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08.01.2016

Auf der Spitze

Wettbewerb für Schweizer Berghütte entschieden


Sie hängt spektakulär zwischen den Gipfeln, die Berghütte in den Schweizer Alpen. Doch beim Wettbewerb für die Erweiterung der Albert-Heim-Hütte, einem Bauwerk der SAC-Sektion Uto, war eine visionäre Architektur, die solch ein Ort sonst entfachen mag, nicht dabei. Das ist wohl auch dem Umstand geschuldet, dass die sechs von der Eigentümerin geladenen Teams sich mit einer komplexen Baugeschichte auseinandersetzen mussten: 1918 vom Hüttenarchitekten und nachmaligen Stadtrat von Zürich Gustav Kruck errichtet, wurde die Hütte bereits 1937 vergrößert, 1970 erhielt sie von Jakob Eschenmoser einen zusätzlichen Erweiterungsbau. Seit 2014 steht der Bau unter Denkmalschutz.

Entsprechend vorsichtig sind die Vorschläge der Schweizer Büros, die nun von der Jury unter Vorsitz von Ueli Hintermeister, Inhaber einer Agentur für Wanderreisen und Autor, wie folgt beurteilt wurden:

1. Rang: Leutwyler Partner Architekten, Zug

2. Rang: Durisch + Nolli Architetti Sagl, Massagno

3. Rang: Map Architektur + Planung, beide Wallisellen

4. Rang: ARGE horisberger wagen architekten mit stehrenbergerarchitektur, beide Zürich

5. Rang: Architektur Baumann, Margrit, mit Baumann, Altdorf

Der wohl zurückhaltendste Entwurf soll schließlich realisiert werden. Mit ihrem Siegerprojekt möchten die Architekten von Leutwyler Partner die Hütte von 1918 vollständig in ein neues Volumen integrieren. Das Dach der bestehenden Baukörper soll minimal angehoben werden und mit dem neuen Anbau subtil verschmelzen. Für die Erweiterung wählt das Büro den gleichen Naturstein, der auch beim Bestandsbau zur Anwendung kam. „Es ergibt sich eine neue Einheit – ein neues Ganzes“, ist das Lob der Jury.

Auch Durisch + Nolli gehen behutsam vor. Als einzige der sechs Teilnehmer möchten sie den „Fussabdruck“ der Hütte nicht vergrößern. Sie schlagen vor, die Außenmauern zu erhalten, dafür aber das Dach mit einer markanten Gipfelkonstruktion aufzustocken. „Das Projekt ist sehr kompakt und weist die mit Abstand kleinste Gebäudefläche und Volumetrie auf“, heißt es in dem Gutachten der Jury, der als Fachpersonen unter anderem die Architekten Nicola Baserga und Jürg Hiltbrunner angehörten. Der auffälligste Vorschlag ist wohl der drittplatzierte Entwurf von Map Architektur. Ihr runder Anbau setzt sich klar vom Bestand ab. Doch von einer visionären Architektur lässt sich auch da nicht sprechen.



Kommentare:
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1. Rang: Leutwyler Partner Architekten, Vrin

1. Rang: Leutwyler Partner Architekten, Vrin

2. Rang: Durisch + Nolli Architetti Sagl, Massagno

2. Rang: Durisch + Nolli Architetti Sagl, Massagno

3. Rang: Map Architektur + Planung, Wallisellen

3. Rang: Map Architektur + Planung, Wallisellen

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