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17.03.2017

Bauen für die Roboter

Schulungszentrum von GKK+ Oliver Kühn bei Stuttgart


Das nennt man Wachstum: 2004 bauten GKK+ Architekten, Oliver Kühn aus Berlin für die FANUC GmbH eine neue Hauptverwaltung, zehn Jahre später begann man bereits mit der Planung der Erweiterung. Letztes Jahr wurde der 16 Millionen Euro teure Neubau des FANUC-Akademie- und Schulungszentrums in Neuhausen auf den Fildern fertig. Von außen sieht man den beiden Bauteilen – abgesehen von Alterungsspuren – nicht an, wer hier neu und wer schon etwas älter ist. Denn die Architekten bauten einfach in der etablierten Formensprache weiter, was durchaus konsequent ist. Aluminimpaneele, eine Verbindungsbrücke am richtigen Ort sowie runde Abschlüsse an Kanten und Fensterbändern erinnern an die Hochzeit der High-Tech-Architektur und sorgen – heruntergekocht auf einen funktionalen Bürobau in einem Gewerbegebiet am Rande Stuttgarts – für die genau richtige Atmosphäre: Dass hier High-Tech produziert wird, wird sofort augenfällig!

Motor dieses flotten Wachstumskurses ist die deutsche Automobilindustrie. FANUC ist ein weltweit tätiges Elektronik- und Maschinenbauunternehmen, das vor allem im Bereich Robotik aktiv ist. Und diese Roboter sind wiederum für die deutschen Autobauer wichtig, die in Baden-Württemberg bekanntermaßen gut vertreten sind. Im neuen Akademie- und Schulungszentrum besuchen die zukünftigen Nutzer der komplexen Maschinen Kurse und lernen, anwendungsbezogen mit den Robotern zu arbeiten. Welche Relevanz das hat, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass es in dem Neubau 70 Hotelzimmer gibt, in denen die Kursteilnehmer wohnen. Diese sind im obersten von insgesamt drei Geschossen untergebracht und um zwei bepflanzte Innenhöfe herum gruppiert. In den beiden Geschossen darunter liegen die Schulungsräume, zweihüftig um einen zentralen Längskorridor organisiert. Die Schnitte zeigen, dass in den teilweise doppelgeschossigen Räumen durchaus große Roboter stehen, mit denen hier gearbeitet wird. Unabhängig davon, wie man manches Detail oder das Design der Innenräume bewerten mag: Selten gehen technische Außenform und innere Funktion in konzeptioneller Hinsicht so schön zusammen wie bei diesem Bau. (gh)

Fotos:
Alberto Ferrero


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Google Maps


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