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http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Gaestehaus_von_Blee_Halligan_in_Suffolk_5160179.html

08.09.2017

Außenhaut aus Zedernholz

Gästehaus von Blee Halligan in Suffolk


Steine knirschen unter den Schuhen, folgt man von der Landstraße kommend dem Weg durch den mit Stauden bepflanzten Garten zum Haus. Sträucher wuchern, Blumen blühen, Bäume wiegen sich im Wind - eine Umgebung, in die sich das mit Zedernholz verkleidete Five Acre Barn Bed & Breakfast harmonisch einfügt. Das heutige Hotel, das im Mai die ersten Gäste begrüßte, war ursprünglich eine alte Scheune mit einem völlig verfallenen Anbau aus den Siebzigerjahren. Es liegt zwischen den Küstenstädten Aldeburgh und Thorpness im britischen Suffolk, auf fünf Hektar Wald und Wiese, die für das Projekt namensgebend sind.

Bruce Badrock und David Woodbine erwarben das teilweise heruntergekommene Ensemble, verkauften ihr Haus in London, engagierten Blee Halligan Architekten (London) für den Umbau und starteten ein neues Leben auf dem Land, nordöstlich von London.

Das Gebäude gliedert sich jetzt in zwei Bereiche: Die alte Scheune, in der die gemeinschaftliche Wohnfläche mit Holzofen, eine offene Küche und das mit sechs Metern Raumhöhe großzügige Schlafzimmer der beiden Besitzer untergebracht sind. Und den Neubau, in dem die fünf Gästezimmer untergebracht sind. Ein niedriger, schwarz gebeizter Holzdurchgang verbindet die Scheune mit dem Anbau, der im rechten Winkel zum Haupthaus steht. Er ersetzt den verfallenen Siebzigerjahre-Anbau.

Die Gästezimmer verfügen über zwei Geschosse. Wohn- und Schlafbereiche sind oben, Bäder unten angeordnet. Sperrholzplatten aus Birke fungieren als Raumteiler. Das Dach stellt sich als Sägezahnform dar, die dem Innenraum eine dynamische Form verleiht. Schindeln aus Zedernholz bilden die Außenhaut. Die nahtlose, skulpturale Formgebung wird statisch durch verdeckten Edelstahl ermöglicht.

Das Gebäude inmitten der wilden Gartenlandschaft ist Wind und Wetter schutzlos ausgeliefert. Im Laufe der Zeit wird sich die Farbe des Holzes daher in ein Silbergrau verwandeln. Die zukünftige Patina soll den Bau und seine spezielle Form noch weiter betonen, so die Architekten. Zudem sind Baustoffe und Konstruktion so simpel wie möglich gehalten, um eine spätere Reparatur so einfach wie möglich zu machen. Die beiden Besitzer haben schon beim Umbau tatkräftig mitgeholfen und wollen das auch in Zukunft so handhaben. (kat)


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