Potpourri Pott
Zwölf Tipps im Vorfeld der Manifesta
Das Ruhrgebiet macht sich bereit für die Manifesta 16 Ruhr. Zum zweiten Mal gastiert die europäische Wanderbiennale damit in Deutschland. In Essen, Bochum, Gelsenkirchen und Duisburg werden ab Juni zwölf ehemalige Kirchen der Nachkriegszeit zum thematischen Fokus und gleichzeitig zu Hauptschauplätzen. Aber freilich hat die Region noch weit mehr zu bieten. Wer sich im Sommer also im Pott aufhält, sollte ruhig etwas Zeit einplanen und die Tipps aus unserem Archiv zur Hand nehmen.
Die einstige Bergbau-Hochburg befindet sich seit Jahrzehnten im Strukturwandel. Ein besonders anschauliches Kapitel dieser Transformation ist etwa entlang der Emscher abzulesen. Diese galt lange als schmutzigster Fluss Deutschlands. Nach drei Jahrzehnten Umbau ist sie heute abwasserfrei, renaturiert und unbedingt einen Besuch wert, wie die Bau Netz WOCHE #613 zeigt. Wer hingegen vom Wohnungsbau der Region lernen will, ist mit dem Atlas Ruhrgebiet gut beraten.
Oder man sucht nach Umbauten im Bereich Kultur. Auf Zeche Zollverein in Essen, wo auch die Eröffnungsfeier der Manifesta stattfindet, wurde in der ehemaligen Salzfabrik der Kokerei beispielsweise ein öffentlicher „Gedächtnisspeicher“ eingerichtet. Das Büro südstudio gestaltete das Schaudepot, das rund 25.000 Objekte zur Regionalgeschichte beherbergt. Nur ein paar Kilometer weiter am Duisburger Innenhafen haben Herzog & de Meuron das Museum Küppersmühle erweitert. Den Speicher- und Silobestand ergänzten die Architekt*innen dabei behutsam um neue Ausstellungssäle.
Text: Ella Einicke
Titelbild: Erweiterung des Museum Küppersmühle in Duisburg von Herzog & de Meuron. Foto: Simon Menges











