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24.04.2008

Bunker, Berkel, Bauernhaus

Architekturpreis Beton vergeben


Zum 25-jährigen Bestehen des Bundesverbandes der Deutschen Zementindustrie e.V. (BDZ) wurde 1974 zum ersten Mal der Architekturpreis Beton ausgelobt und 1975 verliehen. Seitdem wird der Preis, der „gut gestaltete Betonbauten“ bekannt machen möchte, in einem zweijährigen Turnus verliehen und ist damit einer der ältesten Preise für Architektur in der Bundesrepublik. Er ist mit 25.000 Euro dotiert und wurde in diesem Jahr erstmalig in Kooperation mit dem Bund Deutscher Architekten (BDA) ausgelobt. Zur Jury gehörten u.a. Julia Bolles-Wilson, Titus Bernhard, Falk Jaeger, Amandus Sattler, Jan Störmer und Werner Sobek.

Folgende drei Projekte wurden zu gleichrangigen Preisträgern ernannt:

  • Mercedes-Benz-Museum, Stuttgart
    Architekten: Ben van Berkel / UN Studio, Rotterdam
    (zur BauNetz-Meldung zur Eröffnung am 18. Mai 2006)
    Die Jury: „Bei dem Museumsbau handelt es sich um die erste Betonkonstruktion überhaupt, die mit neuer Planungstechnik vollständig computergestützt mit 3D-Programmen entworfen, entwickelt und berechnet wurde. Auch bei der Konstruktion selbst sind die Architekten und Ingenieure keiner technischen Schwierigkeit aus dem Weg gegangen und haben zum Beispiel doppelt gekrümmte Sichtbetonwände mit völlig neuen Schalungs- und Betoniertechniken entwickelt und realisiert.“

  • Wohnhaus / Sammlung Boros, Berlin
    Architekten: Realarchitektur – Jens Casper, Petra Petersson, Andrew Strickland, Berlin
    Die Jury: „Dabei entsteht der Eindruck, als sei die kompromisslos moderne, nüchterne Architektursprache des Dachaufbaus ganz logisch und selbstverständlich aus der Struktur des Betonbunkers entwickelt worden. Die seltene, aber umso wichtigere Bauaufgabe ist mit viel Gefühl für die vorgefundene Bausubstanz und der angemessenen formalen Zurückhaltung gelöst worden.“

  • „Birg mich, Cilli!“ – Umbau eines denkmalgeschützten Bauernhauses, Viechtach
    Architekten: Studio für Architektur – Peter Haimerl und Jutta Görlich, München
    Die Jury: „Die Geschichte des Hauses, die Bauphasen, das kuriose Flickwerk und die Farbschichten sind ablesbar geblieben. Dies gelang durch eingestellte Betonkuben, in denen sich das moderne Leben abspielt. Durch die rahmenartigen Öffnungen ist das alte Haus nach wie vor sicht- und erlebbar.“
Des weiteren sprach die Jury vier „Lobende Erwähnungen“ aus:
  • Dokumentationszentrum der Gedenkstätte Bergen-Belsen
    Architekten: KSP Engel und Zimmermann
    (BauNetz-Meldung zur Eröffnung am 29. Oktober 2007)

  • Stadtbahnstation Rathaus Süd, Bochum
    Architekten: Pahl + Weber-Pahl BDA

  • Zollverein School of Managment und Design, Essen
    Architekten: Sejima + Nishizawa / SANAA
    (BauNetz-Meldung zur Eröffnung am 1. August 2006)

  • Sächsisches Bergarchiv und Mineralogische Sammlung, Schloss Freudenstein, Freiberg
    Architekten: AFF Architekten, Berlin
    (BauNetz-Meldung zur Eröffnung am 14. Januar 2008)
Preisverleihung und Empfang: 27. Juni 2008, 17 Uhr
Ort: Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin
Die Veranstaltung ist öffentlich, um Voranmeldung per e-Mail wir gebeten unter foerster@BDZement.de oder auf der Internetseite des Architekturpreises.


Zum Thema:

www.architekturpreis-beton.de


Zu den Baunetz Architekten:

KSP Jürgen Engel Architekten
Pahl + Weber-Pahl Architekten
Störmer Murphy and partners
Titus Bernhard Architekten
AFF Architekten


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