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12.12.2025
Die Geschichte im Blick
Zum Tod von Robert A. M. Stern
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... | 13.12.2025 10:40 Uhrkorrekturen
das von "Menna" erwähnte buch stammt nicht von stern, sondern aus der feder des speer-bewunderer leon krier. lediglich das vorwort einer neuauflage wurde von stern verfasst. das buch ist größtenteils eine unreflektierte verharmlosung und verherrlichung des megalomanischen bauens und bauprogramms von hitlers hausarchitekten speer. wenn es zutrifft, was stephan trüby vor einigen jahren dazu in arch+ geschrieben hat, ist dazu - und zur rolle, die stern zugetragen wurde - eigentlich alles gesagt: "Trotz der im deutschen Sprachraum und auch international verheerenden Kritik wurde der Band 2013 als Faksimile-Fassung der Originalausgabe mit einer überarbeiteten Einleitung Kriers neu aufgelegt; ein Vorwort von des amerikanischen Architekten Robert A. M. Stern ersetzte das Speer-Vorwort. Krier berichtet, dass Stern ihm zugesagt hatte mit den Worten: 'Es muss ja für irgendetwas gut sein, dass ich jüdisch bin.'"
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Krysmopompas | 13.12.2025 09:01 UhrPortrait-Foto
In der Disziplin "ikonisch gewordene Architektenportraits" spielte Stern in einer Liga mit "Zeichenhand-in-der-Hosentasche"-Walter-Gropius.
Mehr Worte aber muss man über Stern'sche Architekur nicht verlieren.
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Menna | 12.12.2025 15:48 UhrTod
Das war ein Architekt, der vor allem Mut hatte, gegen die Haesslichkeit der heutigen Standard- Neubauten anzubauen. Die Bauten fuer Yale, Valnderbilt, Villanova sind alles zeitlose Klassiker, auch das Comcast Center in Philadelphia ist eine Bereicherung, die sich an Eleganz deutlich vom Foster Nachbarn absetzt. Lesenswert: das von ihm herausgegebene Buch ueber Albert Speer.

Robert A. M. Stern (1939–2025)


15 Central Park West, Manhattan

Wohnhaus, Chilmark, Massachusetts
Bildergalerie ansehen: 18 Bilder







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Menna | 15.12.2025 16:30 UhrKritik der Stern Kritik
Nochmal zum Speer Buch: das Buch stellt lediglich die Architektur dar. Jedem Leser (auch amerikanischen) reicht die Betrachtung der Bauten, um sich ein Urteil zu bilden. Da braucht es keine begleitende Moral- oder Geisteshaltungs- Ueberwachung durch den Editor.
Zu Krysmopompas: Sterns Bauten in Yale etc. werden da auch noch in zig Jahren Bestand haben, weil sie sich eben harmonisch in die Ensembles einordnen, klassisch sind, und keine statement Architektur sein wollen. Stern hat immer fuer den Bauherren und nie fuers Ego gebaut. Yale entscheidet , was gebaut wird. So wie Villanova, Vanderbvilt und etliche andere, die diese Bauten bezahlen und jahrezehntelang nutzen wollen. Stern musste nicht modern sein - Klassik funtioniert immer. Aber er konnte ebven auch ein Comcast Center bauen. Siehte viel besser aus als der Foster&Foster nebenan.