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26.11.2014

Dach für Dressur

Neue Tribüne in Aachen von kadawittfeld


Das Areal in Aachen heißt CHIO-Gelände, was nicht etwa für salzige Kartoffelsnacks steht, sondern für ein internationales Pferdesport-Turnier (Concours Hippique International Officiel), das seit 1925 jährlich in Aachen stattfindet. Das dortige Dressurstadion ist jetzt um eine Tribüne erweitert worden. Erstmals ist damit das Sportfeld auf allen vier Seiten von Zuschauerrängen umgeben: Die neue Tribüne auf der Ostseite schließt nach den Worten ihrer Architekten kadawittfeldarchitektur (Aachen) ein „Missing Link“ in dem bisher U-förmigen Stadion.

Die Architekten hatten im Jahr 2012 einen entsprechenden Wettbewerb gewonnen. Es wurde rechtzeitig zum CHIO im Juli 2014 fertig. Mit dem Umbau wurde das schon bisher weltgrößte Dressurstadion seiner Art auf 6.200 Besucherplätze erweitert.

Die neue Tribüne im Obergeschoss wird von einer großen Freitreppe erschlossen und bietet  Sitzplätze für 1.200 Besucher. Das bis zu 16 Meter hohe und rund 18 Meter weit auskragende Dach und die seitlichen Glasfassaden schützen die Besucher vor Witterungseinflüssen. Unterhalb des Tribünenkörpers sind im Erdgeschoss Funktionsräume wie Sanitärbereiche, Lager- und Technikflächen, Meldestelle, Turnierleitung und Besprechungsraum untergebracht.

Das Zusammenspiel aus Freitreppe und Tribünendach ergibt im Grundriss eine bumerangförmige Figur; das Dach selbst bildet ein asymmetrisches, schiefeckiges Viereck. Das Traggerüst wird von einem Trägerrost aus Stahlprofilen gebildet, auf den ein Trapezblech als Dachdeckung aufgelegt ist. Die Lasten des Daches werden über nur vier schlanke Stahlstützen im vorderen Bereich in das Erdgeschoss abgetragen.

Die Oberflächen von Zuschauerrang, Treppenaufgang und dem ausladenden Dach sind in einem einheitlichen Weißton gehalten, womit sich der Tribünenkörper deutlich abzeichnen soll. Ein umlaufendes Aluminiumblech und die weiß gestrichene Stahlbetonbrüstung fassen Dachrand, Tribüne und die rückseitige Außenwand zusammen. Damit ist die neue Tribüne zum „Hingucker“ des ganzen Pferdesport-Areals geworden. (-tze)

Fotos: Andreas Horsky


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Zu den Architektenprofilen:

kadawittfeldarchitektur


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