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22.02.2024

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Wie geht es euch?

BAK-Sonderumfrage zur Konjunktur in den Planungsbüros


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Die beruhigende Nachricht zuerst: Die wirtschaftliche Lage der Planungsbüros in Deutschland ist derzeit noch gut oder befriedigend. Rund 90 Prozent der Befragten sehen die Existenz des eigenen Büros nicht in Gefahr. Dies geht aus einer Konjunktursonderumfrage der Bundesarchitektenkammer (BAK) unter den selbstständigen Kammermitgliedern hervor, die heute Vormittag veröffentlicht wurde.

Dennoch, so heißt es in der Zusammenfassung, verdichten sich die Zeichen für eine Krise. Die Sorge vor unzureichender Nachfrage wächst. Schon jetzt kann die Mehrheit nicht im gleichen Umfang Neuaufträge akquirieren wie in den vergangenen Jahren. Die Hälfte der Befragten aus den Bereichen Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung muss sich mit Projektpausen, -rückstellungen oder -absagen auseinandersetzen und rechnet für das kommende Jahr sogar mit einer weiteren Verschlechterung der Lage des eigenen Büros.

Als Gründe werden gestiegene Materialkosten, hohe Zinsen und langwierige Genehmigungsprozesse genannt. Bedenklich ist, dass Genehmigungsprozesse und fehlende Aufträge als vergleichbar große Probleme angesehen werden. In diesem Zusammenhang verweist BAK-Kammerpräsidentin Andrea Gebhart auf die Reduzierung von Normen und Standards als Beitrag zur Senkung der Baukosten.

Trotz dieser Entwicklung, heißt es in der Pressemitteilung weiter, gibt die Mehrheit der Befragten an, kein Personal abbauen zu wollen. Gebhart sieht darin ein Zeichen für die gesellschaftliche Verantwortung, derer sich der Berufsstand bewusst ist. „76 Prozent der Büros wollen den Personalbestand halten, selbst wenn sich die Lage verschlechtern sollte. Nur 15 Prozent planen, Personal abbauen zu müssen – genauso viele wie zusätzliches Personal einstellen wollen“, so die Präsidentin.

Interessant ist weiterhin: Landschaftsarchitekt*innen und Stadtplaner*innen bewerten die Geschäftslage besser als Hochbauarchitekt*innen und Innenarchitekt*innen. Dabei leiden Architekturbüros vor allem unter der sinkenden Nachfrage im freien und geförderten Wohnungsbau sowie im Ein- und Zweifamilienhausbau. Innenarchitekturbüros sind durch eine schlechte Auftragslage im Einzelhandel, beim Messebau und in der Hotellerie betroffen. Stabiler ist die Auftragslage im Industriebau, bei Freizeit-, Tourismus- und Kulturbauten sowie Gebäuden des Gesundheits- und Bildungswesens.

Im Januar 2024 hat die Bundesarchitektenkammer (BAK) zusammen mit den Länderkammern die selbstständigen Mitglieder zur Konjunktur befragt. Insgesamt beteiligten sich 3.981 Personen. Die BAK führt regelmäßig berufspolitische Mitglieder-Umfragen durch. (fm)


Zum Thema:

Mehr zu den Umfrageergebnissen unter: bak.de/kammer-und-beruf/daten-fakten/


 
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Foto von Ryan Ancill auf Unsplash

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