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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Daniel_Libeskind_baut_Shoppingcenter_in_Bern_8029.html

22.11.2000

Glücksfall

Daniel Libeskind baut Shoppingcenter in Bern


Die Schweizer Migros AG hat am 22. November 2000 das Ergebnis eines eingeladenen Wettbewerbs für den Bau eines Freizeit- und Einkaufszentrums im Berner Stadtteil Brünnen vorgestellt: Der Gewinner des Auswahlverfahrens heißt Daniel Libeskind. Er wird das 300-Millionen-Franken-Projekt im Auftrag der Gesellschaft realisieren. Eine international besetzte Jury unter Vorsitz von Thomas Sieverts (Bonn) hatte unter fünf eingeladenen Büros den Sieger ermittelt. Libeskind konnte sich gegen so prominente Mitbewerber wie Jean Nouvel (Paris), Massimiliano Fuksas (Rom), ARB Architekten (Bern) und Inès Lamunière / Patrick Devanthéry (Carouge) durchsetzen.
Mit dem Projekt entstünde in städtebaulich hochwertiger Qualität ein neuer Typus eines Freizeit- und Einkaufszentrums, heißt es in einem Pressetext der Migros AG.
Für Jörg Sulzer vom Berner Stadtplanungsamt greift der Entwurf von Daniel Libeskind in herausragender Art und Weise die städtebaulichen Vorgaben des neuen Stadtviertels auf und transformiert sie zu einer neuen Stadtbaukunst. Die Überleitung der stadträumlichen Gliederung des geplanten Quartiers Brünnen zu einem neuen städtebaulichen Verhalten habe mit dem Entwurf eine vielschichtige Qualität erreicht.
Das Freizeit- und Einkaufszentrum Brünnen wird neben einem Einkaufs- und Gartenbaucenter auch Einzelhandelsflächen, ein großes Freizeit- und Wellnessbad sowie ein Hotel, einige Restaurants und ein Theater umfassen. Er wolle mit seinem Projekt „in einem engen Mix der Nutzungen Ökonomie und Kultur, Stadt und Land, Zentrum und Peripherie“ verbinden, erklärte Libeskind. Der Juryvorsitzende erklärte, Libeskind habe auch deshalb den Zuschlag erhalten, weil er mit seinem Entwurf die Öffnung gegenüber dem Wohnquartier und der Stadt optimal gelöst habe. Mit seiner flexiblen Konstruktion, so Sieverts, sei eine Gesamtkomposition gelungen, welche als Baukunst Bestand haben werde.
Der Berner Stadtpräsident Klaus Baumgartner sieht in der Wahl des Libeskind-Projekts ein Glücksfall nicht nur für das Quartier, sondern auch für Bern. Er erhoffe sich von dem Projekt eine Signalwirkung auch für den Wohnungsbau in Brünnen. Parallel zum Freizeit- und Einkaufszentrum mit dem Arbeitstitel „Nexus“, das im Jahr 2005 fertig erstellt sein soll, wird in Brünnen bis 2012 Wohnraum für gut 2.500 Menschen entstehen.

Ein Lageplan und ein weiteres Modellfoto sind als Zoom-Bilder hinterlegt (Quelle:Migros AG).

Weitere Informationen finden Sie unter der Adresse www.fezbruennen.ch.


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