„Brücken sind Grundpfeiler unserer Gesellschaft, deren Bedeutung uns oft erst bewusst wird, wenn sie wegfallen“, heißt es in der Ankündigung der Ausstellung „Brücken neu denken. Lebensraum, Stadtraum, Freiraum“, die ab Donnerstag, 23. Januar 2026, in Dresden im Zentrum für Baukultur Sachsen zu sehen ist. Man kann sie als Bezug auf die Carolabrücke in der sächsischen Landeshauptstadt lesen, die im September 2024 eingestürzt ist.
Die vom Institut für Massivbau der TU Dresden konzipierte Schau zeigt anhand nationaler und internationaler Beispiele, wie sich Brücken in Stadtbild, Landschaft und Lebensumfeld integrieren lassen. Dabei werden sie nicht allein als funktionale Verbindungen gesehen, sondern auch als Orte der Begegnung, des Aufenthalts und der kulturellen Erfahrung. Am Beispiel der Dresdner Augustusbrücke zeigt sie, wie sich Brückenvisionen über die Jahrhunderte verändert haben und möchte überdies anregen, zu hinterfragen, ob jede Brücke gebaut werden sollte, nur weil es technisch möglich ist.
Zur Vernissage am Donnerstag, 29. Januar spricht Steffen Marx vom Institut für Massivbau der TU Dresden. Im Rahmen der Ausstellung werden auch Entwürfe für eine neue Carolabrücke gezeigt. Das Begleitprogramm umfasst unter anderem einen Filmabend zu Brücken weltweit, Vorträge zu Gendergerechtigkeit in Planung und Bauwesen sowie zu ressourceneffizientem Bauen für Städte und einen Basteltag in den Schulferien im Februar, bei dem Kinder eigene Brücken bauen und unter Belastung testen können.
Ausstellung: 23. Januar bis 26. Februar 2026
Vernissage: 29. Januar 2026, 18:30 Uhr
Ort: Zentrum für Baukultur Sachsen, Kulturpalast Dresden, Schloßstraße 2, 01067 Dresden
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DWS, Stuttgart | 25.01.2026 13:50 UhrEleganter Entwurf
Ästhetik darf bei Brücken nicht fehlen, das forderte schon der Stuttgarter Pontifex Fritz Leonhardt. Denn sie sind ein besonders auffälliges Element im Stadtraum. Hier scheint wieder eine gute Form gelungen zu sein. Zusätzlich wurden die Funktionen mit den einzelnen Verkehrsarten (Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer) offenbar sorgfältig überdacht und im Ergebnis von einander getrennt. Wo und wie die Straßenbahn geführt wird, ist leider nicht erkennbar. Auch über Material und Konstruktion der neuen Carolabrücke erfährt der Leser des schönen Artikels (mit Schwerpunkt Ausstellung) auch nichts.