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06.11.2023

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Komplexer Riese

Büro- und Geschäftshochhaus von OMA in Tokio


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Mit der Fertigstellung des Toranomon Hills Station Tower in Tokio feiern OMA (Rotterdam/New York) gleich eine zweifache Premiere: Der Hochhauskomplex ist nicht nur das erste von Grund auf neu errichtete Gebäude des niederländischen Büros in der japanischen Hauptstadt, sondern mit 266 Metern Höhe und einer Gesamtfläche von sage und schreibe 253.540 Quadratmetern auch sein bisher größtes Bauwerk. Verantwortlich für den Entwurf war OMA-Partner Shohei Shigematsu, der seinen Sitz in der New Yorker Niederlassung hat und mit seinem Team bereits das erste Bürogebäude von OMA in Japan plante, das 2021 eröffnete Tenjin Business Center in Fukuoka.

Als Auftraggeber des Projekts an der Metrostation Toranomon Hills im Stadtbezirk Minato fungierte die auf Bürogebäude spezialisierte japanische Immobilienfirma Mori Building Company, die seit 2014 in unmittelbarer Nachbarschaft mit dem sogenannten Mori Tower, dem Business Tower und dem Residential Tower bereits drei weitere Hochhäuser realisiert hat. Der Station Tower bildet nun als vierter Turm im Bunde den Abschluss der Entwicklung des Areals zum neuen Geschäftsviertel.

Das mit der unterirdischen Metrostation verbundene Projekt umfasst das Hochhaus mit 236.640 Quadratmetern Fläche sowie zwei über eine erhöhte Fußgängerbrücke angebundene Satellitenbauten: das 59 Meter hohe und 8.100 Quadratmeter fassende Edomizake Terrace Building und den 30 Meter hohen Glass Rock, dessen Fläche von 8.800 Quadratmetern sich größtenteils im Untergrund befindet und ein Atrium für den U-Bahnhof ausbildet. Über das großzügig verglaste Obergeschoss gelangt viel Tageslicht in die unteren Geschosse, die nahtlos in den weitläufigen öffentlichen Sockel des Turms übergehen.

Hier befinden sich 14.400 Quadratmeter Einzelhandelsflächen, die von einer den Sockel durchquerenden Fußgängerbrücke, dem sogenannte T-Deck, in einen ober- und einen unterirdischen Bereich geteilt werden. Auf seinen insgesamt 49 Geschossen bietet des Hochhaus eine bunte Mischnutzung, darunter 110.000 Quadratmeter Büroflächen, ein Hotel mit 205 Zimmern und 10.000 Quadratmeter für das Kulturzentrum Tokio Node, das zusammen mit einer Sky Lobby ganz oben zu finden ist.   

Was seine äußere Gestalt betrifft, erscheint der weithin sichtbare Bau aus zwei Platten zusammengesetzt. Die nördliche Platte verjüngt sich nach oben hin, den Architekt*innen zufolge in Anspielung auf den historischen Kaiserpalast. Die südliche Platte ist dagegen an der Basis am schmalsten und wird nach oben hin breiter. Nicht zuletzt sollte so die Aussicht aus den oberen Geschossen auf den Tokyo Tower und die Skyline von Roppongi Hills maximiert werden. (da)

Fotos: Tomoyuki Kusunose, 
Mori Building Co.


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Kommentare

6

Sebastian Illichmann | 09.11.2023 16:14 Uhr

Ein weiteres

Stück Protz-und-Gehabe-Architektur.
Wann war das letzte Mal, dass ich mir gedacht habe OMA ist erfrischend und progressiv? Ach ja, das war in den 90erJahren des vorigen Jahrhunderts. Seitdem nur Konzernarchitektur. Schade.

5

auch ein | 07.11.2023 17:55 Uhr

architekt

@4:
erklären sie die floskel: " urban-tektonische Dynamik."
ein weiterer irgendwie-anders-als-alle-anderen-sein-wollen-klotz ?

4

Da ist | 06.11.2023 19:11 Uhr

der Rem

ja mal wieder zu seinen delirierenden Ursprüngen zurückgekehrt. Und das in der richtige Metropole.

Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ihm es ziemlich egal ist, wie tief die Regelgeschosse sind. Hier geht es um urban-tektonische Dynamik.

Muss man nicht mögen, aber das mache die Jungs doch immer noch gut, oder? Schon auch irgendwie cool.

Ja, Ja, diesen 80er -90er "Ride the Tiger" Zynismus ist ein bisschen staubig...

3

50667 | 06.11.2023 18:44 Uhr

Ein kleines bischen zuviel...


...bei der EZB abgekupfert...

2

eon | 06.11.2023 17:31 Uhr

...

Was das Häuschen wohl gekostet haben mag?

1

Nihonjin | 06.11.2023 15:45 Uhr

Schaunetz statt Baunetz ?

Es wäre schön, neben all diesen PR-Fotos auch die wichtigsten Regelgeschoße zu publizieren, um die Qualitäten eines Bauwerks ergründen zu können.

Die Bürohochhäuser in Japan haben traditionell sehr tiefe Grundrisse, die durchaus kritisch zu bewerten sind...
Man sieht ja auch kein einziges Foto eines Bürogeschoßes !
Hier dürfte der Europäer Rem Koolhaas sich nicht ganz wohlfühlen...

 
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