils zweigeschossigen Sockelgebäude, dessen funktionale und gestalterische Konzipierung in Grundriss und Schnitt vom sanft modellierten, umgebenden Außenraum begleitet wird.

Übergeordnete Nutzungen wie Empfang, Aula, Bibliothek, Festsaal, Mensa und Cafeteria reihen sich in schlüssiger Abfolge entlang der variierenden Höhenschichtung dieses Zentralbereichs. Wegeführung und Nutzungsbestimmung bilden in ihrer Komposition ein lichtes Raumvolumen, durchzogen von visuellen wie atmosphärischen Beziehungen. In gestalterischer Entsprechung wechseln Brücken, Sitzstufen, zugewiesene Funktionsbereiche und Lufträume einander ab und ergeben in ihrer Komposition eine innerräumliche Struktur.“


Fotos: Hertha Hurnaus www.hurnaus.com


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