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06.12.2017

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Schwarz mit Shortcuts

Stadthaus von Dominique Coulon in Straßburg


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Straßburg, Stadbezirk Krutenau. Die Struktur des historisch gewachsenen Viertels, das im Osten an den Campus der Universität angrenzt, weist einige kleinere und dadurch für den Wohnungsbau nicht sehr lukrative Restflächen auf. Eine dieser Parzellen ziert nun ein fünfstöckiger Turm. Auf dem nur 120 Quadratmeter großen Grundstück realisierten Dominique Coulon & Associés (Straßburg) den Neubau, ein Eckhaus mit dunkler Holzfassade und orange- und silberfarbenem textilen Sonnenschutz. Dominique Coulon selbst und sein Architekturbüro sind hier eingezogen.

Die Entscheidung für eine witterungsresistente Fassade aus verkohltem Lärchenholz resultierte aus den Auflagen bei der Grundstücksvergabe: Ein exemplarisches, energetisch optimiertes Bauwerk sollte entstehen, mit Mischnutzung und unter Verwendung nachwachsender Rohstoffen. Das seidige Schwarz korrespondiert jedoch auch durchaus mit dem Faible des Architekten für kräftige Farben und Farbkompositionen. Die Fensterformate variieren stark, ihre Anordnung wirkt  zufällig. Die innere Organisation ist von außen nicht ablesbar – und dennoch öffnet sich der Neubau zur Stadt.

Verschachtelt erscheint das Gebäude im Inneren, mit Raumhöhen, die mal über ein, mal über zwei Geschosse reichen. Neben einem Haupttreppenhaus aus unbehandeltem Metall bieten verschieden gestaltete Stiegen Shortcuts zwischen den  funktionalen Abschnitten des Hauses. Im Büro kontrastieren geschliffene Sichtbetonflächen mit Einbauten aus unbehandeltem Holz, in den Wohnräumen mit Einbauten aus farbig lackiertem Holz. Hier wurde die Raumgestaltung in knalligen Unitönen auf die Spitze getrieben – gegen das Schlafzimmer in schreiendem Rot erscheint selbst die Dachterrasse mit Garten und Schwimmbecken ungemein blass. (kms)

Fotos: Eugeni Pons, David Romero-Uzeda


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Kommentare

4

schlawuki | 10.12.2017 21:11 Uhr

aha max 3

und wo ist denn dein standpunkt?
meiner ist klar.
den verrat ich aber an dieser stelle nicht.

3

max | 08.12.2017 16:49 Uhr

aha 1 & 2

exemplarisch vorgeführt:
die beiden banalstmöglichen positionen des (hiesigen) architekturdiskurses treffen sich mal wieder.
wie traurig.
denkt doch mal weiter als diesen einen satz...
benutzt doch mal begriffe, die nicht aus dem architektur-vokabular einer lokalzeitung stammen.
kommt doch mal eine sekunde von eurem standpunkt weg.

2

Stefanie Meyer | 06.12.2017 23:43 Uhr

Richtig

Richtig, das muss das UFO auch nicht wenn es sich als Solitär versteht

1

roman | 06.12.2017 16:27 Uhr

ufo

Das UFO ist gelandet und schert sich nicht um die Umgebung.

 
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