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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen_International_Department_der_TH_Karlsruhe_bezieht_neues_Domizil_7233.html

20.06.2000

Wiederbelebt

International Department der TH Karlsruhe bezieht neues Domizil


Am 20. Juni 2000 kann das "International Department" der Universität Karlsruhe offiziell seine neuen Räume im ehemaligen Landratsamt der Stadt beziehen. Der im Stadtzentrum in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schloss gelegene denkmalgeschützte Bau wurde von dem Karlsruher Büro Grünenwald + Heyl.Architekten grundlegend renoviert und für die neue Nutzung umgebaut. Das Gebäude gehört zur ältesten Bausubstanz der Stadtgründungsgeschichte: Die südliche Blockhälfte, zwischen 1788 und 1792 von Jeremias Müller erbaut, ist stilistisch im Übergang zwischen Spätbarock und Klassizismus angesiedelt, die nördliche, dem Schloss zugewandte, von Friedrich Weinbrenner gestaltete Blockhälfte hat eine klassizistische Ausprägung. Beide Blöcke wurden im Krieg zerstört, 1955 wurden die Fassaden rekonstruiert, die Innenräume allerdings im Stil der Zeit neu gestaltet. Trotz der umfassenden Umstrukturierung bewahrten die Architekten Grünenwald + Heyl die Außenfassaden weitestgehend. Sie erhielten aber nicht nur die barocken und klassizistischen Stilelemente, sondern auch das 50er-Jahre-Ambiente der Treppenhäuser und Eingangshalle.
Durch den Umbau entstanden in dem Gebäude neben Seminar- und Übungsräumen auch ein zentraler Hörsaal-Komplex, eine Bibliothek und ein PC-Pool. Dem Campus-Gedanken entsprechend liegen die 120 Wohn- und Studienplätze für die internationalen Stipendiaten der Fachrichtungen Maschinenbau und Elektrotechnik im selben Komplex und auch die Dozenten, sowie die Verwaltung des Departments wurden in dem Gebäude untergebracht. Der Bau öffnet sich im Erdgeschoss zur Umgebung hin und soll hier zu einer Belebung der Fußgängerwege beitragen. Während auf der Innenstadtseite auf der gesamten Blocklänge eine Ladenzeile entstand, öffnet sich das Haus zum Schloss hin mit einem großzügigen Cafébereich, der in einem geschützten Innenhof mündet. Ein hier zusätzlich geschaffener Zugang sorgt dafür, dass der Gesamtkomplex besser zugänglich wird. Den Mittelpunkt des Campus bildet der abgesenkte, elliptische Hörsaal, der über den Hof zugänglich ist und mit dem Cafe auch in den Abendstunden für externe kulturelle Veranstaltungen genutzt werden kann.
Die Grundrissumnutzung basiert im Wesentlichen auf einer neuen Außenerschließung über den zentralen Hof und dem Einbau einer Badzone im Bereich der bisherigen Flure. Die gemeinschaftlichen Wohn- und Küchenbereiche fanden in den entkernten hofseitigen Raumzonen der zweiflügeligen Haupttrakte und in großzügig verglasten Anbauten der einhüftigen Nebentrakte Platz. Die hofseitig vor die Fassade gestellten Laubengänge sollen nicht nur den Innenhof beleben, sondern auch die Kommunikation zwischen den Wohngruppen verbessern.

Ein weiteres Foto des Innenhofes ist als Zoom-Bild hinterlegt (Quelle: Universität Karlsruhe).


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