Den Geschmack getroffen
Publikumspreis des BDA-Preises Schleswig-Holstein entschieden
Nachdem eine Jury zwölf Projekte mit dem BDA-Preis Schleswig-Holstein 2007 gekürt hatte (BauNetz-Meldung vom 14. Mai 2007), ist nun auch der zugehörige Publikumspreis vergeben worden: Die Leser der norddeutschen Tageszeitungen haben sich für das Kanzleigebäude in der Breiten Straße in Lübeck entschieden.
Dabei handelt es sich um ein Umbauprojekt. Architekt Klaus Mai sagte in den Lübecker Nachrichten: „Historische Bauwerke treffen möglicherweise eher den Publikumsgeschmack. Das Kanzleigebäude ist ja auch etwas Einmaliges, es strahlt von sich aus eine gewisse Kraft aus.“
Die Kanzlei hatte 18 Prozent der Stimmen auf sich vereinigt. Es folgt das Globushaus Schleswig (Hillmer, Sattler und Albrecht) mit 14,5 Prozent und die Nolde-Stiftung in Seebüll (Walter Rolfes) mit 11 Prozent. Schlusslicht wurde die Palliativ-Ambulanz in Kiel (Schmieder & Dau) mit knapp drei Prozent.
Zunächst stellt sich mir die Frage, ob der BDA die
12 Objekte als gleichwertig bewertet, oder auch
einen Favoriten gekürt hat.
Eine weitere Frage ist, ob das sogenannte Publikum überhaupt verstanden hat, ob es sich hierbei lediglich um den Aus- und Umbau eines bestehenden Gebäudes handelt.
Unklar bleibt weiterhin, ob das Auswahlverfahren durch das Publikum einer objektiven Überprüfung standhalten würde.
ich bin volk,
ich bin architekt
und ein blob stand nicht zur auswahl.
ergo:
vorauswahl des bda war gut.
volksentscheid auch!
eine rundum gelungene preisfindung!
(zum nachahmen in anderen bundesländern empfohlen)
Arkaden und Mauerwerk und Rundbögen, nach Satteldach und Sprossenfenstern. DAS findet man schön.
Wird man sich jemals finden???