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19.08.2004
Romantiker der Gegenwarts-Architektur
Sverre Fehn wird 80
Der norwegische Architekt Sverre Fehn feierte am 14. August 2004 seinen 80. Geburtstag.
Fehn wurde 1924 in Kongsberg (Norwegen) geboren und erhielt seine Ausbildung kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Nach Reisen und Studienaufenthalten in Marokko und Paris gründete er ein Büro mit Geir Grung. 1955 schaffte das Büro den Durchbruch mit dem modernistischen Økern-Seniorenheim in Oslo.
Internationale Anerkennung erführ Fehn im Alter von 34 Jahren mit seinem Entwurf für den Norwegischen Pavillon auf der Brüsseler Weltausstellung im Jahr 1958. In den 60er Jahren schuf er zwei Arbeiten, die Höhepunkte seiner Karriere darstellen: den Pavillon der nordischen Länder in den Biennale-Gärten von Venedig und das Hedmark-Museum im norwegischen Hamar.
Das Museum ist vielleicht Fehns größter Erfolg. Es markiert seine Abwendung vom puren Modernismus hin zu einer skandinavischen Regional-Prägung, die natürliche Materialien verwendet, Elemente der umgebenden Landschaft aufnimmt und Bauten sensibel in den Bestand integriert.
Hierzu gehören auch seine Museumsbauten der letzten Jahre wie das Norwegische Gletschermuseum in Fjærland (1991), das Aukrust-Zentrum in Alvdal (1996), das Ivar-Assen-Zentrum in Ørsta (2000) und das Norwegische Museum für Photographie in Horten (2001).
Höchste internationale Ehren widerfuhr ihm im Jahr 1997 mit der Verleihung des Pritzker-Preises (BauNetz-Meldung vom 18. 4. 1997) und der Heinrich-Tessenow-Goldmedaille BauNetz-Meldung vom 3. 6. 1997). Die Jury des Pritzker-Preises bezeichnete ihn als „einen der letzten Romantiker der Gegenwarts-Architektur“.






