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24.03.2016

SK-Platte und AFF-Ziegel

Wettbewerb für Berliner Schulerweiterung


SK Berlin 1968 – was verbirgt sich hinter dieser kryptischen Benennung? Ist es das Sonderkommando einer linken Studentenvereinigung oder die Strukturkommission der Bundesanwaltschaft? Fast. Ein Konstruktionssystem für Plattenbauten aus DDR-Zeiten trägt diese Bezeichnung. Vor allem für Verwaltungsgebäude und Schulbauten kam dieser Typ aus einem Stahlbetonskelett und industriell gefertigten Außenwandmodulen von 1968 bis 1972 zum Einsatz. Die Lew-Tolstoi-Schule in Berlin-Lichtenberg ist ein solcher serieller Schulbautyp. Mittlerweile saniert, soll das Schulgelände verschönert und ausgebaut werden. Das Beizirksamt Lichtenberg hat für hierfür einen Wettbewerb ausgerufen. Gefordert waren: die Entwürfe für die Erweiterung des Schulgebäudes, ein Neubau für eine Zweifeld-Sporthalle und die Neugestaltung der 10.500 Quadratmeter Aufenthalts- und Sportaußenflächen.

Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden aus 78 Bewerbern 20 Bewerbergemeinschaften aus Architekten und Landschaftsarchitekten ausgewählt. Die Jury aus Vertretern der Fachöffentlichkeit, des Bezirks und der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung unter Vorsitz von Ingrid Hentschel (Berlin) vergab schließlich folgende Preise:

1. Preis:
AFF Architekten und POLA Landschaftsarchitekten (beide Berlin)

3. Preis:
scholl architekten partnerschaft und Philip Denkinger Landschaftsarchitekt (beide Stuttgart)

3. Preis:
Dierks Sachs Architekten BDA und Holzwarth Landschaftsarchitektur (beide Berlin)

Anerkennung:
Schulz und Schulz Architekten (Leipzig) und DÄRR LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (Halle a. d. Saale)

Anerkennung:
HEYDORN EATON ARCHITEKTEN und Guba+Sgard Landschaftsarchitekten (beide Berlin)

Eine horizontal betonende Ziegelfassade soll also in Zukunft der strengen Gliederung der SK-Type gegenübergestellt werden. Der Entwurf von AFF Architekten ist von der Jury zur Realisierung empfohlen worden. Das Berliner Büro, das bereits viel Erfahrung im Schulbau hat, will mit seinem Anbau ohne große Eingriffe in den Bestand die Geschossigkeit und Proportionen des DDR-Baus fortführen und gleichzeitig über seine polygonale Form und die Materialität einen eigenständigen Baukörper entwickeln. Die zukünftige Sporthalle soll in einen massiven, mit einer Ziegelfassade die Materialität des Schulneubaus fortschreibenden Sockel und einen aufgesetzten, verglasten Hallenkörper gegliedert werden. „Der Entwurf besticht durch eine konsequente und zugleich sensible Durcharbeitung“, lobt die Jury. „Diese zeigt sich insbesondere in der gelungenen Maßstäblichkeit sowie in der geschickten Erschließung und inneren Organisation.“ Das Planungsziel des Bezirks Lichtenberg ist anspruchsvoll: 2019/20 soll die Erweiterung eröffnet werden. (sj)



Modellfotos: H.-J. Wuthenow


Zum Thema:

1, 2, 3, viele weitere Schulen in Berlin von AFF Architekten stellt auch die Baunetzwoche#425 vor


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AFF Architekten


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1. Preis für AFF Architekten und POLA Landschaftsarchitekten (beide Berlin)

1. Preis für AFF Architekten und POLA Landschaftsarchitekten (beide Berlin)

Ein 3. Preis für scholl architekten partnerschaft und Philip Denkinger Landschaftsarchitekt (beide Stuttgart)

Ein 3. Preis für scholl architekten partnerschaft und Philip Denkinger Landschaftsarchitekt (beide Stuttgart)

Ein anderer 3. Preis für Dierks Sachs Architekten BDA und Holzwarth Landschaftsarchitektur (beide Berlin)

Ein anderer 3. Preis für Dierks Sachs Architekten BDA und Holzwarth Landschaftsarchitektur (beide Berlin)

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