Das erste Haus
Richtfest in Dogern
Das erste eigene Projekt ist – wie so viele „erste Dinge“ im Leben – sicherlich ein aufregender Punkt in der Architektenkarriere. Auch für Jens Ludloff, der zwölf Jahre lang im Büro von Louisa Hutton und Matthias Sauerbruch gearbeitet hat, ist die Realisierung des ersten ganz eigenen Projektes nun etwas ganz Besonderes, wie er schreibt. Seit 2007 betreibt er mit seiner Frau Laura Fogarasi-Ludloff das Büro Ludloff + Ludloff in Berlin. Nach Fertigstellung des eigenen Wohnhauses in Berlin reift nun in Dogern auf dem Gelände der Sedus Stoll AG und direkt neben dem Hochregallager von (na?) Sauerbruch Hutton ihr zweites Werk in die Höhe: das Entwicklungs- und Innovationszentrum feierte am vergangenen Wochenende sein Richtfest. Als erste Auftragsarbeit kann es also als ihr architektonisches Debut gewertet werden.
Das Gebäude soll, so die Architekten, „im Maßstab und durch die Ausbildung seines Volumens ein Bindeglied zwischen der Wohnsiedlung am westlichen Ortsrand und dem Firmengelände“ bilden. „Das Gebäude nimmt die Dachform des Sattels der angrenzenden Wohnbebauung auf, die Spannrichtung des Firstes über die Grundrissdiagonale generiert eine geneigte Traufkante, dieser gelingt es zwischen den unterschiedlichen Gebäudehöhen der unmittelbar angrenzenden zweigeschossigen Wohnbebauung und dem über 30 Meter hohen Hochregallager, zu vermitteln. Durch die leichte Drehung im Grundriss und der sichtbaren, geneigten Dachfläche, wird das Gebäude als Volumen erlebbar.“
Die Kosten des Gebäudes werden mit 4,7 Millionen Euro angegeben, mit der Eröffnung ist im Juni 2009 zu rechnen.
Das Forschungs- und Entwicklungsgebäude ist als introvertierter Solitär geplant und wird im Sommer 09 eröffnet. Introvertiert deshalb, weil sich das Nichtöffentliche der dort vollzogenen Arbeitsprozesse auch im Äusseren des Gebäudes manifestiert. Das Innenleben mit sehr viel Liebe zum Detail wird aber um so spannender und zu gegebener Zeit sicher in Publikationen vorgestellt werden.
Als ruhender Pol wird das Gebäude auf dem Sedus Campus stehen und alsbald noch durch einen weiteren Bürobau mit Showroom ergänzt. Dieser wird von Allmann Sattler Wappner Architekten gebaut werden, die sich auch mit der finalen Campusgestaltung auseinandersetzen werden.
Siehe auch http://www.news-world-architects.com/index.php?seite=de_09_14_onlinemagazin_podest_de
oder www.bauwelt.de/arch/bauwelt/inhaltsverzeichnis/get_pdf.php?pcode=BW_2009_13/bw_2009_13_0010-0013&exec_dl=1
dass man über die qualität der architektur anhand der bilder auch kaum diskutieren kann, ist allerdings schade. warten wir halt, bis es fertig ist.
zur beurteilung bedarf es doch wohl auch der darstellung des kontextes, oder? ansonsten bleibt diese worthülse reine behauptung.
an banalität kaum zu übertreffen, sowohl im entwurf als auch in der darstellung.