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http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Labor_in_Cambridge_von_Stanton_Williams_2144067.html

01.08.2011

Monumentale Erdformation

Labor in Cambridge von Stanton Williams


Die Queen war auch schon da: Im Frühling eröffnete Her Royal Highness das neue Pflanzenforschungslabor von Stanton Williams Architects im Botanischen Garten der Universität Cambridge.

Das Londoner Büro ist vor allem für seine Museumsentwürfe bekannt (siehe BauNetz-Meldung vom 26. Septermber 2008). Das nun gebaute Sainsbury Labor fügt sich mit seinen 11.000 Quadratmetern in die botanische Umgebung ein. Die Londoner Architekten wollten ein „fest in die Landschaft verwurzeltes“ Haus bauen, dementsprechend ist der Neubau flach und horizontal gehalten und mit einem Untergeschoss in die Erde eingegraben. Entlang der Außenfassade des Obergeschosses zieht sich ein Fensterband, das von vorgelagerten schmalen Säulen rythmisiert wird. Diese verleihen dem Bau einen monumentalen Charakter.

„Beständigkeit“ sehen die Architekten als eine Eigenschaft, die von einem bedeutenden Forschungslabor erwartet würde. Das internationale Büro hat die universitäre Einrichtung als einen Monolithen gebaut, „der sowohl an geologische Erdformationen als auch an Darwins Gedanken zu evolutionären Veränderungen erinnert.“

An verschiedenen Stellen erlauben großzügige Fensterfronten Blickbezüge in die Landschaft. Auch die im Obergeschoss liegende Terrasse soll zur Integration des Baus in den Botanischen Garten beitragen. Drei verschieden große Kalksandstein-Baukörper sind zu einem Haupttrakt mit zwei Seitenflügeln angeordnet und formen so einen Innenhof.  Eine Baumreihe begrenzt den Hof – der englische Botaniker und Geologe John Stevens Henslow hatte sie im 19. Jahrhundert gepflanzt.

Eine weitere Besonderheit der Forschungseinrichtung ist der so genannte Denkweg. Angelehnt an Darwins Wandelgang, der es dem Evolutionstheoretiker ermöglichte, Natur und Gedanken durch aktives Gehen miteinander in Einklang zu bringen. Auch im Forschungbau ist der Denkweg ein Raum zur Reflexion und Gespräche, der den Austausch zwischen den Wissenschaftlern fördern soll. Mit seinem zum Innenhof ausgerichteten Fensterfronten erinnert er an den Kreuzgang eines Klosters.


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