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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Auditorium_in_Andalusien_von_MX_SI_4949763.html

23.01.2017

Schlau gespart

Auditorium in Andalusien von MX_SI


Bereits 2006 gewann das Studio MX_SI (Barcelona) den offenen Wettbewerb für ein städtisches Auditorium in der andalusischen Stadt Ana in der Provinz Còrdoba. Der Bau begann vor dem Jahr 2008, jedoch musste das Projekt schon bald an die Auswirkungen der Wirtschaftskrise, die Spanien härter als andere Länder der Europäischen Union getroffen hatte, angepasst werden. Die Kürzung des ursprünglichen Budgets von zwölf Millionen Euro zwang die Architekten Boris Bezan, Mara Partida und Héctor Mendoza zum Überdenken des Vorhabens. Seine Umsetzung wurde in zwei Phasen unterteilt, von denen die erste jetzt abgeschlossen ist.

Der erste Teil des Projekts mit einem Budget von rund vier Millionen Euro sieht die Errichtung aller vier Etagen vor, beschränkt aber den Ausbau auf die Hauptbühne samt Garderobe und Lagerräume. Die maximale Flexibilität der Bühne ermöglicht es jedoch, alle Arten von Veranstaltungen durchzuführen – auch jene, die später in den anderen Geschossen Platz finden sollen. Das Gebäude steht als neues Wahrzeichen auf einem Messegelände an der Zufahrt zur Stadt.

Der Entwurf ist an die extremen klimatischen Bedingungen der Gegend angepasst und spielt mit offenen, halboffenen und geschlossenen Räumen. Die Struktur besteht aus nur zwei Grundelementen: einem Sockel, der als Fortsetzung der Landschaft konzipiert ist, und einem darüber schwebenden Dach. Mit diesem Ansatz wird die Umgebung in das Auditorium integriert. Das Dach löst sich wiederum teilweise vom Sockel, so dass große Spannweiten und viele Öffnungen möglich sind.

Der ursprüngliche Entwurf wurde vor allem mit Blick auf Dimension, Struktur und Baukonstruktion an das Budget angepasst. Um die Kosten zu senken, fand ein einfacheres Akustiksystem Verwendung. Auch die Fassade aus Aluminiumschalen ermöglichte eine schnelle und kostengünstige Montage vor Ort. In der zweiten Phase sollen im Obergeschoss ein Konferenzsaal, Presseräume, eine Galerie und ein Theater realisiert werden. (mg)

Fotos: Pedro Pegenaute


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