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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen_Hypo-Kunsthalle_von_Herzog_de_Meuron_in_Muenchen_eroeffnet_9043.html

31.05.2001

Der kühle Blick

Hypo-Kunsthalle von Herzog & de Meuron in München eröffnet


Mit der Ausstellung „Der kühle Blick - Realismus der zwanziger Jahre“ eröffnet am 30. Mai 2001 die Kunsthalle der Hypo Kulturstiftung in München. Die Kunsthalle wurde von den Basler Architekten Herzog & de Meuron entworfen und gehört zu dem Innenstadtprojekt der „Fünf Höfe“ (siehe BauNetz-Meldung vom 09.02.2001), die bereits im Frühjahr eröffnet wurden.
Die neue Hypo-Kunsthalle bietet in acht Sälen eine Ausstellungsfläche von ca. 1.200 Quadratmetern und ist damit um ein Drittel größer als der nah gelegene bisherige Standort in der Theatinerstraße.
Die neuen Räume der Kunsthalle befinden sich im 2. Obergeschoss und sind über den Perusahof von der Theatinerpassage aus zu erreichen. Im Gegensatz zu den materialbetonten Passagen der „Fünf Höfe“ zeichnen sich die Ausstellungssäle durch Einfachheit und Schlichtheit aus. Durch die kühle Zurückhaltung eignen sich die Räume auch für die Präsentation zeitgenössischer Kunst. Lediglich der Fussboden ist mit einem etwas unruhig wirkenden Parkett ausgelegt. Die Säle stellen eine Neuinterpretation der klassischen Raumfolgen und -proportionen von Kunsthallen dar. Die Raumhöhen variieren auf Grund der Einbeziehung vorhandener Bausubstanz zwischen 4,75 und 5,20 Metern.
Eines der Hauptgestaltungsmerkmale der Räume ist das Oberlicht: Die sogenannten „Light boxes“ beleuchten die Säle gleichmäßig mit künstlichem Licht oder Tageslicht. Die bündig in die Gipsdecken eingelassenen Lichtmaschinen mit Diffusionspaneelen oder -folien fanden bereits beim Atelier des Künstlers Rémy Zaugg und der Tate Modern in London Verwendung. Diese Lichtkörper verwischen die Unterschiede von Tages- und Kunstlicht und verbreiten in den Ausstellungsräumen ein homogenes Licht.
Die größeren Ausstellungssäle können mit Wandeinbauten weiter unterteilt werden, welche die gleiche Festigkeit und Ausführungsqualität haben wie die permanenten Wände. Begünstigt wird die flexible Unterteilbarkeit durch den Verzicht auf Fußleisten und Türzargen, so dass der Raum sich wirklich auf „vier Wände“ reduziert.
In dem kleinen Vorbereich sind darüber hinaus eine Lounge, die Garderobe, ein Café und ein Shop untergebracht, von dem aus man dem Treiben in der Theatinerpassage zusehen kann.

Eine weitere Außenaufnahme und eine Innenraumaufnahme sind als Zoom-Bilder hinterlegt (Quelle: Joachim Hofer, München).


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